Auf eine gewisse Weise ist das Reden über pädagogische Sachverhalte befremdlich. Einerseits scheint jeder zu wissen, worauf es ankommt: Selbstbestimmte und verantwortliche Erwachsene helfen Heranwachsenden dabei, ebenfalls selbstbestimmte und verantwortliche Erwachsene zu werden. Andererseits aber ist das Reden über Erziehung auch durch eine Rhetorik des Scheiterns, vergeblicher Bemühungen und unerschütterlicher Hoffnungen gekennzeichnet. Wenn aber das pädagogische Geschäft doch nicht so einfach zu sein scheint, dann müsste sich dies doch auch in zentralen Konzepten und Begriffen zeigen, mit denen man sich der Sinnhaftigkeit des eigenen Tuns vergewissern möchte. Wenn etwa »Autorität«, »Anerkennung«, »Werte«, »Scham« oder »Gewalt« Bezugspunkte darstellen, mit deren Hilfe man sich das erzieherische Feld zu erschließen versucht, dann stellt sich die Frage, wie man sich solchen und ähnlichen Begriffen so nähert, dass die Schwierigkeiten und Unsicherheiten pädagogischer Perspektiven gewahrt werden können. Die Bände dieser Reihe versuchen, sich einer Antwort auf diese Frage zu nähern.

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