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Erinnerungspolitik und historische Kontroversen in der Bundesrepublik 1945-1980. Übersetzt von Charlotte P. Kieslich
Wurden Papst Pius XII. und die katholische Kirche nach 1945 wegen ihres Verhaltens während der Herrschaft der Nationalsozialisten unverhältnismäßig in den Fokus gerückt?
Mark Edward Ruff untersucht die heftigen Kontroversen über das Verhältnis zwischen der katholischen Kirche und dem NS-Regime, die in der Bundesrepublik zwischen 1945 und 1980 ausbrachen – etwa über Rolf Hochhuths Schauspiel „Der Stellvertreter“ von 1963. Er beleuchtet dabei, warum diese kulturellen Gefechte so viel Kraft kosteten, die Schlagzeilen beherrschten, Klagen vor Gericht auslösten und zum Einschreiten von Außenministerien führten. Nach Ruff waren diese Kontroversen über die Beziehung zwischen Kirche und Nationalsozialismus oftmals Stellvertreterkriege um die Positionierung der Kirche in der „modernen“ Welt – in der Politik, internationalen Beziehungen und den Medien. Im Mittelpunkt dieser Auseinandersetzungen standen in den meisten Fällen Konflikte, die durch die gestiegene politische Bedeutung des Katholizismus und die Integration katholischer Bürgerinnen und Bürger in die Mitte der Gesellschaft ausgelöst wurden.
Wende im Koreakrieg
Author: Oliver Heyn
Schon am Beginn des Koreakriegs verwandelte die überraschende Intervention eines chinesischen Heeres den siegesgewissen Vorstoß der UN-Truppen unter US-amerikanischer Führung in eine schwere Niederlage.
Der Befehlshaber General MacArthur hatte geplant, mit seinen hauptsächlich aus amerikanischen, britischen und südkoreanischen Verbänden bestehenden UN-Einheiten in einer großen Offensive bis zur Grenze der Mandschurei vorzudringen, um dem Koreakrieg ein rasches Ende zu bereiten. Doch die Schlacht am Cheongcheon vereitelte dieses Vorhaben. Sie wurde zu einem Wendepunkt der Kämpfe und einem Schlüsselereignis des Kalten Krieges. Oliver Heyn analysiert die taktischen Entscheidungen der Generale ebenso wie die Erfahrungen der Soldaten, die in extremer Kälte um jedes Stück Boden rangen. Am Ende steht die Einsicht, dass trotz überlegener Technik und Material der Faktor Mensch die entscheidende Komponente auf dem Schlachtfeld bleibt.
Herausgegeber: Auswärtiges Amt - Historischer Dienst -

Alle Angehörigen des höheren Auswärtigen Dienstes zwischen 1871 und 1945 erfaßt dieses auf fünf Bände angelegte Nachschlagewerk. Auf der Grundlage der erstmals vollständig ausgewerteten Personalunterlagen der Behörde und zahlreicher weiterer Quellen bietet es in standardisierter Form Informationen jeweils zu Lebensdaten, Herkunft und Familie, Konfession, Ausbildungsgang, Parteizugehörigkeit, zu den einzelnen Stationen der Laufbahn im Auswärtigen Dienst und zu Tätigkeiten außerhalb dieses Dienstes. Darüber hinaus enthalten die Artikel neben Photos bibliographische Hinweise und Angaben zum Verbleib des Nachlasses. Das Auswärtige Amt ergänzt damit seine grundlegenden Akteneditionen "Die Große Politik der europäischen Kabinette 1871 - 1914" und "Akten zur deutschen auswärtigen Politik 1918-1945", mit denen es eine Fülle von Quellen aus seinem Politischen Archiv zur Geschichte des Deutschen Reiches und zu dessen internationalen Beziehungen zugänglich gemacht hat.

Die Reihe ist abgeschlossen.
Studien zu Konstruktion, gesellschaftlicher Wirkungsmacht und Erinnerung
›Volksgemeinschaft‹ zählte zu den politischen Schlüsselbegriffen der Weimarer Republik. Die nationalsozialistische Propaganda konnte Vorstellungen, die sich mit diesem Begriff verbanden, bereits vor der Machtübernahme instrumentalisieren. Nach 1933 entwickelte sich die Parole von der ›Volksgemeinschaft‹ zu einem zentralen Moment der NS-Ideologie. Sie hatte wesentlichen Anteil am Erfolg der Nationalsozialisten, eine breite Zustimmung für ihr Vorgehen und ihre Ziele in der deutschen Bevölkerung zu mobilisieren. Die Schriftenreihe bietet Studien, die Vergemeinschaftungsprozesse im Nationalsozialismus in unterschiedlichen gesellschaftlichen Funktionsbereichen untersuchen, nach den Bedingungen, Formen und Folgen der Durchsetzung von Vorstellungen von ›Volksgemeinschaft‹ fragen oder sich mit dem Fortwirken bzw. der bewussten Tradierung nach 1945 auseinandersetzen.

Аннотация

Статья посвящена судьбе художника Льва Николаевича Петухова (1888–1921), талантливого графика и иллюстратора эпохи модерна, прожившего короткую жизнь и почти полностью выпавшего из культурной памяти. Публикуется его жизнеописание, написанное сестрой Татьяной Петуховой,—первая и пока единственная биография художника. Рассматривается проблема, был ли Лев Петухов лишь одним из многих графиков «второго эшелона» первых десятилетий ХХ века или же он полностью сформировавшийся художник со своим индивидуальным стилем, достойный занять особое место в истории отечественного искусства. Внимания заслуживает вероятная связь творчества Петухова с художественной манерой другого художника периодических изданий Петербурга-Петрограда 1910-х годов—Сергея Лодыгина; остается открытым вопрос, оказал ли этот более известный художник, как и другие коллеги по редакционной работе, определяющее влияние на творчество Петухова, или же стилистическое сходство их работ тех лет объясняется только духом времени и общей художественной модой эпохи.

In: Experiment

Аннотация

Василий Масютин посвятил свою жизнь графике: он известный гравер и иллюстратор Серебряного века, профессор и декан графического факультета московского ВХУТЕМАСа. Однако в 1920 году художник был вынужден эмигрировать из страны и с 1921 года до конца своей жизни жил и трудился в Берлине. Все это время он работал над книгой «Основы изобразительного искусства», которую считал главным теоретическим трудом своей жизни, она была закончена в 1942 го- ду. Масютин собирал для книги исторические сведения, биографии живописцев и даже текущую газетную хронику, но она никогда не была издана. Статья впервые дает срез наиболее интересных положений его труда, зачастую дискуссионных и полемических. В конце статьи приводится фрагмент из книги Масютина, в котором он подвергает анализу действующую художественную критику с позиций художника.

In: Experiment
In: Experiment

Аннотация

Виктор Дмитриевич Замирайло (1868–1939)—мастер акварели, книжный график, театральный художник. Участник многих выставок и объект критических очерков А. Бенуа, Вс. Воинова, Э. Голлербаха, Д. Митрохина, С. Яремича и др. Врубель и Гюстав Доре были кумирами Замирайло. Работа для книг и журналов стала основной в творчестве художника, хотя ему приходилось расписывать храмы и выполнять театральные эскизы, как, например, для Демона (1919) и Гибели Фауста (1920). Подлинными шедеврами художника явились его рисунки к произведениям М. Лермонтова (1914), к сказке Джек—покоритель великанов (1917) и неизданные иллюстрации к Приключениям Гулливера Д. Свифта (1918). Приводимые в статье отзывы современников позволяют составить портрет художника неординарного, но подкупающе правдивого и честного перед самим собой и своим делом.

In: Experiment