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Sozialwissenschaftliche und sozialethische Analysen
„Gemeinwohl“ (Common Good) galt über lange Zeit als eine Schlüsselkategorie christlicher Sozialethik. Diese Selbstverständlichkeit ist einem selbstkritischen Sozialkatholizismus sowohl in der Theorie als auch im politisch-ethischen Praxisbezug abhandengekommen. Ist der Appell an die Gemeinwohlverpflichtung mehr als ein diffuses und hilfloses Postulat? Lässt sich, zumal unter den Bedingungen globaler Verflechtungen und Abhängigkeiten, mit dieser Kategorie sozial-ethische Relevanz erzeugen? Wie verhält sich die Vorstellung einer sozialen Ganzheit zu der Pluralität von Vorstellungen des guten Lebens und zu der Vielheit von Interessen? Was legitimiert und welche Akteure tragen eine soziale Ordnung? Wie verhält sich eine Theorie des Gemeinwohls zu Theorien öffentlicher Güter (Commons) – angesichts internationaler Herausforderungen wie Migration, Klimapolitik, Welthandel oder Finanzmarktregulierung? Die Beiträge des Bandes gehen zurück auf die Jahrestagung 2019 der „Arbeitsgemeinschaft Christliche Sozialethik“, die der Frage nach dem „globalen Gemeinwohl“ gewidmet war.
Christliche Sozialethik im Gespräch mit Maria Skobtsova, Dorothee Sölle und Chiara Lubich
Am Beginn des dritten Jahrtausends steht die Welt vor großen gesellschaftspolitischen Herausforderungen – vom Klimawandel über globale Gerechtigkeitsfragen bis hin zum erstarkenden Rechtspopulismus. Woher sind konstruktive Lösungsansätze zu erwarten? Drei aktuelle sozialethische Fragestellungen stehen im Zentrum: die umweltethisch geforderte Reduktion des Ressourcenverbrauchs angesichts einer ungehemmten Wachstumsökonomie, die Notwendigkeit universaler Solidarität in einer zum globalen Dorf zusammengewachsenen Welt und die Bedeutung echten interreligiösen Dialogs vor dem Hintergrund eines befürchteten clash of civilizations and religions.
Medizin zwischen naturwissenschaftlichem Materialismus und ethischer Verantwortung. 2. Auflage
AutorIn: Matthias Beck
Embryonale Stammzellen, Klonen, Präimplantationsdiagnostik, Gendiagnose, Euthanasie – das sind Stichworte einer Medizin im Umbruch, die mit ihrem Menschenbild und ihrer ethischen Fundierung in eine Sackgasse geraten ist.
Wir stehen am Beginn einer Epoche, die dabei ist, den Menschen in seinen frühesten Stadien zum Material zu machen, zum Material für Medikamente für andere Menschen. Mit der Invitro-Fertilisation hat die Herstellung von menschlichem Leben außerhalb des mütterlichen Organismus begonnen. Es ist frei verfügbar geworden. Wohin führt uns diese Entwicklung der modernen naturwissenschaftlichen Medizin?
Beck gibt Denkanstöße, wie die moderne Medizin über ihre Sicht auf die materielle (vielleicht noch psychosomatische) Verfasstheit des Menschen hinaus noch philosophisch-theologische Zugänge zum Menschen und existentiellen Fragen nach dem Dasein einbeziehen kann.
Glauben, der wieder gewinnt
AutorIn: Elmar Nass
Um die Aufrufe zum missionarischen Aufbruch der Kirche ist es wieder still geworden - Defensive ist an deren Stelle getreten. Manche Fragen hat die Sinus Milieu Studie offen gelassen. Geht es mit der Kirche zu Ende? Oder ist ihre elitäre Schrumpfung die Zukunft? Beides wäre Verrat am missionarischen Auftrag Jesu.
Denn Jesus richtet sich in die Welt hinein. Es ist an der Zeit, den Glauben wieder in seiner gewinnenden Kraft zu entdecken und zu bekennen. Nicht nach dem Trennenden von gesellschaftlichen Milieus frage ich, sondern nach dem, wie der Glauben die Menschen miteinander verbindet.
Ein Habitus der Hoffnung gibt der christlichhumanen Vision viele Gesichter gewinnenden Glaubens: Ihres, meins und viele mehr, wenn wir wieder Offensive wagen...
Teil 4: Facsimile der Handschrift Sin. 164 des staatlichen historischen Museums Moskau (GIM) - Mit einer kodikologischen paläographischen Beschreibung von E.V. Sul'gina
HerausgeberIn: Hans Rothe
Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste ist eine Vereinigung der führenden Forscherinnen und Forscher des Landes. Sie wurde 1970 als Nachfolgeeinrichtung der Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen gegründet. Die Akademie ist in drei wissenschaftliche Klassen für Geisteswissenschaften, für Naturwissenschaften und Medizin sowie für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften und in eine Klasse der Künste gegliedert.

Mit Publikationen zu den wissenschaftlichen Vorträgen in den Klassensitzungen, zu öffentlichen Veranstaltungen und Symposien will die Akademie die Fach- und allgemeine Öffentlichkeit über die Arbeiten der Akademie und ihrer Forschungsstellen informieren.
Auf der Grundlage der Handschrift Sin. 164 des Staatlichen Historischen Museums Moskau (GIM), Teil 3: 20. bis 29. Februar
HerausgeberInnen: Hans Rothe und Dagmar Christians
Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste ist eine Vereinigung der führenden Forscherinnen und Forscher des Landes. Sie wurde 1970 als Nachfolgeeinrichtung der Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen gegründet. Die Akademie ist in drei wissenschaftliche Klassen für Geisteswissenschaften, für Naturwissenschaften und Medizin sowie für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften und in eine Klasse der Künste gegliedert.

