Nach Titel durchsuchen

AutorIn: Rainer Liedtke
Wie »jüdisch« waren wirtschaftliche Aktivitäten von Juden?
Ausgehend von dieser Leitfrage stellt der Band dar, wie sich die Berufsfelder, die ökonomische Lage und das wirtschaftliche Handeln von Juden seit dem 18. Jahrhundert veränderten und welche Auswirkungen dies auf ihre Integration in die Gesamtgesellschaft hatte. Durch einen Blick auf jüdische Wohltätigkeit und Philanthropie werden die Ungleichheiten des rapiden wirtschaftlichen Aufstiegs des jüdischen Bürgertums seit der Mitte des 19. Jahrhundert betrachtet. Dieser Aufstieg steht in einem starken Kontrast zu den zahlreichen Anfeindungen aufgrund angeblicher wirtschaftlicher jüdischer Dominanz, die ebenso thematisiert werden wie die Ausplünderung der Juden im Nationalsozialismus. Der Band schließt mit einer Darstellung der sogenannten Wiedergutmachung und der Probleme bei der Restitution jüdischer Vermögen. Auch die Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Israel und der Bundesrepublik Deutschland wird thematisiert.
Ein Wiederaufbau, der vor dem Krieg begann
Das Wiederaufbauprogramm des historischen Stadtzentrums von Warschau, in der Kunstgeschichte als ein einmaliges und einzigartiges Projekt wahrgenommen, war eine Collage europäischer Ideen der Architektur, Stadtplanung, Denkmalpflege, Moderne und Hygiene.
Der Wiederaufbau des gesamten historischen Viertels, wie er in Warschau nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte, wurde von einem bis dato beispiellosen Ausmaß der Zerstörung erzwungen und bildete eine Ausnahmeerscheinung im europäischen Vergleich. Sucht man nach den ideologischen Wurzeln des Wiederaufbauprogramms der Warschauer Baudenkmale, wird ein deutlicher Fortbestand des städtebaulichen und architektonischen Gedankenguts aus der Vorkriegszeit sichtbar, welches insbesondere in den ersten Nachkriegsjahren zum Ausdruck kam. Die Idee der Kontinuität der Vorkriegstheorie und -praxis polnischer Architekten, die das Zentrum Warschaus wiederaufbauten, bildet die Hauptthese der vorliegenden Dissertation.
HerausgeberInnen: Zoran Milutinović und Alex Drace-Francis
Established in 2010 to meet a growing international interest in Balkan studies, the Balkan Studies Library series publishes high-quality disciplinary and interdisciplinary research on all aspects of the Balkans with a focus on history, politics and culture. The region is defined here as comprising Greece, Albania, Bulgaria, Romania, Turkey and the countries of former Yugoslavia, including their imperial Ottoman and Habsburg heritage.

The series publishes monographs, collective volumes, and editions of source materials. Disciplines covered include history, anthropology, archaeology, political science, sociology, legal studies, economy, religion, literary studies, cultural studies, gender studies, film, theatre and media studies, art history, language and linguistics. The editors especially welcome comparative studies, be they comparisons between individual Balkan countries, or of (parts of) the region with other countries and regions. All submissions are subject to anonymous peer review by leading specialists.

Until Volume 27, the series was published by Brill, click here.
The series does not publish conference proceedings.
Das Verhältnis von Recht und Religion hat sich in den letzten Jahren zu einem der Kernthemen der Forschung zur Frühen Neuzeit entwickelt. Eine wachsende Zahl von Monographien sowie Forschungsprojekte zur Rechtsgeschichte, Theologie, Philosophie, Ökonomie und Kunst belegen diese Entwicklung.

Mit dieser neuen Reihe soll der interdisziplinäre und interkonfessionelle Dialog über Recht und Religion in der Frühen Neuzeit gefördert werden. Sie wird von international anerkannten Wissenschaftlern herausgegeben und von RefoRC-Mitgliedern wie der Universität Leuven und der Leucorea Stiftung Wittenberg unterstützt. Die Publikationssprachen sind Englisch und Deutsch. Die Redaktion begrüßt ausdrücklich die englische Übersetzung herausragender Werke, die ursprünglich in anderen Sprachen veröffentlicht wurden.
Der Blick der Besatzer 1940-1944
AutorIn: Bernd Wegner
Paris nimmt unter den im Zweiten Weltkrieg besetzten Städten einen besonderen Platz ein: Für die deutschen Besatzer war die Stadt ein von vielerlei Klischees besetzter Sehnsuchtsort, für die Pariser ein Raum gefährlicher Balance zwischen Widerstand und Kollaboration.Bernd Wegners Buch zeichnet ein Bild davon, wie deutsche Soldaten und zivile Besatzer Paris in den Jahren des Krieges sahen. Die französische Hauptstadt in deutscher Hand – das war keine gemeinsame Realität, sondern eine Fülle konkurrierender, oftmals widersprüchlicher Erfahrungen. Wegner gibt in seiner dokumentarischen Collage einer größtmöglichen Vielfalt zeitgenössischer Stimmen und Bilder Raum. Im kritischen Blick des Historikers werden diese Eindrücke vom Leben der Besatzer zwischen Siegeseuphorie und Zukunftsangst in ihrer Doppeldeutigkeit erkennbar: Sie zeigen auf den ersten Blick nur das, was die Besatzer sehen und berichten wollten. Aber dennoch scheint hinter Ihnen die harsche Wirklichkeit einer besetzten Stadt auf.
Zum Reflexionszwang historischer Forschung
Technisierungsprozesse verändern derzeit die Lebenswelt in einer Weise, wie es zuvor nur der Industrialisierung attestiert wurde. Diese Herausforderungen der Gegenwart provozieren die historische Technikforschung, neue und große Fragen zu stellen.

