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The Second World War and Beyond
HerausgeberInnen: Frank Jacob und Kenneth Pearl
With the end of the Second World War, all its violence, war crimes, and sufferings as well as the atomic threat of the Cold War period, societies began to gradually remember wars in a different way. The glorious or honorable element of the age of nationalism was transformed into a rather dunning one, while peace movements demanded an end of war itself.
To analyze these changes and to show how war was remembered after the end of the Second World War, the present volume assembles the work of international specialists who deal with this particular question from different national and international perspectives. The contributions analyze the role of soldiers, perpetrators, and victims of different conflicts, including the Second World War. They show which motivational settings led to the erection of war memorials reflecting the values and historical traditions of the second half of the 20th and the 21st centuries. Thus, this interdisciplinary volume explores how war is commemorated and how its actors and victims are perceived around the globe.
Die vergessene Luftschlacht
Im Spätsommer 1916 trafen hoch über London deutsche Zeppeline als die ersten Langstreckenbomber der Geschichte auf die Jagdflugzeuge der britischen Armee und Marine.
Die Luftkämpfe von 1916 markieren den Höhepunkt und den Anfang vom Ende des ersten strategischen Bombenfeldzuges. Frederik Gerhardt beschreibt, wie u. a. die rasche Entwicklung der Luftfahrt dazu führte, dass man nunmehr in der Lage war, Produktionsstätten, Verkehrswege und Zivilbevölkerung anzugreifen. In Deutschland als Wunderwaffe gefeiert, wurden die Zeppeline in England aufgrund der Bombardierung von Zivilisten, Frauen und Kindern als sogenannte „Baby Killers“ aufs Schärfste verurteilt. Die Luftangriffe trugen zusammen mit dem Einsatz von Giftgas bei Ypern und der Versenkung des Passagierdampfers Lusitania wesentlich dazu bei, das Bild der Deutschen als „barbarische Hunnen“ zu formen.
Norwegische Eisenbahngeographien 1845-1909
Als die Eisenbahntechnologie versprach, Berge zu versetzen, wurden weltweit Geographien ins Wanken gebracht. Nichts schien in Zukunft sein zu müssen, wie es war – auch nicht im Land der Fjorde und der langen Winter.Die Autorin schreibt anhand der norwegischen Eisenbahngeschichte einen Beitrag zur Kulturgeschichte der europäischen Geographie. Sie untersucht, wie Debatten über den Eisenbahnbau Wissen über das eigene Land tradierten, und stellt fest: Geographische Wissensproduktion und politische Willensbildung waren eng miteinander verstrickt. Mit dem Band liegt auch erstmals eine Geschichte der norwegischen Eisenbahn in deutscher Sprache vor.
Christopher R. Browning and Holocaust Historiography
Reflecting on the work of one of the field’s most influential scholars, the twenty essays in this book explore the evolution and application of Holocaust historiography, identify key insights into genocidal settings and point to gaps in our knowledge of humanity’s most haunting problem.Why do they kill?The publication in 1992 of Christopher R. Browning’s “Ordinary Men” raised crucial, previously unasked questions about the Holocaust: what made the members of a German police battalion – “middle-aged family men of working- and lower-class background” – become mass murderers of Jewish children, women, and men? How does motivation tie in with other factors that prompt participation in the “final solution”? And what can survivor accounts convey about genocide perpetration? Reflecting on the work of one of the field’s most influential scholars, the twenty essays in this book explore the evolution and application of Holocaust historiography, identify key insights into genocidal settings and point to gaps in our knowledge of humanity’s most haunting problem.
Die Praxis der weltanschaulichen Erziehung in der SS
AutorIn: Daniel Kuppel
War es die auf Antisemitismus und Rassismus basierende weltanschauliche Schulung, welche die Männer in Himmlers SS zu Mördern und verbissenen Kämpfern machte? Diese Frage wurde in der historischen Forschung oft sehr eindimensional diskutiert. Um die Funktion und Bedeutung der weltanschaulichen Erziehung dieser selbsternannten Eliteformation zu verstehen, bedarf es jedoch eines breiteren Blickwinkels auf den Gesamtkomplex der gruppenbildenden Maßnahmen.Daniel Kuppel beleuchtet die weltanschauliche Erziehungspraxis der Allgemeinen SS und Waffen-SS aus einer neuen Perspektive und versteht die vermittelten Feindbilder und nationalsozialistischen Schulungsinhalte als organisationsspezifische Sprache, welche sich die SS-Männer nicht zuletzt aus karrieristischen Gründen aneigneten.
