‚Bewegte Dörfer‘

Neue soziale Bewegungen in der Provinz 1970–1990
1. Aufl. 2018, ca. 242 Seiten, 49 s/w Abb., Festeinband
ISBN: 978-3-506-78804-7
ca. EUR 49.90 / CHF 60.90 (Titel noch nicht erschienen!) Portofreie Lieferung innerhalb Deutschlands
erschienen in der Reihe:
LWL-Institut westfälische Regionalgeschichte Landschaftsverband Westfalen-Lippe Münster
Band: 83

Informationen zum Buch

‚Verschnarchte Provinz‘ versus ‚revolutionäre Großstadt‘? Gab es die ‚68er‘, die Friedens-, Umwelt-, Frauen- oder Jugendbewegung auch außerhalb der Metropolen? Ausgehend von der Beobachtung, dass historische Studien zur Durchsetzung demokratischer Teilhabestrukturen in der Bundesrepublik der kleinstädtischen oder ländlichen Gesellschaft, oft despektierlich als ‚Provinz‘ charakterisiert, kaum oder kein emanzipatorisches Potential unterstellen und auch Forschungen zu den Neuen sozialen Bewegungen der 1960er bis 1990er Jahre nur selten über die großen Zentren Frankfurt, Berlin oder München hinausgekommen sind, fragt dieser Sammelband bewusst nach der Entstehung, den Einflüssen, den Verhinderungen sowie den Erfolgen dieser Bewegungen in ländlichen Räumen.

Dementsprechend richtet sich der Fokus der Beiträge in diesem Sammelband zum einen auf die Frage, welche Bedeutung der Zuschreibung ‚Provinz‘ bzw. ‚Provinzialität‘ im Kontext der Erforschung von Bewegungskulturen in außer-metropolen, kleinstädtischen und ländlichen Gesellschaften zeitgenössisch zukam. Zum anderen wird danach gefragt, inwiefern hierbei von einer spezifischen Eigenlogik der jeweiligen Handlungs- und Diskursräume gesprochen werden kann bzw. welche Angleichungsprozesse und/oder wechselseitigen Einflussnahmen auf die Entwicklung sozialer Bewegungen festzustellen ist.

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