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Der Kampf der DDR-Führung gegen die Solidarność 1980/81
Author: Filip Gańczak
1980 entsteht in Polen die freie Gewerkschaft Solidarność. DDR-Staatschef Erich Honecker plädiert dafür, sie mit allen Mitteln zu bekämpfen und ist notfalls bereit, sich an einer militärischen Intervention der Warschauer-Pakt-Staaten zu beteiligen.
Filip Gańczak analysiert detailliert alle Schlüsselentscheidungen der DDR-Führung, die nach dem August 1980 im Zusammenhang mit der Lage in Polen getroffen wurden. Die erste von ihnen war, an der Grenze zur Volksrepublik Polen einen »Cordon sanitaire« zu errichten. Auf Druck der Sowjetunion wurde zudem entschieden, zur Beruhigung der Lage in Polen wirtschaftliche Hilfen zu gewähren – mit wenig Wirkung. Folglich drängte die ostdeutsche Führung auf eine gewaltsame Lösung der »polnischen Krise«. Das Ausbleiben der Entscheidung Moskaus für einen Einmarsch in Polen veranlasste Erich Honecker nach Alternativen zu suchen, wie die »Konterrevolution« im Nachbarland zu unterdrücken sei. Der Autor kann anhand zahlreicher Aktenfunde belegen, dass die DDR-Führung maßgeblich an der Vorbereitung des Kriegsrechts in Polen beteiligt war.
Die Nuklearexportpolitik der Bundesrepublik Deutschland 1970–1979
Author: Dennis Romberg
Die westdeutsche Atomindustrie der 1970er Jahre hatte ein Absatzproblem: Nachdem sie in den 1950er und 1960er Jahren stark subventioniert wurde, sollte sie nun die langersehnten Exporterfolge erzielen. Die sozialliberale Koalition förderte aktiv den Export von Atomkraftwerken, Uran-Anreicherungsanlagen und Wiederaufbereitungstechnologie an diktatorische Regimes in Lateinamerika, Südafrika und den Iran. Unter dem Schlagwort »Einbindung durch Kooperation« setzte sie sich gegen schärfere internationale Kontrollen und Absprachen ein. Laxe Sicherheitsbestimmungen beim Export waren ein Standortvorteil für die Atomkraftwerke made in Germany. Dennis Romberg analysiert die Nuklearexportpolitik der Bundesrepublik in den 1970er Jahren systematisch und umfassend. Er betrachtet die Nuklearexporte der Bundesrepublik im Zusammenspiel mit der außenpolitischen Emanzipation der Bundesregierung, den Konflikten mit den USA, der innenpolitischen Kritik der aufkommenden Anti-AKW-Bewegung und dem internationalen Kontrollregime zur Nichtverbreitung von Atomwaffen. Dabei wird deutlich, wie die sozialliberale Koalition entgegen ihren eigenen Behauptungen das Nichtverbreitungsregime untergrub.
In: Atomgeschäfte
In: Atomgeschäfte
In: Atomgeschäfte
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In: Atomgeschäfte
In: Atomgeschäfte
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