Mit Publikationen zu den wissenschaftlichen Vorträgen in den Klassensitzungen, zu öffentlichen Veranstaltungen und Symposien will die Akademie die Fach- und allgemeine Öffentlichkeit über die Arbeiten der Akademie und ihrer Forschungsstellen informieren.
Interpretationen eines alten Christusnamens und dessen Bedeutung in der Praktischen Theologie
'Steh uns bei, Christus, du bist unser einziger Arzt', lautet ein Gebetsruf der frühen Kirche. Der Tradition, von Christus als dem Arzt, als 'Christus Medicus', zu sprechen, ist diese Studie gewidmet. Erstmals wird dabei ein Forschungsüberblick vorgelegt, in dem die in den verschiedensten theologischen und außertheo- logischen Disziplinen geleisteten Beiträge zur Christus-Medicus-Thematik zusammengesehen werden. In ökumenischer Perspektive zeigt die Autorin auf, welche Relevanz dieser alte Christusname für die Praktische Theologie besitzt und welche Möglichkeiten es gibt, die Rede vom Christus Medicus in Seelsorge und Liturgie neu zu verankern. Dabei wird der Präsenz dieses altkirchlichen Theologumenons, Christus als Arzt des Leibes und der Seele, im theologischen Raum (systematische, kirchengeschichtliche, exegetische Forschungsperspektiven) ebenso nachgegangen wie im humanwissenschaftlichen Bereich (medizingeschichtliche, pastoralmedizinische und tiefenpsychologische Aspekte). Auch die kulturgeschichtliche Relevanz des Themas kommt nicht zu kurz, indem die Autorin ikonographische Spuren des Christus-Medicus-Motivs freilegt oder dessen musikalische Beheimatung im alten evangelischen Liedgut und in Bach-Kantaten vor Augen führt.
HerausgeberInnen: Hans Rothe und Dagmar Christians
Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste ist eine Vereinigung der führenden Forscherinnen und Forscher des Landes. Sie wurde 1970 als Nachfolgeeinrichtung der Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen gegründet. Die Akademie ist in drei wissenschaftliche Klassen für Geisteswissenschaften, für Naturwissenschaften und Medizin sowie für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften und in eine Klasse der Künste gegliedert.

Mit Publikationen zu den wissenschaftlichen Vorträgen in den Klassensitzungen, zu öffentlichen Veranstaltungen und Symposien will die Akademie die Fach- und allgemeine Öffentlichkeit über die Arbeiten der Akademie und ihrer Forschungsstellen informieren.
Der Kirchweihritus in Geschichte und Gegenwart als Spiegel des jeweiligen Kirchen- und Liturgieverständnisses im 2. Jahrtausend
AutorIn: Hanno Schmitt
Das Buch zeigt, wie die historische Entwicklung des Kirchweihritus im Laufe der Jahrhunderte mit den jeweiligen religionsgeschichtlichen Hinter- gründen korreliert. Dabei steht einerseits das Kirchengebäude selbst sowohl in theologischer als auch in kunstgeschichtlicher, architektonischer und geistesgeschichtlicher Hinsicht im Mittelpunkt, zum anderen die Text- und Ritenbestände der alten Ordines (und ihre Quelle, das Pontifikale) und die Entwicklung der einzelnen Rituselemente.
Aufgaben systematischer Liturgiewissenschaft
HerausgeberInnen: Helmut Hoping und Birgit Jeggle-Merz
Wo steht die Liturgiewissenschaft heute? Welches sind ihre Aufgaben? Wo ist ihr Ort im theologischen Fächerkanon? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die gegenwärtige Diskussion um das Selbstverständnis der Liturgiewissenschaft. Hatten im Zuge der Liturgiereform vor allem pastoralliturgische Fragen im Vordergrund gestanden, wird heute verstärkt eine liturgiehistorische und liturgietheologische Ausrichtung des Faches gefordert. Da die christliche Gottesrede im Gebet, im Wort zu Gott wurzelt, gehört die Liturgie zum primären Lebensraum christlicher Theologie und stellt zugleich eine unverzichtbare Quelle der Glaubensreflexion dar. Die „liturgische Theologie“ (Odo Casel) sieht im gottesdienstlichen Vollzug des christlichen Glaubens den Gegenstand der Liturgiewissenschaft, sie bedenkt die grundlegende Struktur des liturgischen Geschehens und bemüht sich um eine Erschließung der theologischen Bedeutung der einzelnen liturgischen Feiern. Der vorliegende Band geht auf eine Tagung des Arbeitsbereiches Dogmatik und Liturgiewissenschaft der Theologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Katholischen Akademie der Erzdiözese Freiburg im Oktober 2002 zurück. Er reflektiert Aufgaben systematischer Liturgiewissenschaft, die auf der Grundlage historischer Forschungen und unter Einbeziehung kulturwissenschaftlicher Methoden das liturgische Geschehen in seinen verschiedenen Aspekten hermeneutisch zu erschließen sucht. Zugleich bietet der Band eine umfangreiche Bibliographie zur „liturgischen Theologie“. Beiträge von Patrick Dondelinger (Metz), Helmut Hoping (Freiburg i.Br.), Birgit Jeggle-Merz (Freiburg i.Br. ), Reinhard Meßner (Innsbruck), Arno Schilson (Mainz) und Josef Wohlmuth (Bonn).