Christologie in messianischer Perspektive

Zur Bedeutung Jesu im Diskurs mit Emmanuel Levinas und Giorgio Agamben
1. Aufl. 2016, 412 Seiten, 1 s/w Grafik, 2 s/w Tab., Festeinband
ISBN: 978-3-506-78423-0
EUR 49.90 / CHF 60.90 Portofreie Lieferung innerhalb Deutschlands
erschienen in der Reihe:
Band: 31

Informationen zum Buch

Wer ist Jesus von Nazareth? Eine Bearbeitung dieser Frage, die den neuralgischen Punkt jeder Christologie darstellt, bildet den Denkhorizont der vorliegenden fundamentaltheologischen und dogmatischen Grundlagenstudie. Ausgehend von dem aktuellen Befund biblischer Exegese und historischer Forschung entfaltet die Studie eine Christologie in konsequenter Rückführung auf messianisches Denken.
Im ersten Teil findet eine kritische Auseinandersetzung mit dem Philosophen Emmanuel Levinas statt. Inkarnation, Stellvertretung und Leiblichkeit erweisen sich als grundlegende Koordinaten seines Denkens, das sich für ein messianisches Verständnis Jesu als aufschlussreich erweist. Messianismus wird dabei verstanden als Umkehrung des Seins, insofern auf unableitbare Weise das messianische Subjekt durch eine Verantwortung gekennzeichnet ist, die bis zum Sterben-für-den-anderen reicht.
Der zweite Teil bietet eine zweite kritische Auseinandersetzung mit dem politischen Philosophen Giorgio Agamben. Im Zentrum steht seine philosophische Relecture der Paulinischen Christologie, die im Fokus der messianischen Struktur der Zeit gelesen wird. Messianismus wird dabei verstanden als Umkehrung der Zeit. Das Einbrechen der Transzendenz in die Zeit, das mit dem Christusereignis denkerisch beansprucht wird, gewinnt durch dieses Konzept neue Plausibilität.
Im dritten Teil werden die Konsequenzen messianischen Denkens für die Christologie erörtert. Deutlich wird erstens, dass Christologie im Diskurs mit zeitgenössischer Philosophie ihre wissenschaftliche Anschlussfähigkeit unter Beweis stellen kann. Messianisches Denken erlaubt eine Annäherung an Jesus als Gott- Mensch und Messias in säkularer Sprache. Zweitens wird entfaltet, inwiefern das Gespräch mit dem gegenwärtigen Judentum zentral ist für das Selbstverständnis des christlichen Glaubens.

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