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Kanada und die Politik des Peacekeepings im 20. Jahrhundert
AutorIn: Jan Erik Schulte
Die UN-Blauhelme gehören bis heute zu den wichtigsten Organen der Vereinten Nationen. Kanada galt im 20. Jahrhundert als der Staat, der sich am stärksten mit dem UN-Peacekeeping identifizierte.
Seit den 1950er Jahren entwickelte sich Kanada zu einem herausragenden Truppensteller. Die UN-Blauhelme waren Kernstück einer multilateralen Tradition kanadischer Außenpolitik und wurden innenpolitisch als Ausdruck kanadischer Identität wahrgenommen. Vor dem Hintergrund der Entwicklung des UN-Peacekeepings untersucht die Studie die Wechselwirkung zwischen postkolonialer nationaler Identitätsbildung und der exponierten weltpolitischen Rolle Kanadas seit Ende des Zweiten Weltkrieges.

HerausgeberInnen: Jan Erik Schulte und Jan Erik Schulte
Wie keine zweite Organisation repräsentierte die SS die Struktur und den verbrecherischen Charakter des Nationalsozialismus. Das vorliegende Buch führt auf der Basis des aktuellen Forschungsstandes erstmals zahlreiche neue Facetten der Geschichte der SS zusammen. Wie in einem Brennglas gebündelt, schlugen sich seit 1933 wesentliche Entwicklungen der SS im ostwestfälischen Wewelsburg in der Nähe Paderborns nieder. Heinrich Himmler, der Reichsführer-SS, ließ das dortige Renaissanceschloss zu einem Zentrum seiner Organisation ausbauen. Hier, in der Mitte des Deutschen Reiches, sollten ein Versammlungsort und eine Stätte der Selbstvergewisserung für die Führungsspitze der SS, die SS-Gruppenführer, entstehen. Himmler entwickelte dafür gigantische Pläne. 1934 begann ihre Umsetzung in die Tat. Eigens für diesen Zweck ließ er in Wewelsburg das Konzentrationslager Niederhagen errichten. Namhafte Autorinnen und Autoren wie Michael Wildt, Armin Nolzen, Ruth Bettina Birn, Christian Jansen, Jens-Christian Wagner oder Karola Fings bieten Überblicksdarstellungen zu ausgewählten Aspekten der Entwicklung der SS. Die Beiträge des Buches verschränken die Geschichte der Wewelsburg und des Konzentrationslagers Niederhagen mit der Gesamtgeschichte der SS. So entsteht ein Panorama, das Struktur und Radikalisierung der SS, Ideologie und Terror, Hybris und Realität ebenso umfasst wie Kontinuitäten, die seit 1945 bis in die Gegenwart fortwirken.
Die Edition des persönlichen Taschenkalenders Heinrich Himmlers aus dem Jahr 1940 beleuchtet Politik, Persönlichkeit und Ziele dieses nationalsozialistischen Multifunktionärs in der Frühphase des Zweiten Weltkriegs. Für Heinrich Himmler, den Reichsführer-SS, Chef der Deutschen Polizei, Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums und Mentor der Waffen-SS, fing mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs eine neue Zeitrechnung an: Der Krieg war für ihn das geeignete und legitime Mittel, um die rassistisch begründeten machtpolitischen Ziele und Visionen der SS zu verwirklichen. Die Edition seines persönlichen Taschenkalenders aus dem Jahr 1940 liefert wichtige Einblicke in das politische und private Jahresprogramm Himmlers in der von deutschen »Blitzsiegen« und ersten Verbrechen geprägten Frühphase des nationalsozialistischen Eroberungskriegs. Einleitende Beiträge der Herausgeber und weiterer Experten wie Michael Wildt, Jan Erik Schulte, Jean-Luc Leleu, Bastian Hein und Katrin Himmler erörtern die wichtigsten Themenfelder, mit denen Himmler im Jahr 1940 beschäftigt war, und erschließen das Dokument für die Leser.
Neue Forschungen
Aktuelle Forschungsergebnisse, um die Waffen-SS besser zu verstehen.
Die in diesem Band versammelten Texte einschlägig ausgewiesener Experten erkunden bislang vernachlässigte Themenbereiche und entwickeln neue Fragestellungen zur Geschichte der bewaffneten SS. Zu ihnen gehören biographie-, struktur-, sozial- und operationsgeschichtliche Ansätze. Es wird nach der Rolle des weiblichen Personals in der Waffen-SS, nach Netzwerken innerhalb des Führerkorps sowie nach der Motivation von ausländischen Freiwilligen und Zwangsrekrutierten gefragt. Das Buch bietet auch Studien zu Soldaten, die aus Jugoslawien, Rumänien, Estland, Dänemark und Norwegen stammten. Sowohl Kriegsverbrechen als auch die Beteiligung von Waffen-SS-Einheiten am Holocaust werden beispielhaft erläutert. Die militärischen Leistungen der Waffen-SS auf dem Schlachtfeld sind Gegenstand exemplarischer Analysen. So entsteht ein differenziertes Bild der Waf-fen-SS, ihrer Organisationsstruktur, ihres Personals und ihrer Verbände, das in seiner Gesamtheit über die bislang vorliegenden monographischen Darstellungen hinausgeht.