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  • Author or Editor: Hermann-Josef Große Kracht x
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Studien zur Konfliktgeschichte von katholischer Kirche und demokratischer Öffentlichkeit
"Beginnen wir einmal praktisch..."
Franz Hitze ist aus der Geschichte der katholischen Arbeiterbewegung und der deutschen Sozialpolitik nicht wegzudenken. Dieser Band erinnert nicht nur an Leben, Werk und Wirkung dieses aus dem Sauerland stammenden Paderborner Priesters; er präsentiert auch zentrale Originaltexte des großen katholischen Sozialpolitikers, die sich vor dem Hintergrund der aktuellen Debatten um die 'Krise des Sozialstaates' als überraschend aktuell erweisen. Von Bismarck als 'agitierender Kaplan' bezeichnet, hat Hitze sich in der Arbeiterschutzpolitik, aber auch bei der Einführung der Sozialversicherungen hohe Verdienste erworben. Daß die 'soziale Frage' zum zentralen Kernthema der Katholiken im deutschen Kaiserreich avancieren konnte, geht entscheidend auf das jahrelange und ruhelose Engagement Hitzes zurück, der die sozialpolitische Entwicklung Deutschlands bis zum Beginn der Weimarer Republik wesentlich zu beeinflussen vermochte. Der erste Teil des Bandes liefert in fünf Beiträgen einen informativen Einblick in das Leben und Werk Franz Hitzes; er führt zugleich in die Problemlagen der deutschen Sozialpolitik und des sozialen Katholizismus der damaligen Zeit ein. Im zweiten Teil werden zentrale, oft nur schwer zugängliche Texte und Reden aus der Feder Hitzes präsentiert. Damit ist nun erstmals eine repräsentative Auswahl aus dem Werk Franz Hitzes zugänglich.
"Der personale Faktor..."
Der spätere Kölner Kardinal Joseph Höffner gilt nicht nur als der einflußreichste katholische 'Soziallehrer' der Bundesrepublik Deutschland. Er hat auch wesentlich zur Grundlegung der 'sozialen Marktwirtschaft' beigetragen. Dieser Band widmet sich den Leben und Werk Höffners vor allem im Hinblick auf seine Beiträge zur Sozialethik und Sozialpolitik und bietet eine repräsentative Auswahl seiner zentralen Texte aus den 1950er und 1960er Jahren. Schon unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg mischt sich Höffner offensiv in die Debatte um die Neuordnung der staatlichen Sozialpolitik ein. Dabei setzt er sich u.a. mit Konzepten und Ideen wie 'soziale Gerechtigkeit', 'Eigenverantwortung' und 'Versorgungsstaat' auseinander, die gerade heute wieder in den Fokus der sozialpolitischen Debatte rücken. Im ersten Teil des Bandes beschäftigen sich fünf Beiträge mit der Biografie und den sozialethischen, sozialpolitischen, menschenrechtlichen und religionssoziologischen Ansätzen und Perspektiven Höffners. Den zweiten Teil liefert eine repräsentative Auswahl der auch heute noch zukunftsweisenden Arbeiten und Forschungsergebnisse aus Höffners Zeit als Sozialwissenschaftler und Soziallehrer.
Aktuelle Streitfelder - ethische Grundlagenprobleme
Die schwere Krise des gegenwärtigen Sozialstaats stellt uns vor grundlegende Richtungsentscheidungen: Sowohl seine moralisch-politischen Grundlagen als auch seine Organisationsstrukturen stehen zur Debatte. Ist der bundesdeutsche Sozialstaat angesichts demografischer Umbrüche, verfestigter Massenarbeitslosigkeit und globalisierter Märkte strukturell überfordert? Und wie lassen sich seine politisch-moralischen Grundlagen für die Zukunft bestimmen? Vor diesem Hintergrund dokumentiert der Band die Diskussionen des 'Berliner Werkstattgesprächs 2005' christlicher Sozialethikerinnen und Sozialethiker. In den bewusst kontrovers angelegten Beiträgen geht es sowohl um aktuelle Streitfelder (z.B. Grundsicherung und Arbeitsmarkt, 'Gesundheitsprämie' versus 'Bürgerversicherung' in der Gesundheitspolitik, Sozialstaaten im internationalen Vergleich) als auch um ethische Grundlagenprobleme (z.B. aktuelle Gerechtigkeitstheorien, die Frage nach 'katholischen Grundlagen' des Sozialstaats, das Verhältnis von Sozialstaatlichkeit und moderner Demokratie).
Studien zu Ernst-Wolfgang Böckenförde
Ernst-Wolfgang Böckenförde hat in Wissenschaft und Politik, in Kirche und Gesellschaft Debatten angestoßen, die bis heute nichts an Relevanz und Aktualität verloren haben.
Er gehört zu den prägenden Persönlichkeiten der Bundesrepublik. Mit seinem berühmten »Böckenförde-Theorem«, seiner frühen Kritik am Politikverständnis des Vor- und Nachkriegskatholizismus, seinen Stellungnahmen zur Religionsfreiheit, aber auch mit seinen Interventionen zur Unantastbarkeit der Menschenwürde hat Ernst-Wolfgang Böckenförde wichtige Impulse gesetzt. Dies gilt auch für seine weniger bekannten Positionen zum Sozialstaatsgebot und seine jüngeren Überlegungen zur »ansteckenden Freiheit«, mit denen der Staat des Grundgesetzes auf die wachsende religiöse Pluralität der Gegenwartsgesellschaft reagieren könnte.