Im Sinne einer gegenwartsorientierten Geschichtsschreibung kann Technikgeschichte nur dann zu aktuellen Debatten beitragen, wenn sie sich dem Zwang zur kritischen Reflexion stellt und neue Konzepte, Herangehensweisen und Untersuchungsfelder entwickelt. Der Band macht daher Vorschläge zur Erforschung von Digitalisierungs- und Globalisierungsprozessen sowie zur Reflexion des Menschseins in einer technisierten Welt. Weiter nimmt der Band zur Ausrufung des Anthropozäns und zur Problematik der unterschiedlichen Temporalitäten von Technik Stellung.
AutorIn: Carmen Messerer
HerausgeberIn: Birgitt Haneklaus
Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste ist eine Vereinigung der führenden Forscherinnen und Forscher des Landes. Sie wurde 1970 als Nachfolgeeinrichtung der Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen gegründet. Die Akademie ist in drei wissenschaftliche Klassen für Geisteswissenschaften, für Naturwissenschaften und Medizin sowie für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften und in eine Klasse der Künste gegliedert.

Mit Publikationen zu den wissenschaftlichen Vorträgen in den Klassensitzungen, zu öffentlichen Veranstaltungen und Symposien will die Akademie die Fach- und allgemeine Öffentlichkeit über die Arbeiten der Akademie und ihrer Forschungsstellen informieren.
AutorIn: Konrad Vössing
Gut einhundert Jahre lang haben sich die Vandalen in Nordafrika gehalten (429–534). Die Forschung war und ist fasziniert von Geiserich, dem berühmten ersten König und Gründer des afrikanischen Vandalenreiches; dessen Spätzeit erhält dagegen weit weniger Aufmerksamkeit. Dabei ist der Untergang der Vandalen, die sich unter König Gelimer vergeblich gegen die Invasion der byzantinischen Truppen des Generals Belisar wehrten, ebenso interessant wie die unmittelbar vorangehende Zeit unter König Hilderich. Dieser hatte 523 versucht, seinem Reich eine neue Grundlage zu geben. Beide Phasen lassen erkennen, worauf die Herrschaft der Vandalen gründete und was sie am Ende scheitern ließ.
HerausgeberIn: Konopka Torsten
Im Sommer 2011 erlangte der Südsudan nach einem der längsten und blutigsten Bürgerkriege des afrikanischen Kontinents seine Unabhängigkeit vom Sudan. Doch auch nach der Abspaltung kehrte in keinem der beiden Länder dauerhaft Frieden ein. Der Südsudan rutschte im Dezember 2013 selbst in einen Bürgerkrieg katastrophalen Ausmaßes. Während vor allem die Nachbarstaaten für beide Länder die Initiative für Friedensbemühungen ergriffen haben, sind die Vereinten Nationen mit gleich drei Missionen in den beiden Staaten vertreten. Auf Beschluss des Deutschen Bundestags beteiligt sich auch die Bundeswehr an zwei dieser Missionen – UNAMID in der westsudanesischen Region Darfur und UNMISS im Südsudan. Mit diesem Band setzt das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr seine erfolgreiche Reihe »Wegweiser zur Geschichte« fort. Ausgewiesene Fachleute bieten einen Überblick über die wichtigsten historischen Ereignisse und greifen kulturelle, soziale, wirtschaftliche und politische Themen auf, die für das Verständnis der beiden Staaten und die dort herrschenden Konflikte von Bedeutung sind.
Historiographie vom Mittelalter bis zum Jahr 2000
Der Berliner Historiker Wolfgang Neugebauer schildert, wie vom Mittelalter bis heute das Wissen von der preußischen Geschichte und unser Bild von Preußen entstanden ist. Auf Grundlage einer reichen, nicht zuletzt handschriftlichen Quellenbasis kann Neugebauer zeigen, dass das Interesse an Preußen aus der Gesellschaft selbst, insbesondere aus dem Bildungsbürgertum kam.
Die politisch-nationalistische Instrumentalisierung des Preußen-Themas hingegen erweist sich als ein erstaunlich spätes Phänomen. Über die Gelehrten hinaus geraten Geschichtsvereine und Laienhistoriker, Publikationskulturen und Zeitschriftennetze der jeweiligen Epoche in den Blick – Geschichtsschreibung wurde als gesellschaftliche Veranstaltung betrieben. So geht dieses Buch mit seinem weiten Horizont über die klassische Wissenschaftsgeschichte hinaus. Es ist eine umfassende Wissensgeschichte Preußens und zeigt exemplarisch, wie historisches Wissen im gesellschaftlichen Zusammenhang entsteht.