Adolf Kardinal Bertram

Kirchenpolitik im Kaiserreich und in der Weimarer Republik
1. Aufl. 2010, 344 Seiten, Leinen mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-506-76871-1
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Informationen zum Buch

Adolf Kardinal Bertram (1859–1945) zählt zu den umstrittensten deutschen Bischöfen des 20. Jahrhunderts. Er erhielt seine wesentliche kirchenpolitische Prägung während des Kulturkampfes und in seiner Zeit als Bischof (1906–1914) in der Hildesheimer Diaspora. Bertram nahm den Kampf gegen Vertreter glaubensfeindlicher Lehren konsequent auf, die Auseinandersetzung mit denselben Personen in ihrer Funktion als Träger der Obrigkeit war für ihn jedoch unvorstellbar. Er stand unbeirrt auf dem Standpunkt, die Kirche solle einvernehmlich mit der gottgewollten staatlichen Ordnungsmacht existieren. Diese schon in der Monarchie verfolgte Linie setzte er als »Vernunftrepublikaner« auch in der Weimarer Republik fort. Mit seinem Namen wird der Vorwurf verbunden, die katholische Kirche habe im Dritten Reich zunächst an ihr eigenes Überleben gedacht und deshalb politisch zu vorsichtig agiert. Statt öffentlich Position zu beziehen und Widerstand zu leisten, habe sie sich darauf beschränkt, durch eine traditionelle »Eingabenpolitik« auf diplomatischen Kanälen gegen nationalsozialistische Rechtsverstöße zu protestieren.

 

Die vorliegende Untersuchung ergänzt das historische Bild des langjährigen Vorsitzenden der Fuldaer Bischofskonferenzen (1919–1945) in wesentlichen Punkten. Die Studie weitet die lange verengte zeitliche Perspektive und untersucht, gestützt auf neue Quellen, erstmals systematisch das kirchenpolitische Wirken des Breslauer Erzbischofs vor 1933.

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