Vorwort

In: Kultur im Widerstreit
Author:
Roxanne Narz
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Als ich im März 2019 den Heimweg antrat, schwirrten mir die Worte Eduard Beaucamps noch durch den Kopf. Der ehemalige Kunstredakteur hatte mich höflich und zuvorkommend empfangen, um mir seine Geschichte der Zeitung zu erzählen. Wir sprachen an diesem Abend aber nicht nur über die Vergangenheit. Sollte die gedruckte Zeitung aussterben, so Beaucamp, werde eine ganze Kultur verschwinden. Literaturkritik könne man nicht twittern. Wer das Glück hat, sich über viele Jahre hinweg mit einer großen deutschen Tageszeitung beschäftigen zu dürfen, wird ihm recht geben. Auch die historische Analyse zeigt, wie wichtig sachlich fundierte und gut recherchierte Kritik für Prozesse der gesellschaftlichen Selbstverständigung ist. Das weiterzugeben, ist ein Anliegen dieses Buches, bei dem es sich um die leicht überarbeitete Fassung meiner im Wintersemester 2021/22 von der Philosophischen Fakultät der Julius-Maximilians-Universität Würzburg angenommenen Dissertation handelt.

Dass es zustande gekommen ist, verdanke ich vielen Menschen. Großer Dank gebührt meinem Doktorvater Peter Hoeres, der seit unserer ersten Begegnung mehr Vertrauen in mich und meine Fähigkeiten setzte, als ich es oft tat. Sein konstruktiver Pragmatismus, seine klaren Fragen und sein vorbehaltloses Wohlwollen haben meine Arbeit bereichert und mich immer wieder bestärkt. Auch meinem Zweitgutachter Matthias Stickler und meinen Mentoren Guido Fackler und Rainer Schmidt möchte ich für ihre Hilfestellungen herzlich danken. Wertvolle Ratschläge und Kritik äußerten darüber hinaus Patrick Bahners, Frank Bösch, Ute Daniel, Daniel Deckers, Rainer Hank, Thomas Maissen und Axel Schildt (†) als Gäste der vom Lehrstuhl für Neueste Geschichte veranstalteten Workshops zur Geschichte der FAZ.

Mein aufrichtiger Dank gilt Eduard Beaucamp, Maria Frisé, Dieter Hildebrandt, Dietrich Ratzke und Günther Rühle (†), die mich auf eine wunderbar persönliche Weise in die Welt des Feuilletonjournalismus einführten. Erst der Austausch mit ihnen gab mir ein Gefühl dafür, was es in der alten Bundesrepublik bedeutete, zur schreibenden Zunft zu gehören. Für die Einsichts- und Zitationsgenehmigungen danke ich vor allem der Familie Korn, die mein Projekt von Anfang an sehr unterstützte, Lambert Alff, Susanne Alff-Petersen, Thomas Anz, Céline Bernadet, Angela Bohrer, Rolf Klaus Bongs, Ralf Breslau, David Dambitsch, Marcel Erné, Gabriele Ewenz, Jürgen Habermas, der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur, Andrea Hipfinger, Esther-Julia Howell, Friederike Kasack, Jürgen Kaube, Sabine Frenzel und der FAZ, Joachim Kersten, Oliver Kleppel, Christoph König, Peter Konopatsch, Michael Krüger, Timea M. Kürti, Rainer Marten, Anna Mendelssohn, Wolfgang Mettmann, Stella Michaelis, Corinne und Laurence Minder, Helga Neumann, Dörthe Perlenfein und Nikola Herweg, Andreas Platthaus, Katharina Razumovsky, Renate Reifenberg, Annette Reschke und dem Verlag der Autoren, Andreas Rühle, Oliver Schwab-Felisch, Christiane Sturm, dem Suhrkamp Verlag, Martin Willems und Heinrich Thomas Wrede. In den wenigen Fällen, in denen es mir leider nicht gelungen ist, die Urheberrechtsinhaberinnen und -inhaber ausfindig zu machen, sollen etwaige Ansprüche selbstverständlich auch noch nachträglich abgegolten werden. Bei Barbara Klemm möchte ich mich aufrichtig dafür bedanken, dass ich eine ihrer ausdrucksstarken Fotografien als Titelbild verwenden durfte.

Die Finanzierung meiner Arbeit verdanke ich der Deutschen Forschungsgemeinschaft, die das von Peter Hoeres initiierte Projekt „Ein Leitmedium für Politik und Kultur. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung von ihrer Gründung 1949 bis heute“ förderte, und der FAZIT-Stiftung, die mir für den Abschluss der Dissertation ein großzügiges Stipendium bewilligte. Auch Dominik Geppert möchte ich für die Aufnahme der Arbeit in die schöne Reihe „Medienakteure der Moderne“ meinen Dank aussprechen.

Meine Familie, meine Freundinnen und Freunde haben die Genese dieses Buches in allen Phasen aufmerksam begleitet und nie an seiner Fertigstellung gezweifelt. Meine Eltern, die auf manches verzichteten, um mir den langen Weg des Hochschulstudiums zu eröffnen, unterstützten mich in allen Lebenslagen und Entscheidungen bedingungslos. Für ihre Liebe und ihr Vertrauen kann ich ihnen und meinen Geschwistern nicht genug danken. Das gilt auch für meine Weggefährten Maximilian Kutzner und Frederic Schulz. Ich hätte auf diesem Weg keine bessere Begleitung haben können. Durch sie habe ich wahnsinnig viel gelernt; auch, dass ein Glas FaKo den Arbeitsalltag ungemein bereichern kann. Darüber hinaus möchte ich mich bei meinen liebevollen Freundinnen und unermüdlichen Korrekturleserinnen Rebecca Narz, Jasmin Schmitt, Vivien Vuzic, Melanie Wink und Christiane Zöckler für ihr beharrliches Interesse und die treue Freundschaft bedanken. Nichts davon ist selbstverständlich. Zuletzt gilt mein Dank Felix. Deine Leichtigkeit ist meine Basis.

Nürnberg, im Sommer 2022

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