Geschichte Tirols 1918-1920
Der Vertrag von St. Germain jährt sich im Herbst 2019 zum hundertsten Mal. Für Tirol hatte er dramatische Folgen. Das Land wurde am Brenner geteilt, das überwiegend deutschsprachige Südtirol fiel an Italien. Oswald Überegger rekonstruiert die entscheidenden Etappen der Geschichte dieses Umbruchs und veranschaulicht, wie als Folge des Ersten Weltkriegs eine bis heute virulente Minderheitenproblematik entstand.Das Buch bietet perspektivenreiche Blicke auf den Tiroler Raum in den Jahren 1918 bis 1920. Der Autor schildert nicht nur die zentralen Etappen der militärischen und politischen Entwicklung von den Januarstreiks 1918 bis zum Waffenstillstand von „Villa Giusti“. Ein besonderes Augenmerk gilt darüber hinaus den Debatten über die Tiroler Frage auf der Friedenskonferenz bis hin zur „Annexion“ Südtirols durch Italien im Oktober 1920. Die Zeitenwende jener Jahre hatte tiefgreifende Veränderungen der regionalen Mentalität zur Folge. In seinem Buch gelingt es Oswald Überegger, die vielfach verflochtene, wechselvolle und umkämpfte Geschichte der Region zwischen Bodensee und Gardasee plastisch darzustellen.
Die Antinapoleonischen Kriege in der deutschen Erinnerung
Dieses Buch erkundet die umkämpften deutschen Erinnerungen an die sogenannten Befreiungskriege gegen Napoleon (1813–1815) im langen 19. Jahrhundert. Die Zeit der Antinapoleonischen Kriege zwischen 1806 und 1815 nahm lange eine Schlüsselposition in der Geschichtsschreibung und im nationalen Gedächtnis des deutschsprachigen Raums ein, da die kollektive Erinnerung an diese Kriege eine zentrale Bedeutung für die Ausformung von konkurrierenden Vorstellungen der deutschen Nation und Nationalidentität hatte. Diese Erinnerung wurde nicht nur von politischen Interessen, sondern auch von regionalen, sozialen und geschlechtsspezifischen Differenzen geformt. Das Buch untersucht das umkämpfte Gedächtnis nicht nur anhand der populären, militärischen und akademischen Geschichtsschreibung, sondern auch sehr viel breitenwirksamerer Erinnerungsmedien wie Memoiren und Romane sowie kultureller Praktiken, insbesondere Feiern und Symbolen.
Eine europäische Geschichtsregion neu entdecken
AutorInnen: Marcin Kordecki und Dawid Smolorz
Oberschlesien: Es gilt einen Brennpunkt der Geschichte des 20. Jahrhunderts neu zu entdecken, eine der interessantesten und vielfältigsten Regionen Mitteleuropas. Polen und Deutsche, Oberschlesier, Böhmen und Mährer prägten und prägen das Industrie­ und Naturland Oberschlesien. Ihr Zusammenleben war oft friedlich, manchmal konfliktträchtig.

Die Autoren führen in 20 spannenden Kapiteln durch die wechselvolle Geschichte ihrer Heimat – von der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg bis zum Ende des 20. Jahrhunderts. Zahlreiche historische Fotos und Zeitzeugenberichte ergänzen die Darstellung und verschaffen dem Leser ein lebendiges Bild.
Die Unternehmen Heinrich Thyssen-Bornemiszas von 1926 bis 1932
Nach dem Tod August Thyssens versuchte sein Sohn Heinrich Thyssen-Bornemisza, als Unternehmer eigene Wege zu gehen. Die Entwicklung seiner Firmen ist bis heute ein kaum bekannter Teil der Geschichte Thyssens im 20. Jahrhundert.

Ab Herbst 1926 verfolgte Heinrich Thyssen-Bornemizsa das Ziel, seinen Erbteil des Thyssen-Konzerns effizient zusammenzufassen. Der von ihm gegründeten Holding gelang es jedoch nicht, ihre Aufgabe als zentrales Lenkungs- und Kontrollorgan zu erfüllen. Die Studie untersucht die Gründe dafür. Zudem beleuchtet sie die Entwicklung und Wettbewerbsposition einzelner Betriebe aus Heinrichs Verbund bis zum Ende seiner Formationsphase 1932 und erklärt, warum sich diese trotz wirtschaftlich schwieriger Rahmenbedingungen erfolgreich am Markt behaupten konnten.
Geschichte der Imkerei in Deutschland
AutorIn: Rainer Stripf
„Volksbienenzucht“ und Kampf ums Einheitshonigglas, Kunsthonig, und „Biene Maja“, „völkische“ Ideologie, und Wanderimker in der DDR, aber auch der Boom der Stadt-Imkerei in den letzten Jahren: Rainer Stripf erzählt mit Liebe zum Detail und sachkundigem Blick für die historischen Zusammenhänge die Geschichte der Bienenzucht in Deutschland seit dem Kaiserreich. Der Leser lernt die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, politischen und wissenschaftlichen Einflüsse auf die Bienenzucht kennen. Es geht um die Einigungsbestrebungen der Imker, ihre methodischen Auseinandersetzungen und die Fortschritte in der Bienenforschung. Aber auch die Ideologisierung durch den Nationalsozialismus und die kriegwirtschaftliche Indienstnahme der Imkerei kommen zur Sprache. Der Ausblick bis heute schließt aktuelle Themen von der Varroamilbe bis hin zum Einsatz von Gentechnik und den aktuell umstrittenen Pflanzenschutzmitteln ein. Ein einzigartiges Buch zum Trend-Thema Imkerei!