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Nationalitätenkonflikte und globale Kirche in den Grenzregionen Ostoberschlesien und Elsass-Lothringen, 1918–1939
Author: Thies Schulze
Wie verhielt sich der Katholizismus zu den europäischen Nationalismen? Die vorliegende Studie liefert einen Beitrag zur Beantwortung dieser Frage. Sie nimmt dazu die Grenzregionen Oberschlesien und Elsass-Lothringen in den Blick und geht transnationalen Auswirkungen der vatikanischen Politik nach.
Der Status als nationale Minderheit gewann nach dem Ersten Weltkrieg in beiden Grenzregionen nicht zuletzt eine innerkirchliche Dimension. Es gab erbitterte Konflikte zwischen Geistlichen, welche sich auf die Seite der Nationalstaaten Polen bzw. Frankreich schlugen, und solchen, welche sich mit der regionalen Kultur und der deutschen Sprache identifizierten. Beide Seiten versuchten den Vatikan dafür zu gewinnen, um jeweils die eigene Position zu unterstützen. Unter anderem zeigt die Studie, dass die katholische Kirche die Nationalitätenkonflikte in den Grenzregionen nur in äußerst begrenztem Maße entschärfen konnte.
Essays in Honor of Sigurd Bergmann
The volume gives thankful resonance to Prof. Sigurd Bergmann, Lund, on the occasion of his 65th birthday.
With its 14 contributions it intends to honor Sigurd Bergmann for all his academic and personal efforts in the areas of critical thinking, responsible ethics and ingenious spirituality in service of the earth as protected habitat. The authors come from Sweden, Finland, Norway, Germany, Montenegro, the UK, South Africa, and Indonesia. The contributions cover a wide range of issues related to eco-theology, namely aesthetics, moral philosophy, theology, history of religion, philosophy of education, history of literature, political theory and economics.
Mit strengem Blick beobachtete die römisch-katholische Kirche im 19. Jahrhundert Bücher aus England. Die Church of England, die Heinrich VIII. von Rom gelöst hatte, galt schließlich als häretisch.
Elisabeth-Marie Richter nimmt exemplarisch vier Werke der englischen Literatur in den Blick, mit denen sich die Indexkongregation und das Heilige Offizium befassten: Laurence Sternes „A Sentimental Journey“, Lady Sydney Morgans „Italy“, Mary Martha Sherwoods „Little Henry and His Bearer“ und Percy Bysshe Shelleys „Poetical Works“. Wie blickten die römischen Zensoren auf England? Welche Bedeutung hatte der „Index“ dort? Wie standen die englischen Autoren zum Katholizismus? Und wie wurde Zensur begründet? Richter beantwortet diese Fragen, indem sie Verfahrensverläufe ebenso präzise rekonstruiert wie die Entstehungsgeschichte und Rezeption der Werke in England und allgemein in Europa.
Bezugsfelder, Potentiale, Perspektiven
Author: Jasmine Suhner
Menschenrechte – Religion – Bildung. Die vorliegende Arbeit bezieht diese drei in der gegenwärtigen Gesellschaft hochrelevanten Felder systematisch aufeinander und fragt von hier aus nach den spezifischen Potentialen und Herausforderungen öffentlicher religiöser Bildung für Menschenrechtsbildung.
Die Pluralität der Weltanschauungen und Werte stellt die Gesellschaft, die (Bildungs-)Politik sowie die religiösen und weltanschaulichen Gemeinschaften vor bildungs- und schulpolitische, pädagogische und theologische Herausforderungen. Diese Publikation diskutiert anhand der Menschenrechtsbildung die Grundsatzfrage, wie sich öffentliche religiöse Bildung denken und gestalten lässt, sodass sie für eine religiös und weltanschaulich plurale Gesellschaft nicht nur vertretbar, sondern dieser Gesellschaft auch in Bezug auf Zukunfts- und Friedensfähigkeit förderlich ist.
Central and Eastern European Perspectives
For decades, Christians of different confessions in Central and Eastern Europe have been linked by the experience of totalitarian regimes of the 20th century, which has also greatly determined the relationship between Christian churches. After 1989, these churches became part of the life of a free society and found themselves in the midst of profound social, political, economic and cultural changes. Thirty years after the fall of the Iron Curtain, it is an opportunity to reflect on what form the local ecumenical churches are taking in this process of transformation.
The ecumenical theologians who are authors of the book not only share experiences that reflect the specific historical and local context of churches in Central and Eastern Europe, but also try to perceive particular issues in the context of the changing global paradigm of ecumenical mentality. The volume wants to contribute to the search for a valid and reliable ecumenical hermeneutics for the 21st century, which employs the genuine core of ecumenical experience in a changing world. The book contains texts by Piotr Kopiec, Jaroslav Vokoun, Péter Szentpétery, Cristian Sonea, Robert Svatoň, Ľubomír Batka, Andriyj Mykhaleyko and Reinhard Thöle.
