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Orte jüdischen Gottesdienstes, Lernens und Lebens. Festschrift für Wolfgang Kraus
Durch die weite Ausbreitung und Zerstreuung des Judentums entstanden früh Orte des Lehrens und religiösen Lebens neben dem Tempel.
Der Band reflektiert die Entstehung der Synagoge, die Gelehrsamkeit und jüdische Versammlung in der Diaspora von Babylonien über Alexandria bis Rom, das Lehrhaus der Weisheit am Beispiel Ben Siras und die Ausbreitung der Lehrhauskultur nach der Zerstörung des Tempels. Er geht der Bedeutung der Schrift in ihrer griechischen Übersetzung (Septuaginta) für das Nachdenken in der Diaspora nach, prüft exemplarisch Impulse und Abgrenzungen, die bei der Entstehung des Christentums durch jüdische Lehre und Schriftworte entstanden, und greift Spuren des christlich-jüdischen Miteinanders bis in jüngste Zeit auf.
Die biblisch-philosophische Herkunft des Bösen insbesondere bei Thomas von Aquin und Rabbi Moshe ben Maimon
Die Autorin untersucht die Herkunft des Bösen, vor allem bei Thomas von Aquin und Maimonides, und analysiert das Zusammenspiel der natürlichen Begrenztheit des Geschaffenen und der menschlichen Freiheit. Dabei setzt sie sich mit der Frage nach der Herkunft des Bösen auseinander, wobei sie ausgewählte Positionen der philosophischen Theodizeedebatte sowie biblische Texte für die Beantwortung der Frage nach dem Bösen hinzuzieht. Der Fokus der Untersuchung liegt auf den mittelalterlichen Positionen des Christen Thomas von Aquin und des Juden Moshe ben Maimon. Die große Stärke der beiden Theorien liegt in der Vermittlung zwischen göttlicher und menschlicher Verantwortung für das Böse, indem beide eine schöpfungs-theologische sowie eine anthropologisch-freiheitstheoretische Argumentationslinie verfolgen.
Zur Bedeutung Jesu im Diskurs mit Emmanuel Levinas und Giorgio Agamben
Author: René Dausner
Editor: Josef Wohlmuth
Wer ist Jesus von Nazareth? Eine philosophisch-theologische Aufarbeitung dieser Fragestellung, die den neuralgischen Punkt jeder Christologie benennt, bildet den Denkhorizont der vorliegenden fundamentaltheologischen und dogmatischen Grundlagenstudie.
Emmanuel Levinas, dessen Denken von den Erfahrungen der Schoa geprägt ist, und Giorgio Agamben, der sich mit dieser Brucherfahrung unter den Anfragen des ausgehenden 20. und des beginnenden 21. Jahrhunderts auseinandersetzt, sind die beiden zentralen philosophischen Referenzautoren der vorliegenden Studie. Denn beide haben Konzepte messianischen Denkens erarbeitet, die angesichts der Erfahrungen globaler Katastrophen die Frage nach Erlösung und Rettung thematisieren. Das Verständnis des messianischen Subjekts sowie der messianischen Zeit eröffnen daher die Möglichkeit, die Frage nach der Bedeutung Jesu von Nazareth neu zu stellen.
