Apparition Narratives of the Early English Enlightenment
Empirical Form and Religious Function provides a fresh perspective on the rise of empirical apparition narratives in the Anglophone world of the Early Enlightenment era.
Drawing on both well-established and previously unknown sources, Michael Dopffel here offers a fundamental reappraisal of one of the defining narrative genres of the 17th and 18th centuries. Intricately connected to evolving discourses of natural philosophy, Protestant religion and popular literature, the apparition narratives portrayed in this work constitute a hybrid genre whose interpretations and literary functions retained the ambiguity of their subject matter. Simultaneously an empirically approachable phenomena and a religious experience, witnesses and writers translated the spiritual characteristics of apparitions into distinct literary forms, thereby shaping conceptions of ghosts, whether factual or fictional, to this day.
Festschrift for Bernd Engler on the Occasion of His 65th Birthday
This volume explores the varieties of the short form in American literature, art, and culture as well as different ideas and aesthetics of simplicity, plainness, and brevity from the 19th century to the present. The contributors discuss how these ideas were translated into widely diverging practices, serving an equally broad spectrum of cultural and political functions. The essays survey a range of media and genres, including short fiction, plays, popular rhetoric, songs, photography, film, and Twitter.
Versions of Hamlet: Poetic Economy on Page and Stage takes a fresh look at an old textual problem: Instead of arguing the case for one of the three early Hamlet texts as »the one«, the book presents a new analytical approach which allows us to see different Hamlet versions and the interpretations emerging from them side by side.
Using a corpus which not only includes the three early printed texts but also 24 stage versions of the play, the book introduces an analytical method based on an assumption voiced by writers through the ages, namely that every part of a literary work belongs to a functional whole. Apart from making the relation between textual alterations and changing interpretations of the Hamlet texts visible, this study is the first to present a systematic overview of this principle of »poetic economy«.
Pierre Bourdieu defines the literary field as a social microcosm shaped by permanent struggles over recognition and prestige. As a consequence, being different from others in the field represents a social effect that results from the efforts made by agents to claim and defend their position and/or to mark off the position of other peers from their own. The present study explores strategies of distinction in the field of twentieth-century American poetry by tracing the means and meanings of nomenclatures. Drawing on as well as expanding Bourdieu’s theoretical framework, this volume argues that nomenclatures can and should be understood as symbolic stakes in the conflict between twentieth-century poetic avant-gardes and the poetic establishment. Assembling a diverse corpus of metatexts, the book examines the ways in which nomenclatures (such as, for instance, the epithets ‘experimental’, ‘new’, and ‘open’) were strategically invested with distinctive, that is, conflicting and contradictory, meanings by opposing factions in the field of American poetry throughout the twentieth century.
Discourses of Martyrdom in the Eighteenth- and Nineteenth-Century United States
Heike Jablonski untersucht, wie John Foxes berühmtes Märtyrerbuch in den USA des 18. und 19. Jh. rezipiert und interpretiert wurde und zeigt, wie wichtig Märtyrergeschichten für die amerikanische Identität sind.
Die Autorin stellt die US-Publikationsgeschichte des »Book of Martyrs« dar und analysiert, wie sich unterschiedliche religiöse und politische Gruppierungen in den USA als Märtyrer in der Foxeschen Tradition sahen. Auf der Grundlage umfassenden Archivmaterials zeigt sie, dass der amerikanische Antikatholizismus sehr stark von der englischen Martyrologie beeinflusst wurde. Auch im Kontext des Strebens nach Religionsfreiheit wurden Foxes Geschichten rezipiert. Heike Jablonski beschreibt weiterhin, welche tragende Rolle Märtyrergeschichten in der amerikanischen Kinderliteratur des 18. und 19. Jh. spielten und stellt dar, wie stark die Abolitionisten von Foxes Buch geprägt waren.
National identity and the Totalitarian Other
Hitler in den USA - vielfältige und oft widersprüchliche Bilder von Adolf Hitler können als Spiegel US-amerikanischer Identität gelesen werden, um dominante Macht- und Freiheitsvorstellungen zu entlarven.
