Perspektiven aus der Vergangenheit für die Zukunft
HerausgeberInnen: Michael Altripp und Harald Suermann
Das Buch bietet Vorträge, die anläßlich einer internationalen Konferenz zum „Orientalischen Christentum“ in Greifswald gehalten worden sind.
Inhaltlich bieten sie historische, theologische, kunsthistorische und politische Themen, die den Zeitraum von der Vergangenheit bis in die Gegenwart abdecken. Ziel war es ein Forum zu bieten, um die vielfältigen Aspekte zu diskutieren, die die gegenwärtige Situation im Nahen Osten und darüber hinaus im allgemeinen und die Orientalischen Kirchen und ihr Verhältnis zu den muslimischen Mehrheits-Gesellschaften im besonderen betreffen.
HerausgeberIn: Alberto Bonchino
Die Franz von Baader Edition versammelt die repräsentativsten und aufschlussreichsten Schriften des katholischen Theologen, Natur- und Sozietätsphilosophen Franz von Baader (1765–1841) in vier Bänden. Diese Texte spiegeln Baaders Gedankenwelt in anschaulicher Weise wider. Insbesondere seine naturphilosophischen, ethischen, religiösen, metaphysischen sowie theosophischen Ansichten treten in ihnen besonders deutlich hervortreten. Bis heute sind diese Schriften noch nicht in einer kritischen Ausgabe veröffentlicht worden. Die Franz von Baader Edition ist als Editio princeps die erste Ausgabe mit textkritischem Apparat, erklärenden Anmerkungen, Bibliographie, Personen- und Sachregister. Die vierhändige Ausgabe wird insgesamt 28 chronologisch angeordnete und kommentierte Texte enthalten. Von besonderem Wert ist die kritische Kommentierung, die die einzelnen Textstellen erläutert und wissenschaftlich fundiert einleitet. Die von den Herausgebern der Edition betreute neue Reihe Baaderiana ergänzt das Editionsprojekt mit Studien zu Baaders Werk und Wirken. Somit wird die Lektüre von Baaders Texten durch die neuesten Erkenntnisse der BaaderForschung vertieft und erhellt.
HerausgeberIn: Alberto Bonchino
Eine kritische Ausgabe der Schriften Baaders steht bis heute aus. Als Editio princeps mit textkritischem Apparat, Anmerkungen, Bibliographie, Personen- und Sachregister füllt diese Ausgabe das bisherige Manko.
In vier Bänden werden die repräsentativsten und aufschlussreichsten Schriften des katholischen Theologen, Natur- und Sozietätsphilosophen Franz von Baader versammelt. Die hier ausgewählten mystischen und theosophischen Werke, die aus der intensiven Beschäftigung Baaders mit Kirchenvätern, Mystikern und Theosophen erwachsen sind, spiegeln Baaders Gedankenwelt in anschaulicher Weise wider. Insbesondere seine anthropologischen, ethischen und theosophischen Auffassungen werden darin erkennbar. Sie erhellen u.a. die wirkungsgeschichtlich bedeutsame Beziehung zu Schelling, dessen Philosophie in der Auseinandersetzung mit diesen Schriften Baaders eine entscheidende Hinwendung zum Christentum erfuhr.
HerausgeberIn: Heinz-Dieter Heimann
Der zweite Band der »Geschichte der Sächsischen Franziskanerprovinz von der Gründung bis zum Anfang des 21. Jahrhunderts« deckt den Zeitraum von der Reformation bis zum Kulturkampf (15001870) ab.
Die Beiträge behandeln die Ordensspaltung im 16. Jh. und ihre Folgen (B. Schmies), die Stellung der sächsischen Franziskaner zur Reformation und ihre Auseinandersetzung mit der Reformation (K.B. Springer, P. J. Schlageter OFM). Die Situation des Ordens und der Klöster in und nach der Reformation, strukturelle und wirtschaftliche Probleme sowie Chancen durch Aufhebung und Wieder bzw. Neugründung - auch der franziskanischen Frauengemeinschaften - werden
durch die Beiträge von Chr. Loefke, G. Gleba und R. Butz beleuchtet. Weitere Kapitel sind der Entwicklung von Bildung und Wissenschaft vom 17.19. Jh. in der Saxonia (D. Burkard/Br. A. Fieback OFM), dem saxonischen Selbstverständnis und der Seelsorge (P. W. Einhorn OFM) sowie der Alkantarinerbewegung unter G. Janknecht (K. Schmies) gewidmet.