Moraltheologie im Licht des jüdisch-christlichen Dialogs
Die Notwendigkeit des ökumenischen und interreligiösen Dialogs gehört vor allem im Hinblick auf ethische Fragen zu den drängenden Anliegen unserer Zeit sowie zu den großen Herausforderungen, denen sich Theologie und Philosophie gegenwärtig zu stellen haben. Das Gebot der Gottes- und Nächstenliebe, das sich sowohl im Alten wie im Neuen Testament findet, steht dabei im Zentrum sowohl der jüdischen als auch der christlichen Ethik und eröffnet zugleich wissenschaftliche Perspektiven für die ethische Verständigung über den Rahmen der eigenen Religionsgemeinschaft hinaus: Wie weit reicht Nächstenliebe? Wer ist mein Nächster? Inwiefern gehören Gottesliebe und Nächstenliebe zusammen? Inspiriert vom biblischen Text entwickeln die jüdischen Philosophen Franz Rosenzweig und Martin Buber zu Beginn des 20. Jahrhunderts innerhalb der dialogischen Philosophie ethische Ansätze vor allem zur Nächstenliebe, die für die christliche Theologie und Philosophie von kaum zu überschätzender Bedeutung sind. Dass Rosenzweig überdies eine Verbindung zur Erlösung der Welt mit Hilfe der Liebe zum Nächsten herstellt, verleiht dem jüdisch-christlichen Gespräch hier eine zusätzliche theologische Tiefendimension. Am Beispiel des biblischen Liebesgebotes wird mit dieser Arbeit der Impuls des jüdisch-christlichen Dialogs für die Moraltheologie konkret aufgegriffen und als konstitutiv für eine Weiterentwicklung des Faches vorgestellt.
Das Konzept der Gerechtigkeit bei Emmanuel Levinas
Die levinassche Erschließung von Gerechtigkeit als dem Äußersten zu Denkenden fordert eine Reflexion darüber heraus, wie Gerechtigkeit jeweils wieder in der konkreten Begegnung mit den Anderen verwirklicht wird.
Wie ist die erhoffte Gerechtigkeit des Einen mit dem konkret werdenden Ethischen durch die Handlung des Anderen zum Zeitpunkt des Geschehens verstrickt? Diese »Verstrickung« wird als eine Komplikation verstanden, welche die beruhigte Einsamkeit des modernen Subjekts stört. Dieses störende Ereignis der Verantwortung lässt sich nicht als Ergebnis eines Kalküls zwischen Verbotenem und Erlaubtem begreifen. Denn die wirkliche Gerechtigkeit geschieht nur in der konkreten geschichtlichen Handlung, die die theoretischen Widersprüche, die sich in einem zeitlos-idealistischen Denken zu geben scheinen, übersteigt.
Reflexionen zur Grundorientierung der Kirche
Das Zweite Vatikanum brachte die Kirche ausgehend vom Wort Gottes und seiner dynamischen Präsenz in der Zeit zur Sprache. Diese Orientierung ermöglichte das Wagnis einer Öffnung, die als Gradwanderung zwischen eigener Position und Offenheit, Einheit und Vielfalt je neu zu beschreiten ist.
Schon Augustinus stand in den Confessiones vor der Frage, wie er als Glaubender die Nähe der Liebe Gottes glaubwürdig bezeugen kann, zumal wenn ein Leben so viele Brüche aufweist, wie das seine. Er entfaltet eine Theologie des Wortes Gottes, die sich nicht scheut, die eigenen Stärken und Schwächen betend zu reflektieren. Im Finden Gottes dennoch ein Suchender, im Antworten dennoch ein Fragender zu bleiben: Das ist die Essenz christlichen und jüdischen Glaubens.
Neue Perspektiven für den christlich-jüdischen Dialog
Im allgemeinen »Erinnerungsboom«, der seit einigen Jahren zu verzeichnen ist, gibt das Buch Auskunft über die Konturen einer »Kultur der Erinnerung«. In einer Zusammenschau aus unterschiedlichen theologischen Disziplinen werden die Fragen nach der Bedeutung der Vergangenheit für die Gegenwart und für das Gespräch mit dem Judentum neu gestellt. Denn »Erinnerungskultur« in der Gesellschaft ist eher ein Ideal als Realität. Sie bedeutet eine offene Auseinandersetzung mit der Vergangenheit – zum einen mit der Erinnerung an Auschwitz, zum anderen mit der schöpferischen jüdischen Religions-, Geistes- und Kulturgeschichte. Sie bedeutet aber auch einen intensiven Austausch mit der lebendigen Gegenwart des Judentums.
