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Internationale Statistikkongresse und preußische Professorenbürokraten
In welchem Verhältnis stehen Wissenschaft und Politik? Die transnationale Geschichte der halbamtlichen Statistikkongresse des 19. Jahrhunderts beschreibt die Entstehung, Wechselwirkungen und Widersprüche einer janusköpfigen Verbindung.
Sie zeigt, dass die statistische Wissenschaft seit ihrer institutionellen Einbettung in den modernen Verwaltungsstaat nur noch über eine eingeschränkte Autonomie verfügte und gerade deshalb zu einer der weltweit wichtigsten Ressourcen administrativer Entscheidungsfindung aufsteigen konnte. Ermöglicht wurde ihre steile politische Karriere aber erst durch die Initiative einer kleinen Gruppe enthusiastischer Statistikexperten, welche sich der Idee verschrieben hatten, die bis dato bestehenden nationalen Beschränkungen ihrer quantitativen Gesellschaftsbeschreibungen nachhaltig zu überwinden. Sie gründeten 1853 einen der ersten internationalen Wissenschaftskongresse der Weltgeschichte, dessen öffentliche Strahlkraft und methodologische Standardisierungsdiskurse am Fallbeispiel des zusammenwachsenden Deutschen Reiches analysiert werden.
In: Halbamtliche Wissenschaft
In: Halbamtliche Wissenschaft
In: Halbamtliche Wissenschaft
In: Halbamtliche Wissenschaft
In: Halbamtliche Wissenschaft
In: Halbamtliche Wissenschaft
Author: Reimar Hartge
Als Triebfeder für wirklich kreative Wissenschaft erweisen sich unerschütterliches soziales Verantwortungsempfinden, ein mit Klugheit und Phantasie gesegnetes Bewußtsein, persönliche Bescheidenheit, sowie eine Neugier, die Ehrfurcht vor dem Leben wahrt. – Als Antriebskraft stur ´pragmatischer` Wirtschaftspolitik gilt hingegen unstillbare Gier nach Macht und nach Übervorteilung von Mitmenschen. – Kreative Wissenschaft steckt seit je in einem Entscheidungs-Dilemma: Einerseits weiß sie, daß gerade dort, wo sich scheinbar nichts mehr ändern läßt, eigentlich vieles ändern muß, um Stillstand zu vermeiden. – Andererseits strebt sie danach, einen Weg aus bewährter Tradition in bewahrende Zukunft zu bahnen. – In der Übergangszone unerklärlicher Phänomene zwischen Rätsel und Wunder liegt das Gros noch ausstehender, realisierbarer Entdeckungs- und Erfindungsmöglichkeiten. – Doch wird es jemals dauerhaften Frieden zwischen wahrem Wissen und falschem ´Besserwissen` bzw. einem gewissenhaft wahren Glauben und einem falschem ´Aberglauben` geben können? – Wird die verhängnisvolle Polarität, welche das bedauernswert breite Spektrum von Disharmonien bedingt, ´ewig` andauern? – Wenn Signifikanz-Berechnungen und Orientierung an Algorithmen nicht nur die Naturwissenschaften völlig beherrschen sollten, sondern sich zudem in die Geisteswissenschaften einschleichen, dann bleiben die daraus resultierenden ´Werte` wohl endgültig fragwürdig. – Schon heute gibt es Ansätze dafür, Entscheidungen zwischen ´gut` und ´böse` nicht mehr selbst zu treffen, sondern Apparaten zu überantworten! – Wissen – wie übrigens auch Glauben – entwickeln sich dort optimal, wo sie aus dem Blickwinkel angestammter Traditionen den tatsächlichen Bedürfnissen des lebendigen Augenblicks Aufmerksamkeit schenken, ohne sich dabei in bloßen Wahr-scheinlichkeiten zu verlieren. – Überzeugen wird stets nur etwas, das mit dem Gewissen vereinbar ist. –
Author: Ulrich Kück
Am Beispiel des Penicillin-Antibiotikaproduzenten Penicillium chrysogenum wird in diesem Artikel die Verknüpfung von Grundlagenforschung und angewandter Forschung aufgezeigt. Bei diesem industriell genutzten Hyphenpilz konnten vor kurzem zum ersten Mal Sexualprozesse beobachtet werden, die von genetischen Faktoren abhängig sind. Dabei wurde entdeckt, dass diese genetischen Faktoren auch die Antibiotikaproduktion wesentlich beeinflussen. Beispielhaft wird somit die Grundlagenforschung mit der anwendungsbezogenen Fragestellung verknüpft.
Symposium der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste
Author: Gerd Heusch
Editor: Gerd Heusch
Der Herzinfarkt ist mit 7 % eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Die Dunkelziffer ist groß. In den letzten Jahren ist die Sterblichkeit am Herzinfarkt jedoch zurückgegangen. Dieser Erfolg ist auf verstärkte Prävention und auf eine verbesserte Logistik zurückzuführen, die eine rasche Wiedereröffnung des verschlossenenen Herzkranzgefäßes ermöglicht. Zurzeit werden innovative Strategien entwickelt, um zusätzlich zur raschen Wiedereröffnung des verschlossenen Herzkranzgefäßes den Herzmuskel vor irreversiblen Schäden zu schützen bzw. den Schaden zu reparieren.