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Zweisprachige Ausgabe
Erstmals ins Deutsche übersetzt und mit einem Kommentar versehen: Augustins Schrift De baptismo – eine der zentralen Schriften gegen die Sakramentenlehre der Donatisten. Nur persönlich integre Amtsträger können nach donatistischer Lehre Sakramente spenden. Damit wird der einzelne Christ abhängig von der nicht überprüfbaren Reinheit des Amtsträgers. Um dem einzelnen Christen ein hohes Maß an Sicherheit im Sakramentenempfang zu geben, unterscheidet Augustin zwischen Gültigkeit und Wirksamkeit der Sakramente. Sakramente wirken auch bei einem unwürdigen Amtsträger, da der eigentliche Spender des Sakramentes nicht der Bischof oder Priester ist, sondern Christus selbst. Deshalb wirken Sakramente auch aus sich selbst, weil er in ihnen anwesend ist. Diese 400/401 entstandene Schrift beendet die Diskussion mit dem Donatismus hinsichtlich der Sakramentenlehre und führt so zum grundlegenden Abschluss der katholischen Sakramentenlehre zur Zeit Augustins. Sie korrigiert taktvoll aber deutlich den anders denkenden großen Nordafrikaner Cyprian, auf den sich der Donatismus immer wieder berief. Durch diese Korrektur wird der Donatismus zurückgewiesen und die neue, eigenständige Position Augustins zur Sakramentenlehre etabliert.
Dieser Band aus der Feder eines der international bedeutendsten Konzilsforscher der Gegenwart beleuchtet bisher weithin unbekannte Aspekte dieses eminent wichtigen theologie-historischen Feldes. Zur Frage der Gestalt gehört u.a. die nach den kulturell bedingten Verschiedenheiten, ihrem Autoritätsanspruch (Unfehlbarkeit), ihrem Verhältnis zum Papst (Primatfrage), den jeweils geltenden Geschäftsordnungen. Die Frage der Überlieferung stellt sich für die Westkirche mit ihren Konzilssammlungen (z. B. Binius und Harzhein im 17. und 18. Jh.) anders als für die Ostkirche, für die etwa die sog. Konzilssynopsen, Resümees mit breitester historischer Nachwirkung, charakteristisch sind. Zur Überlieferung der Konzilien gehört auch deren Fälschung, deren Mißbrauch und die Auseinandersetzung um ihre Auslegung – Aspekten, denen jeweils ein eigenes Kapitel gewidmet ist.
Definitionen und Begriffe, Tagebücher und Augustinus-Rezeption
Im Dialog zwischen der römisch-katholischen Kirche und den orthodoxen Kirchen geht es u.a. auch um die Frage, was ein Ökumenisches Konzil ist.

Elemente einer Antwort liefern die historischen Quellen. Sie zeigen, wie man vor der abendländischen Kirchenspaltung das Ökumenische Konzil »definierte«, d.h. welche Eigenschaften eine Kirchenversammlung notwendig haben musste, um als Ökumenisches Konzil gelten zu können. Was verstand man unter einem Ökumenischen Konzil? Weiter: Welche Konzilien galten im Westen als ökumenisch und aufgrund welcher Kriterien? Um diese Fragen ordnet der Band noch einige weitere den Hauptgegenstand abrundende Themen an: War Gregor von Nazianz ein Gegner der Konzilsinstitution? Wie präsent ist Augustinus nicht nur auf den ökumenischen, sondern überhaupt auf den kirchlichen Konzilien?
Sermo Arrianorum - Contra Sermonem Arrianorum - Collatio Cum Maximino Arrianorum Episcopo - Contra Maximinum Arrianum
Augustinus kannte den Arianismus lange Zeit nur als theologische Position, die längst verurteilt und überwunden war. Zu einer direkten Konfrontation mit einer Theologie, die die volle Gottheit Jesu Christi zu leugnen schien, kommt es im Jahre 419, als auch Anhänger einer theologischen Richtung nach Afrika kamen, die sich selbst von Arius abgrenzten, von ihren Gegnern aber als 'Arianer' beschimpft und bekämpft wurden, die sog. Homöer. Als ihn verunsicherte Gläubige darum bitten, deren Flugschrift, den Sermo Arrianorum zu widerlegen, fügt Augustinus seinem Contra sermonem Arrianorum den genannten Text zur Gänze bei und überliefert damit der Nachwelt ein wichtiges Dokument dieses sog. lateinischen 'Arianismus'. Etwa zehn Jahre später kommt es zu einer erneuten direkten Konfrontation. Von der Diskussion zwischen Augustinus und dem 'arianischen' Bischof Maximinus ist eine wörtliche Mitschrift erhalten, die Collatio cum Maximino, ein Text, der uns diese Variante des Christentums hautnah erleben läßt. Das Ergebnis des Rededuells mit dem bibelfesten Maximinus fiel so aus, daß Augustinus sich genötigt fühlte, der Debatte noch zwei Bücher, sein Werk Contra Maximinum, hinterherzuschicken. Hier, in der direkten Konfrontation, kommt die Christologie des Augustinus zu ihrer höchsten Reife. Alle vier Texte werden in dieser Veröffentlichung zum ersten Mal ins Deutsche übertragen.
