Eine ethnographische Untersuchung zur sprachlichen Praxis am Nachmittag
Author: Farina Böttjer
Mittels teilnehmender Beobachtungen werden die sprachlichen Praktiken innerhalb des untersuchten Ganztags differenziert beleuchtet und analysiert.
Einem ethnografischen Forschungsstil folgend wird der Frage nach der Rolle von Familiensprachen im Offenen Ganztag einer Grundschule in Nordrhein-Westfalen nachgegangen. Es wird herausgearbeitet, wie und von wem Familiensprachen relevant gemacht, eingefordert oder restriktiv behandelt werden und was die Situationen kennzeichnet, in denen Familiensprachen eine Rolle spielen. Im Ergebnis zeigen sich widersprüchliche Praktiken, die je nach involvierten Personen, Kontexten und Settings variieren. Die Studie trägt dazu bei, das bislang noch wenig untersuchte Feld des Offenen Ganztags innerhalb der Forschung zu mehrsprachigen Praktiken im Bildungssystem zu erschließen.
Bild und Bilddidaktik im christlich-islamischen Dialog
Religion lebt in Bildern. Bilder stiften Gemeinschaft. Gleichzeitig ziehen Bilder Grenzen zwischen Menschen. In diesem Spannungsfeld erforscht die vorliegende Arbeit Kriterien eines angemessenen Umgangs mit religiöser Bildlichkeit in interkulturellen und interreligiösen Lernsituationen.
Diese interdisziplinäre Forschungsarbeit im Schnittbereich von Religions- und Kunstpädagogik analysiert die Bedeutung verbildlichter Religion für das interkulturelle und interreligiöse Lernen zwischen Menschen christlicher und islamischer Prägung. Dazu untersucht der Autor zentrale Verbildlichungen des Christentums und des Islams vor dem Hintergrund imaginationstheoretischer und bildwissenschaftlicher Erkenntnisse und im Abgleich mit religionspädagogischen und kunstpädagogischen Bildumgangskonzepten. Darauf aufbauend entwickelt er Grundlagen einer interkulturellen und interreligiösen Bilddidaktik und legt dar, welchen Beitrag Religions- und Kunstpädagogik zu einem mündigen Umgang mit kulturellen Figurationen im Allgemeinen und mit religiösen Verbildlichungen im Speziellen leisten können.
Band 4: Das 20. Jahrhundert
Ästhetische Bildung wird im 20. Jahrhundert zu einer zentralen Dimension des modernen Alltags.

Die ästhetische Erfahrung, die Gestaltung eines schönen Alltags und die imaginäre Aufladung des Lebens durch unterschiedliche künstlerische Medien als auch Design zielen in der ersten Hälfte des Jahrhunderts häufig auf eine soziale, politische oder nationale Veränderung. In der zweiten Hälfte dienen sie stärker einer kritischen Perspektive auf die Gesellschaft sowie einer experimentellen Praxis eigener Lebensentwürfe. Die Autor:innen zeichnen anhand von ästhetischen Konzeptionen (u.a. von Alfred Lichtwark, Sigmund Freud, Walter Benjamin, Siegfried Kracauer, Theodor W. Adorno, Andy Warhol und Diedrich Diedrichsen), aber auch von Konzeptionen des Bauhauses, der NS-Zeit und der Musischen Bildung, den Diskurs über die Frage nach den (Un)Möglichkeiten einer pädagogischen Rahmung des Ästhetischen nach.
In: Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Pädagogik

Abstract

COVID-19 and the Digitization of the School

It has long been discussed how schools should react to the ongoing process of digitization. While some have been enthusiastic about the opportunities provided by digital media, in education, others have remained skeptical. This essay explores how the experiences with remote teaching during the COVID-19-pandemic might impact the debate on the digitization of schools.

In: Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Pädagogik

Abstract

The Promise of Individualization: Digitized Education in Political Resolutions of the ›Kultusministerkonferenz‹

This article analyses argumentation patterns in the discourse on digitized education using the example of various publications of the ›Kultusministerkonferenz‹ from 2012-2020. In particular the promise of individualization and competence orientation are highlighted as leitmotifs of digitized education which need to be examined more closely from a pedagogical point of view.

In: Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Pädagogik
Author: Gunda Voigts

Abstract

Lockdown but not knocked down! Child and Youth Community Work during the Shutdown Period

The COVID-19 pandemic and related lockdown measures have an adverse impact on young people’s lives. We should state clearly that the younger generation experiences substantial effects on their healthy development related to reduced access to open spaces. One must not forget the widespread need among adolescents to socialize with peers and to use open spaces for leisure and recreation pursuits which play an important role during the adolescent phase of life. Currently, various professionals from the child and youth (community) work sector emphasize the problem of leaving young people behind in terms of taking measures to reduce social risks due to the pandemic crisis.

In: Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Pädagogik
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In: Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Pädagogik