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  • Author or Editor: Eckart Reinmuth x
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Ist alles erlaubt, was Spaß macht? Oder nur das, was innerhalb einer gültig geschlossenen Ehe geschieht? Sollte Moral möglichst aus dem sexuellen Leben ferngehalten werden? Oder ist Moral dessen Zentrum?

Zwischen solch unterschiedlichen Positionen gibt es seit einiger Zeit kaum mehr eine Verständigung, geschweige denn ein gemeinsames Denken. Die Diskurse über Sexualität changieren zwischen einer breiten Pornografisierung, Medikalisierung und Funktionalisierung von Sexualität und einer ebenso breiten Re-Romantisierung. Erschwerend kommt dazu eine strikte (kirchliche) Reglementierung.

Viele Menschen, vor allem in der katholischen Kirche, vermissen die nötige Offenheit, in der diese Fragen in all ihren Brüchen diskutiert werden können. Wir möchten mit dem vorliegenden Band, hervorgegangen aus der Tagung »Let's Think About Sex«, für den kirchlichen Kontext geplant, aber von dem zuständigen Bischof verboten, unterschiedliche Perspektive aufzeigen, Diskussionen eröffnen und zum Mit-Denken und Mit-Sprechen einladen.
In den gesellschaftlichen und politischen Diskussionen wird oft eine direkte Beziehung zwischen Religion und Gewalt erörtert, die darauf zielt, die Religion schlechthin als Ursache der Gewaltbereitschaft anzuprangern.
Die Quellen der monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam beinhalten ein Gewaltpotenzial, das im Laufe der Geschichte immer wieder von ihren Anhängern instrumentalisiert wurde. Diese Quellen können wir verstehen, wenn wir an ihre Aussagen nicht mit unserer heutigen Denkweise herangehen, sondern versuchen, sie aus der Perspektive ihrer Entstehungszeit zu erfassen. In diesem Buch haben sich christliche und muslimische Theologinnen und Theologen dem Thema Gewalt in der Bibel und im Koran gestellt. Anhand von Textbeispielen und hermeneutischen Zugangsweisen werden die Probleme angesprochen und Möglichkeiten zum Verständnis und zur Auslegung erörtert.