Volume Editors: Anna Usacheva, Jörg Ulrich, and Siam Bhayro
This volume explores the long-standing tensions between such notions as soul and body, spirit and flesh, in the context of human immortality and bodily resurrection.
The discussion revolves around late antique views on the resurrected human body and the relevant philosophical, medical and theological notions that formed the background for this topic. Soon after the issue of the divine-human body had been problematized by Christianity, it began to drift away from vast metaphysical deliberations into a sphere of more specialized bodily concepts, developed in ancient medicine and other natural sciences. To capture the main trends of this interdisciplinary dialogue, the contributions in this volume range from the 2nd to the 8th centuries CE, and discuss an array of figures and topics, including Justin, Origen, Bar Daisan, and Gregory of Nyssa.
Die Konflikte um Edward Schillebeeckx, Jon Sobrino und Jacques Dupuis und ihr Beitrag zu einer fundamentaltheologischen Konflikttheorie
Viele Konflikte in der katholischen Kirche hängen zusammen mit den Aussagen von Gaudium et spes zum Selbstverständnis der Kirche in ihrem Bezug zur „Welt von heute“. Wie können sie produktiv ausgetragen werden?
Auf der Basis der Diskussion um das Verständnis des II. Vatikanums als „Pastoralkonzil“ werden mit den drei christologischen Ansätzen von Edward Schillebeeckx, Jon Sobrino und Jacques Dupuis ausgewählte Konflikte mit der Glaubenskongregation untersucht. Kontextualität, Geschichtlichkeit und Pluralität von Theologie zeigen sich als Konsequenzen der pastoralen Wende des Konzils. Für daraus entstehende Konflikte werden in einer fundamentaltheologischen Konflikttheorie Lösungsstrategien und Verfahrensregeln skizziert.
Ethische Überlegungen zum Konflikt am Ende des Lebens
Author: Daniel Kreidlow
Angesichts des Todes muss der Mensch Entscheidungen treffen. Durch die Erfahrung von Tod erfährt er die Konkretheit der ethischen Forderung aus seiner Leiblichkeit.
Ethik als Aktion inmitten der Lebenswirklichkeit wird durch die Erfahrung erlebt, die der Mensch mit seinem Körper macht. Zu verstehen, warum sich einige Menschen in Konfrontation mit einer unheilbaren Krankheit dafür entscheiden, am Leben zu bleiben, und warum andere sich dafür entscheiden, zu sterben, kann nur verstanden werden, wenn man über das Thema aus der Erfahrung der Leiblichkeit heraus nachdenkt: des Seins und des Habens eines Körpers.
Das Buch erläutert das Verständnis des Menschen, das sich aus dem Ansatz von Palliative Care und Sterbehilfe ergibt. Und durch die anthropologische Phänomenologie versucht es zu verstehen, wer der Mensch ist, im Hinblick auf eine Ethik, die die Person am Ende des Lebens respektiert.
Taufen muslimischer Flüchtlinge als Herausforderung für Kirchen und Gesellschaft
Volume Editors: Henning Theißen and Knud Henrik Boysen
Dieser Band enthält die Dokumentation der ersten wissenschaftlichen Fachtagung zum Thema Flüchtlingskonversionen. Die internationalen Beitragenden beleuchten das Phänomen aus sozial- und religionswissenschaftlicher, philoso-phischer und theologischer, juristischer, politikwissenschaftlicher Perspektive. Seit 2015 nimmt die Zahl geflohener Menschen aus mehrheitlich muslimischen Ländern, die sich im Lauf ihrer Migrationsgeschichte dem Christentum zuwenden, stark zu. Die Situation christlicher Kirchen und Gruppierungen in den Herkunftsländern befindet sich im Umbruch, und die europäischen Kirchen treffen auf neuartige Glaubensbiographien und Konversionsnarrative. Die aufnehmenden Zivilgesellschaften stehen vor einer großen Integrationsaufgabe, und die bleiberechtlichen Konsequenzen von Flüchtlingskonversionen stellen den Staat vor Herausforderungen. Die wissenschaftliche Befassung mit den vielschichtigen Aspekten des Themas ist eine dringende Aufgabe, die die Autorinnen und Autoren dieses Bandes interdisziplinär in Angriff nehmen.
Author: Linus Hauser
Die heutige Religiosität orientiert sich nicht mehr primär am Christlichen. Neue Glaubensinhalte, Bruchstücke für neue Weltbilder ersetzen den alten Glauben: Reinkarnationsglaube, Evolutionismus, Dänikens Präastronautik und Parapsychologie treten als »religionsförmige Neomythen« in den Blick, die die Weltbilder der Moderne kennzeichnen.
Sie werden in diesem großangelegten Werk einer umfassenden und kritischen Gesamtschau unterzogen.

»Hausers Arbeit stellt einen der bedeutendsten religionswissenschaftlichen Beiträge der nachmarxistischen Ära dar.«
(Eckhard Nordhofen, DIE ZEIT)