Programmprofil

 

Der Verlag Ferdinand Schöningh gehört zu den führenden Wissenschaftsverlagen im deutschsprachigen Raum. Zu den Programmschwerpunkten zählen heute vor allem die Bereiche Geschichte und Theologie, daneben die Sprach- und Literaturwissenschaften sowie Pädagogik.

Die Lehr- und Studienbücher des Verlags erscheinen in der Reihe der Uni-Taschenbücher (utb), die von der gleichnamigen Verlagskooperation aus Stuttgart vertrieben werden. 

Geschichte 

Bekannt geworden ist der Verlag Ferdinand Schöningh besonders im Bereich der Zeitgeschichte: Bei Publikationen zum Nationalsozialismus, zur Gewaltgeschichte und Täterforschung sowie zur Militär- und Kriegsgeschichte ist der Verlag seit langem führend.
Weiterer Schwerpunkt des Verlagsprogramms ist das Feld der osteuropäischen Geschichte, wobei besonders die Beziehungsgeschichte Deutschlands zu den Staaten des östlichen Mitteleuropas im Zentrum steht.
Zunehmend bedeutend ist der Bereich der Alten Geschichte. Hier tragen neben einschlägigen Monographien besonders Quelleneditionen zur Profilierung des Programms bei.
Im Rahmen der inhaltlichen Schwerpunkte des Programms – etwa der Geschichte Osteuropas oder der Kriegs- und Konfliktgeschichte – findet neben der Alten Geschichte und der Zeitgeschichte die Epoche der Frühen Neuzeit zunehmende Beachtung.
Das wissenschaftliche Fundament des Geschichtsprogramms tragen maßgeblich zahlreiche renommierte Reihen, wobei das Portfolio ständig erweitert wird. Neben Titeln, die sich überwiegend an ein wissenschaftliches Fachpublikum richten, gehören auch Bücher zum Verlagsprofil, die sich an eine breitere Leserschaft richten und von den Medien sowie der interessierten Öffentlichkeit im Rahmen aktueller Debatten regelmäßig breit rezipiert werden.

Theologie

In der wissenschaftlichen katholischen Theologie ist Ferdinand Schöningh der führende deutschsprachige Verlag. In jüngster Zeit steht zudem besonders die ökumenische Erweiterung im Fokus der Programmentwicklung. So widmet sich Ferdinand Schöningh neben der katholischen Theologie, die weiterhin wichtiger Programmschwerpunkt bleibt, nun besonders auch der evangelischen Theologie und der orthodoxen Kirchen.
Schwerpunkt des theologischen Programms ist traditionell vor allem die Kirchen- und Religionsgeschichte, wobei besonders der deutschsprachige Raum im Fokus steht.
Weitere zentrale Gebiete sind die Dogmatik, die Bildtheologie sowie die Christliche Sozialethik. Die Offenheit des Programms für übergreifende religionswissenschaftliche und religionsgeschichtliche Fragen wie auch für den Dialog zwischen Judentum, Christentum und Islam wird durch die Beiträge zur komparativen Theologie vertreten.
Erwähnenswert ist zudem der Bereich des Kirchen- und Religionsrechts, vertreten etwa durch das Archiv für katholisches Kirchenrecht oder das Lexikon für Kirchen- und Staatskirchenrecht, deren Renommee und Bedeutung als kanonistische Referenzwerke weit über die Landesgrenzen hinausreicht. Letzteres steht, neben der Fokussierung auf christliche Kirchen, Judentum und Islam, auch für die Entwicklung hin zu neuen Formen des Publizierens, die unter dem Stichwort digitale Verfügbarkeit den aktuellen Veränderungen des wissenschaftlichen Arbeitens Rechnung tragen: Alle Bände sind sowohl als Printausgabe wie auch als XML-basierte Datenbank verfügbar.

Pädagogik 

Marksteine im Programmbereich der allgemeinen wissenschaftlichen Pädagogik sind das Handbuch der Erziehungswissenschaft, Hauptwerke der Pädagogik und die Reihe Kultur und Bildung. Für eine innovative Orientierung der Pädagogik stehen die Reihe Theorieforum der Pädagogik und Pädagogik – Perspektiven

Sprach- und Literaturwissenschaft 

In der Sprach- und Literaturwissenschaft hat sich der Verlag Ferdinand Schöningh vor allem im Zusammenhang mit der Romantikforschung einen Namen gemacht. Hier sind die historisch-kritischen Ausgaben der Werke Friedrich Schlegels und August Wilhelm Schlegels sowie die Sprachwissenschaftlichen Schriften Wilhelm von Humboldts und nicht zuletzt das Athenäum. Jahrbuch der Friedrich Schlegel-Gesellschaft seit langem mit dem Namen Ferdinand Schöningh verbunden.