Zur Dialogik von Gebet und Offenbarung in jüdischer und christlicher Liturgie
Author: Peter Ebenbauer
Liturgie ist Gespräch, Kommunikation zwischen Gott und den Menschen, und sie ist zugleich mehr als das: Jeder Gottesdienst bringt normative Aspekte ins Spiel, die über Gott und die Menschen sowie über deren Beziehungen zueinander etwas festhalten, das jedem Gespräch vorausliegt. Auf der Basis der seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil erneuerten Israeltheologie der christlichen Kirchen wird untersucht, wie sich an spezifischen Merkmalen liturgischen Betens und liturgischer Verkündigung des Wortes Gottes fundamentale Gemeinsamkeiten und spezifische Differenzen zwischen jüdischem und christlichem Glauben zeigen. Aus den gewonnenen Erkenntnissen werden Schlüsse für die zukünftige Entwicklung christlicher Liturgie sowie für den christlich-jüdischen Dialog gezogen. Gegen aktuelle restaurative Tendenzen eröffnet diese Studie den Weg zu einer vertieften christlich-jüdischen Partnerschaft aus und in ihren je eigenen gottesdienstlichen Traditionen. Der Autor: PD Dr. Peter Ebenbauer, geb. 1966, Studium der Katholischen Theologie in Graz und München, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Liturgiewissenschaft, Christliche Kunst und Hymnologie der Katholisch-Theologischen Fakultät in Graz, Privatdozent für Liturgiewissenschaft an der Katholisch-Theologischen Fakultät in Bonn, Lehrbeauftragter für das Fach Liturgik am Institut für Kirchenmusik und Orgel der Kunstuniversität Graz.
Die in den verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen entwickelten Vorstellungen von Apokaly-pse und Apokalyptik werden hier in ein interdisziplinäres Gespräch gebracht. Bibel- und Religionswissenschaftler, Systematische Theologen, Philosophen, Althistoriker und Literaturwissenschaftler untersuchen das alttestamentliche Buch Daniel sowie Texte der Aufklärungszeit von Kant, Lessing und Herder, in denen signifikant auf die antike Tradition der Apokalyptik Bezug genommen wird. Ziel ist es, zu einer verstärkten Methodenreflexion zu gelangen: Lassen sich die verschiedenen Apokalypsebegriffe gewinnbringend aufeinander beziehen und gibt es jenseits fachspezifischer Semantiken eine Schnittmenge von Strukturmerkmalen, Formelementen und funktionalen Äquivalenzen?
Formen und Funktionen im 20. Jahrhundert
Politische Theologie hat im 20. Jahrhundert eine enorme Wirkungskraft entfaltet und besitzt auch heute noch höchste Aktualität. Nach wie vor geht es um die Frage, wie unter den Bedingungen einer weitgehend säkularen Moderne das Verhältnis von Theologie, Religion und Politik bestimmt werden kann. Das von Carl Schmitt in der Weimarer Republik unter dem Namen „Politische Theologie“ lancierte Konzept ist zweifellos der wichtigste, aber keineswegs einzige Versuch, diese Frage zu beantworten. Das Buch analysiert exemplarisch unterschiedliche Formen und Funktionen von politischer Theologie. Den Ausgangspunkt bildet eine kritische Bestandsaufnahme von Schmitts Theorie, die nicht allein unter ideengeschichtlicher Perspektive erfolgt. Vielmehr geht es darum, die mit der politisch-theologischen Redeform verbundene Ästhetik und Rhetorik eingehend zu untersuchen. Vor diesem Hintergrund werden auch solche Positionen politischer Theologie berücksichtigt, die weitgehend unabhängig von Schmitt entstanden sind. Das Spektrum reicht dabei vom akademischen Protestantismus nach 1914 bis hin zur aktuellen Kritik politischer Theologie bei Giorgio Agamben. Die Herausgeber: Jürgen Brokoff, geb. 1968, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Germanistischen Seminar der Universität Bonn. Jürgen Fohrmann, geb. 1953, ist Professor für Neuere deutsche Literatur und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Bonn.