Irritierende Kräfte

Eros & Paideia
1. Aufl. 2012, 106 Seiten, Franz. Broschur
ISBN: 978-3-506-77545-0
EUR 13.90 / CHF 17.90
Subskription: EUR 10.90 / CHF 14.40
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erschienen in der Reihe:
Band: 10

Informationen zum Buch

Die hohe Wertschätzung, ja der Glaube an Institutionen gehört zu den unverkennbaren Merkmalen der Moderne. Die Vorteile liegen auf der Hand. Wo Institutionen mit festgeschriebenen Regeln die Beziehungen der Menschen untereinander regeln, entstehen Räume, in denen das unkontrollierbare Herrschaftsgebaren Einzelner keinen großen Schaden anrichten kann. 
Niemand möchte heute noch von der Gunst eines Bibliothekars abhängen, wenn er seine ausgeliehenen Bücher zu spät in die Bibliothek zurückbringt. Man ist froh, dass es eine »Benutzerordnung« gibt, zahlt seine Säumnisgebühren und will von den Neigungen und Abneigungen seines Gegenübers ansonsten nicht weiter behelligt werden. Zugleich aber wissen offenherzig Suchende die ausrichtende Empfehlung von Berufenen, die über die sachdienliche Nutzung von Datenbanken hinausreicht, zu schätzen. Wenn sich Bewunderung, Begeisterung, Entzündung an einem Gegenstand der Wissenschaft oder Kunst ereignen, leuchtet ein Versprechen auf und Eros betritt die Bühne. Wo immer er uns begegnet, herrscht Ausnahmezustand: Schönste Erfahrungen des Ergriffenseins und der lebendigen Weitergabe von Gütern des Geistes gehen auf sein Konto. Doch ist ihm deshalb schon zu trauen? Dürfen wir ihm freies Geleit geben? Immer-hin steht er nicht ganz zu Unrecht in dem Ruch, sexuelle Versuchungen zu befördern.

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