Bücher des Alten und des Neuen Testaments. Faksimile-Band und Kommentarband
Die von dem Priester Jakub Wujek im 16. Jahrhundert angefertigte altpolnische Bibelübersetzung gehört dem goldenen Zeitalter“ der polnischen Literatur an. Sie ist ein höchst originelles Vorhaben künstlerischer Prosa der polnischen Renaissance. Diesem Werk hat Wujek – der „polnische Hieronymus“ – die meiste Zeit seines nicht sehr langen Lebens (1541–1597) gewidmet.
Neben seinen literarischen Werten zeichnet sich das Werk durch seine große theologische Gelehrtheit und die Vertrautheit mit der damaligen Bibelexegese aus. Es ist nicht nur ein Denkmal des polnischen theologischen Denkens, sondern auch ein literarisches Werk von hohem Rang, mit dem ganze Generationen von Polen erzogen worden sind. Diese Übersetzung – vielmals neu aufgelegt, modernisiert und verbessert – erfüllte die Rolle einer katholischen Grundübersetzung und wurde von der katholischen Kirche in Polen 367 Jahre lang benutzt.
Band 3,1: Faksimile-Band Band 3,2: Kommentare
HerausgeberInnen: Hans Rothe, Joze Krasovec, und Majda Merse
Auch slovenische Übersetzungen der Bibel sind aus der Kultur des Imperium Romanum heraus entstanden, zuerst und vor allem der Reformation in Deutschland.
Zunächst veröffentlichte der lutherische Prediger Primož Trubar (1508-1586) seine Übersetzungen des Matthäus-Evangeliums und der Paulusbriefe (1555-1567), danach den Psalter (1566) sowie in zwei Teilen das ganze Neue Testament (1582). Ihm trat dann Jurij Dalmatin (ca. 1547-1589) mit Übersetzungen aus dem Alten Testament zur Seite: Jesus Sirach (1575), Pentateuch (1577) und die Sprüche Salomonis (1580). 1584 brachte er die ganze Bibel heraus, nachgedruckt 1968 und öfter. Alle diese Übersetzungen waren nach Luthers Bibel gemacht, unter Berücksichtigung der Vulgata und auch des griechischen Textes.
Hier werden zum ersten Mal die frühen Texte von Trubar und Dalmatin wieder als Facsimile nachgedruckt.
In der Übersetzung des Priestermönchs Jepifanij Slavynec'kyj
I. Textband: Nachdruck der Ausgabe von 1561 mit einem Geleitwort von Papst Johannes Paul II. II. Kommentarband (Dt. /Engl.)
HerausgeberInnen: Reinhold Olesch und Hans Rothe