Ein Bild ist immer mehr als nur »Bild«. In einem Bild sammeln sich die Wünsche, Ängste und Vorstellungen einer Kultur. Ein Bild kann aber auch ein Instrument sein. So haben die Nationalsozialisten Hitler nicht einfach nur dargestellt, sondern sein Bild für ihre Politik instrumentalisiert. Stefan Hirt geht der Frage nach, was mit diesem »Hitler-Bild« passiert ist, als es auf die US-amerikanische Pop-Kultur traf: wie wurde es von der US-amerikanischen Tradition gefiltert, zu welchen Projektionen lud es ein, wie wurde es schließlich zu einem der großen Verkaufsschlager dieser Pop-Kultur? Und: Was sagt uns der Wandel dieses Bildes über die USA und ihr Bild von sich selbst?
Periodicals, Biography, and Nationalism in the Early Republic
»The Professionalization of the American Magazine« zeigt auf, dass hinter den oft angenommen idealistischen Gründen für die Publikation von Zeitschriften in der frühen amerikanischen Republik viel häufiger als angenommen ein bloßes Profitstreben stand.
Auf einer breiten Basis von Primärliteratur und Archivalien analysiert die Studie die Zeitschriftenproduktion in ihrer Gesamtheit, die Publikationsgeschichte des in Philadelphia erschienenen Magazins »Port Folio« sowie die Zeitschrift in ihrer Rolle im Nationaldiskurs während des Krieges von 1812. Über die Kurzbiographie als exemplarisches Genre zeigt sie klar auf, wie Zeitschriften in der frühen Republik funktionierten, welche Zwänge und Möglichkeiten zur Gestaltung sie besaßen und wie ihre komplexen Zusammenhänge nur unter dem Gesichtspunkt eines finanziellen Profitstrebens erklärbar werden.
Hawthornes Werk ist über die Jahrhunderte hinweg kontinuierlich rezipiert worden. Seine zentrale Bedeutung für den amerikanischen Roman ist nach wie vor unbestritten. Die Arbeit beleuchtet die Verknüpfung von literarischer Ethik und romantischer Religiosität und unternimmt eine umfassende Neubewertung von Hawthornes Erzählungen und Romanen im Kontext der spirituellen, religiösen, und mentalitätsgeschichtlichen Veränderungen des 19. Jahrhunderts. Nach der formalen Trennung von Kirche und Staat in der Revolutionszeit kennzeichnete eine Vielfalt von religiösen Gruppen und Glaubensrichtungen das spirituelle Leben der amerikanischen Republik. In der Folgezeit entwickelte die Koexistenz von religiösen und säkularen Deutungshorizonten einen prägenden Einfluss auf das Selbstverständnis der Nation und auf die Herausbildung individueller Lebensformen. Hawthorne reflektiert diesen Dialog zwischen spiritueller Erfahrungswelt und Säkularisierung des öffentlichen Lebens.
American Transcendentalism and the Aesthetic Critique of Modernity
Der Transzendentalismus ist ein fester Bestandteil der amerikanischen Literatur und Kulturgeschichte. Die starke Konzentration auf die kanonisierten Figuren Ralph Waldo Emerson und Henry David Thoreau hat allerdings zu einer erheblichen Verkürzung dieser spätromantischen Bewegung geführt.
Radical Beauty zeigt, dass der amerikanische Transzendentalismus eine Bewegung junger Intellektueller war, die einem utopischen Streben nach Ganzheitlichkeit Ausdruck verlieh, einer Ganzheitlichkeit, die sich besonders in der ästhetischen Erfahrung abzeichnete. Ausgehend von den ästhetischen Theorien Theodor Adornos und Ernst Blochs wird gezeigt, dass die neuenglischen Intellektuellen die ästhetische Erfahrung des Einzelnen auch immer als Vorschein der gesellschaftlichen Utopie sah. Die Studie revidiert das vorherrschende Bild der Transzendentalisten als idealistische Individualisten, indem sie zeigt, dass die ästhetische Utopie immer eine sozialradikale Dimension birgt.