Wider einen Gegner des Gesetzes und der Propheten. Zweisprachige Ausgabe. Eingeleitet, übersetzt und herausgegeben von Hermann-Josef Sieben
Editor / Translator: Hermann Josef Sieben
Dieses Werk Augustins erscheint hier erstmals in deutscher Übersetzung. Sein Hauptziel ist der Nachweis, dass der Gott des Alten Testamentes derselbe ist wie der Gott des Neuen Testamentes.
Diese kleinere Arbeit Augustins ist in letzter Zeit zu Unrecht in den Hintergrund getreten. Sie wird hier neu präsentiert und erschlossen. Auf klare und prägnante Weise behandelt sie zentrale Themen christlicher Theologie: die Erschaffung der Welt und des Menschen, den Sündenfall und die Frage nach dem Ursprung des Bösen (Theodizee). Neben diesen klassischen Themen bietet sie aber auch Erörterungen etwa über den Zusammenhang zwischen dem jüdischen und dem christlichen Opferkult. Insgesamt eröffnet dieses Werk einen Einblick in die ausgereifte Theologie des späteren Augustinus.
Unter den zahlreichen Werken Augustins zur Überwindung des donatistischen Schismas ist sein »Contra Cresconium« das vollendetste. Nach Paul Monceaux bietet es »gleichzeitig die Substanz, die Synthese und die Blüte der ganzen antidonatistischen Kontroverse«.
Augustinus behandelt in »Contra Cresconium« zwar auch die üblichen Themen der donatistischen Kontroverse wie Tauf- und Kirchenlehre, historische Fragen über Beginn und Ursache des Schismas, die Autorität Cyprians usw. Seiner Auseinandersetzung mit dem Grammaticus aber gibt er eine besondere Note, die den Reiz des Werkes ausmacht. Weil zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen auch der gehört, er sei ein Rhetor und Dialektiker und deswegen absolut nicht vertrauenswürdig, nimmt der Bischof von Hippo einerseits diese Kritik zum Anlass einer ausführlichen Rechtfertigung beider Künste, der Rhetorik und der Dialektik, wie sie in dieser Form sonst kaum in patristischer Literatur zu finden ist. Andererseits gestaltet er seine Replik ganz offensichtlich als eine rhetorische und dialektische Lektion an die Adresse seines Kritikers.
Untersuchungen zu ihrer Geschichte
Der Band thematisiert die autonome Entwicklung des Papsttums und der Konzilien, die Durchsetzung der vier ersten ökumenischen Synoden durch die Päpste, die Bedeutung der Überlieferung für das frühe Papsttum und die Konzilsidee des Erasmus von Rotterdam.
Der Band enthält fünf Studien zur Geschichte der Konzils- und Papstidee. Die erste Untersuchung hat die eigenständige Entwicklung und Autonomie beider zentraler Institutionen der Kirche, des Papsttums und der Konzilien im ersten Jahrtausend zum Gegenstand, die zweite zeigt, welchen Anteil die frühen Päpste an der Durchsetzung der vier ersten ökumenischen Synoden und damit an der Entstehung des Begriffs eines ökumenischen Konzils hatten. Die dritte arbeitet die zentrale Bedeutung des Begriffs der Überlieferung für das frühe Papsttum heraus. Die vierte ergänzt frühere Studien durch einen wichtigen Aspekt der griechischen Konzilsidee, den sog. Synopsen der ökumenischen Konzilien. Die fünfte widmet sich der Konzilsidee eines Kirchen- und Institutionskritikers, nämlich des Humanistenpapstes Erasmus von Rotterdam, für den die Konzilien so etwas wie himmlische Orakel darstellen.