Bearbeitet von Jyri Hasecker und Judith Schepers
HerausgeberIn: Hubert Wolf
Eifernde Inquisitoren, verfolgte Ketzer, brennende Scheiterhaufen: so die Klischees zur Römischen Buchzensur. Die historische Wirklichkeit ist komplexer. Diese umfassende Reihe zur Grundlagenforschung ermöglicht ihre Aufarbeitung. Das groß angelegte Vorhaben dokumentiert, gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, erstmals die konkrete Arbeit der beiden römischen Zensurbehörden, der Inquisition und der Indexkongregation, von 1542 bis 1966. Basis sind akribische Archivstudien. Insgesamt dreizehn Bände für die Zeit von 1701 bis 1917 wurden 2005 und 2009 präsentiert. Abschließend liegen nun sieben weitere Bände für die Jahre 1542 bis 1700 vor. Das interdisziplinär nutzbare und international ausgerichtete Grundlagenwerk führt alle in Rom verhandelten Bücher, egal aus welchem Wissens- und Wissenschaftsbereich, alle Gutachter und Zensoren sowie alle Urteile zur Buchzensur auf.
Dieser Band bietet grundlegende Informationen zu rund 670 Personen, die in den Jahren 1542 bis 1700 an der Buchzensur durch Römische Inquisition und Indexkongregation beteiligt waren. Die bio-bibliografischen Einträge beleuchten nicht nur prominente, sondern auch zahlreiche vergessene Zensoren. Auf Basis umfangreicher Recherchen im Archiv der Glaubenskongregation bietet der Band vielfach bisher unbekannte Lebens- und Karrieredaten, die in besonderer Weise die Zensurtätigkeit der einzelnen Mitarbeiter in den Blick nehmen, stellt systematisch die wichtigsten Werke der Zensoren zusammen und verweist auf einschlägige Literatur. Erstmals wird außerdem die konkrete Gutachtertätigkeit der einzelnen Zensoren dokumentiert. Wer sich mit einem bestimmten Zensurfall beschäftigt, erhält damit umfassende Informationen über die beteiligten Personen.
Johannes Lepsius und seine Mission
AutorIn: Aschot Hayruni
Der Orientalist und evangelische Theologe Johannes Lepsius (1858–1926) trat seit den systematischen Massakern (1894–96) an Armeniern im Osmanischen Reich als bedeutender Unterstützer der Verfolgten hervor. Ein von ihm bzw. seiner Deutschen Orient-Mission mitbegründetes Hilfswerk und seine publizistische Tätigkeit zielten auf eine breitangelegte Hilfe für die bedrohten Armenier. J. Lepsius setzte sich im Ersten Weltkrieg auch für eine deutsche Intervention zur Verhinderung des Genozids an den Armeniern im Osmanischen Reich ein. Nach dem Scheitern dieser Bemühungen alarmierte er die internationale Öffentlichkeit durch zahlreiche Interviews und Publikationen. Daneben unterstützte er weiterhin Überlebende über sein Hilfswerk, das nach seinem Tod von seiner Missionsgesellschaft noch beinahe weitere zwei Jahrzehnte ununterbrochen fortgeführt wurde.
Die umfassende Darstellung basiert auf zahlreichen neuerschlossenen Quellen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der publizistischen Tätigkeit von Lepsius und seinen Mitarbeiter/innen, die einerseits darauf abzielte, den Völkermord abzuwenden, andererseits auch die Öffentlichkeit in Deutschland und Europa über die Lage der Armenier zu informieren und zu Hilfsaktionen zur Rettung von Überlebenden der Todesmärsche und Massaker zu mobilisieren.
Hermeneutical, institutional and textual perspectives
The purpose of the volume is to explore how specific historical and socio-cultura conditions of late antiquity shaped the development of Christian thought.