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Studien zu Franz-Xaver Kaufmann
Schweizer Wissenschaftler an der Bielefelder Reform-Universität und kritischer Begleiter und Berater der katholischen Kirche.
Als solcher hat Franz-Xaver Kaufmann seit den 1960er Jahren zentrale Modernisierungsprozesse in Kirche und Gesellschaft der Bundesrepublik beobachtet und konstruktiv kommentiert. Seine Arbeiten zur Sozial-, Familien- und Bevölkerungspolitik, aber auch zur »Christentumssoziologie« und den Kulturen des Wohlfahrtsstaates werden in den Sozial- und Geschichtswissenschaften, aber auch in Theologie und Sozialethik z.T. breit rezipiert. Der Band präsentiert Bestandsaufnahmen und Reflexionen zu Person und Werk des 1932 geborenen Soziologen, dessen Arbeiten für Wissenschaft und Kirche bleibende Herausforderungen darstellen.
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Katholischer Solidarismus im Ringen um die Wirtschafts- und Sozialordnung
Gustav Gundlach SJ gehört – schon in der Zeit der Weimarer Republik – zu den zentralen Figuren der katholischen Soziallehre. Der Band rekonstruiert das theoretische Profil dieses heute nur noch wenig beachteten Autors. Die katholische Soziallehre hat sich seit dem frühen 20. Jahrhundert – wesentlich geprägt von den Jesuiten Heinrich Pesch, Oswald von Nell-Breuning und Gustav Gundlach – als katholischer Solidarismus profiliert, der nach einem „Dritten Weg“ jenseits von Kapitalismus und Sozialismus Ausschau hielt. Dieser Solidarismus konnte – in der Weimarer Republik ebenso wie in der frühen Bundesrepublik – einige Impulse zur Entfaltung des nicht allein an Markt oder Staat, sondern an korporatistischen Konflikt- und Konsens-Arrangements orientierten deutschen Wirtschafts- und Sozialmodells setzen. Am Beispiel Gundlachs werden wichtige Einsichten des katholischen Solidarismus zur Sprache gebracht, die auch heute noch relevant sind.
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Historische, religionssoziologische und religionspolitische Perspektiven
Die Gegenwart ist geprägt von einer Pluralität religiöser Bekenntnisse. Tatsächlich scheint sich die »Säkularisierung« weniger als Rückgang der Religiosität insgesamt, sondern als zunehmende Pluralisierung des Religiösen zu vollziehen. Politische Gemeinwesen sind herausgefordert, das Zusam-menleben von Angehörigen unterschiedlicher Konfessionen und Religionen im Rahmen einer Religions-politik zu gestalten.
Dieser Band versammelt neben empirischen Analysen der religiösen Pluralität und des Umgangs mit dieser Plu-ralität systematische Perspektiven aus rechtswissenschaftlicher, politikwissenschaftlicher und politisch-philosophischer Sicht, die verschiedene Möglichkeiten der Gestaltung des religiösen Pluralismus repräsentieren. Auch der Katholizismus - an und für sich das Paradebeispiel einer einheitlichen Gemeinschaft - war und ist geprägt von einer beachtlichen inneren Pluralität und hat früh Konzeptionen des Zusammenlebens in religiös pluralen Gesellschaften entwickelt.
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Oswald von Nell-Breunings Impulse für die Sozialpolitik
Oswald von Nell-Breuning hat über Jahrzehnte die deutsche Sozialpolitik kritisch kommentiert und konstruktiv begleitet. Welche Anregungen kann er den Debatten heute geben?
Als führender Kopf des Sozialkatholizismus entwickelte Nell-Breuning markante Positionen der Kapitalismuskritik. Als Autor, Redner und Politikberater gewann er erheblichen Einfluss auf die sozialpolitische Bändigung des westdeutschen Kapitalismus. Diese ist heute – in Zeiten des Neoliberalismus und der Globalisierung – gefährdet. Daher stellen die Beiträge dieses Bandes Nell-Breunings Ideen und Vorschläge nicht nur im Kontext seiner Zeit vor, sie fragen auch, ob sich daraus etwas für die Gegenwart lernen lässt.
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Studien zur Sozialethik
Freiheit, Natur und Religion sind die drei Eckpunkte des Spannungsfeldes, in dem christliche bzw. katholische Sozialethik traditionell und gegenwärtig entwickelt wird. Für Arno Anzenbacher, dem dieser Band zum 70. Geburtstag gewidmet ist, waren diese Eckpunkte zugleich Programm: Ausgehend von einem klassisch-liberalen Verständnis personaler Autonomie und Verantwortlichkeit hat er das liberale Paradigma einerseits um einen Rekurs auf anthropologische Annahmen und andererseits um einen Bezug zu christlich-religiösen Grundgewissheiten ergänzt – aber sicher nicht verlassen. Die Aufsätze des Bandes nähern sich den drei Begriffen Freiheit, Natur und Religion in unterschiedlicher Weise, setzen sich grundlegend mit ihnen auseinander, problematisieren und diskutieren sie, konfrontieren sie mit gegenwärtigen Einwänden und bieten Beispiele für ihre ›Anwendung‹ und für ihre Bedeutung für eine sozialethisch orientierte Praxis.
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