Die große Angst

Polen 1944–1947: Leben im Ausnahmezustand
1. Aufl. 2016, 629 Seiten, 35 s/w Abb., 2 s/w Tab., Festeinband
ISBN: 978-3-506-78093-5
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Informationen zum Buch

Rotarmisten, bestechliche Milizionäre, Deserteure, Banditen, Hunderttausende Kriegsversehrte, Waisen und Bettler. Sie prägten das Bild Nachkriegspolens. Marcin Zaremba nimmt den Leser mit auf die schockierende Reise in eine Zeit, die aus der Erinnerung nicht nur der Polen verschwunden ist – in ein durch den Krieg entvölkertes Land der Angst, Armut und Unsicherheit. Die Große Angst ist die Geschichte der ersten Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg, bar aller Mythen und Legenden.

Der Autor zeigt eine zerstörte Gesellschaft, in der Überfälle, Vergewaltigungen und Plünderungen an der Tagesordnung waren und in der es wieder zu Pogromen gegen Juden kam. Eine unsichere Zukunft brachte die von fünf Jahren Besatzung geplagten Menschen um den Schlaf. Gibt es einen neuen Krieg? Schaffe ich es, Hunger und Epidemien zu überstehen? Finde ich ein Heim und Arbeit in diesem Land, das nicht einmal feste Grenzen besitzt? Fragen wie diese stellten sich Millionen.

Die Große Angst ist nicht nur ein bahnbrechendes wissenschaftliches Werk über Gewaltgeschichte und Besatzungserfahrung, sondern auch die faszinierende Erzählung eines Historikers und Publizisten, dessen Beiträge in Zeitschriften und Zeitungen wie Polityka, Gazeta Wyborcza und Rzeczpospolita zu lesen sind.

Pressestimmen

Der Tagesspiegel, 08.06.2016

Hier geht es zur Besprechung von Wolfgang Templin.

Deutschlandfunk, 04.04.2016

In der Sendung "Andruck - Das Magazin für politische Literatur" bezeichnet Johann Herzing den Titel als "ein detailreiches Psychogramm der polnischen Nachkriegsgesellschaft".

Die Sendung kann hier nachgehört werden.

Die Presse, 01.03.2016

"In der Frage, was die „große Angst“ politisch anrichten kann, ist sein Buch für die aktuelle Gegenwart in Europa hochinteressant – und sein Versuch zu verstehen, was den moralischen Zusammenbruch herbeigeführt hat, vermutlich hilfreicher als jede Moralpredigt."

Die komplette Besprechung von Anne-Catherine Simon kann hier nachgelesen werden.

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