The authors of the volume analyse various aspects of these conditions, particularly those of a textual and institutional nature, as they are reflected in the hermeneutic and philosophical principles of Christian discourse. This focus sheds new light on unexplored features of Christian literature, such as the influence of manuscript culture, early church institutions and practices, exegetical techniques, and philosophical curricula.
Orte jüdischen Gottesdienstes, Lernens und Lebens. Festschrift für Wolfgang Kraus
Durch die weite Ausbreitung und Zerstreuung des Judentums entstanden früh Orte des Lehrens und religiösen Lebens neben dem Tempel.
Der Band reflektiert die Entstehung der Synagoge, die Gelehrsamkeit und jüdische Versammlung in der Diaspora von Babylonien über Alexandria bis Rom, das Lehrhaus der Weisheit am Beispiel Ben Siras und die Ausbreitung der Lehrhauskultur nach der Zerstörung des Tempels. Er geht der Bedeutung der Schrift in ihrer griechischen Übersetzung (Septuaginta) für das Nachdenken in der Diaspora nach, prüft exemplarisch Impulse und Abgrenzungen, die bei der Entstehung des Christentums durch jüdische Lehre und Schriftworte entstanden, und greift Spuren des christlich-jüdischen Miteinanders bis in jüngste Zeit auf.
HerausgeberIn: Reinhard Hoeps
Bilder sind aus der Vorstellungswelt des Christentums nicht wegzudenken. Die Bilderfrage reicht tief in die historischen, aber auch in die systematischen Wurzeln des christlichen Bekenntnisses hinab. Sie markiert zugleich eine brisante Nahtstelle zwischen christlicher Religion und europäischer Kultur. Die Bildtheologie geht den Valenzen des Bildes im Christentum nach, entwickelt sie als durchgängige theologische Perspektive und bringt sie in den Diskurs mit Kunst- und Kulturwissenschaften ein.
Das Handbuch der Bildtheologie gibt in vier Bänden eine gründliche Einführung in Phänomene, Begriffe und Geschichte des Bildes unter theologischen Gesichtspunkten. Wissenschaftler aus Theologie, Kunstgeschichte, Philosophischer Ästhetik, Kultur- und Medienwissenschaften entfalten die zentralen Fragestellungen, die das Bild in theologischer Perspektive aufwirft, und umreißen die Schnittstellen zwischen theologischen, kunstwissenschaftlichen und philosophisch-ästhetischen Bild-Diskursen.
Der zweite Band ist den Funktionen der Bilder im Christentum und ihrer Geschichte gewidmet. Denn ihre Bedeutungen wurden nicht etwa durch bestimmte Darstellungsinhalte begründet, sondern durch ihre Funktion. Sie dienen der memoria und der Andacht, sie konturieren die Orte der Liturgie, finden Verwendung in Unterricht und Katechese. Die unterschiedlichen Funktionen haben in der Geschichte des Christentums verschiedene bildsprachliche Ausdrucksformen hervorgebracht, die für europäische Bildvorstellungen prägend geworden sind. Selbst die säkularisationsbedingte Krise der religiösen Bedeutungen hat noch ihre eigene Bildsprache: den Kitsch.
Zweisprachige Ausgabe. Eingeleitet, übersetzt und kommentiert von Christian Tornau. Mit Beiträgen von Giovanni Catapano, Emmanuel Bermon,Lenka Karfíková und Giuseppe Balido
HerausgeberIn: Christian Tornau
Augustins schwierige philosophisch-theologische Frühschrift über die Unsterblichkeit der Seele wird hier in neuer Übersetzung und mit ausführlicher philosophiehistorischer Einleitung und analytischem Kommentar vorgelegt.
Mit De immortalitate animae nimmt Augustinus die seit Platon in der antiken Philosophie kontrovers diskutierte Frage der Unsterblichkeit der Seele auf und beantwortet sie unter Benutzung neuplatonischer Denkmittel positiv, indem er eine unauflösliche Verbindung der Seele zu ihrem Prinzip, Gott, zu erweisen versucht. Christian Tornau legt einen durchgesehenen kritischen Text und eine neue Übersetzung der Schrift vor und erläutert ausführlich ihre argumentative Struktur, ihr Verhältnis zu den Soliloquia und ihren Platz in der platonischen und christlichen Tradition.