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Gesetze, Dokumente, Berichte
Der Bologna-Prozess ist auch bei Verantwortlichen für theologische Studiengänge auf eher verhaltene Begeisterung gestoßen: Umstrukturierungen beanspruchen personelle und finanzielle Ressourcen und Informationsdefizite verunsichern und führen zu Fehlentwicklungen. Der Reader will deshalb vor allem informieren.

In vier Hauptteilen werden die Informationen zusammengestellt: Zuerst werden grundlegende Dokumente zum kirchlichen Hochschulrecht sowie zum Verfassungs- und Staatskirchenrecht in Deutschland versammelt. Im zweiten Teil werden Basisdokumente zum Bologna-Prozess präsentiert. Der dritte Teil betrachtet die Aktivitäten des Apostolischen Stuhls im Bologna-Prozess. Der vierte Teil ist der Umsetzung im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz gewidmet. Als methodische Hilfen werden zur Verfügung gestellt: Die Einleitungen zu den einzelnen Teilen, ein Glossar zu zentralen Begriffen des Bologna-Prozesses, ein ausführlicher Wortindex sowie Verweise auf weiterführende Literatur und Links.
Ein kirchenrechtliches Handbuch für Studium und Praxis
In einer Zeit, da in deutschen Bistümern Pfarreien aus finanziellen Gründen und wegen des zunehmenden Priestermangels zusammengelegt werden, unterliegt das Rechtsinstitut der Pfarrei mannigfaltigen Veränderungen. Ein solch umfassendes Handbuch – geschrieben für alle, die in der kirchlichen Verwaltung tätig sind, vom Bischof bis zum Gemeindepfarrer und zum Diakon – füllt für den deutschsprachigen Raum eine seit Erscheinen des CIC schmerzlich empfundene Lücke. Die Pfarrei als rechtliche Organisationsform besteht seit weniger als tausend Jahren, recht eigentlich erst seit dem Konzil von Trient. Das II. Vatikanische Konzil hat auf der Grundlage seiner Communio-Ekklesiologie die pfarrliche Hirtensorge theologisch neu beschrieben. Das geltende CIC hat die rechtlichen Konturen der Pfarrei vor diesem Hintergrund neu gezeichnet und bestimmt sie als Gemeinschaft von Gläubigen, die in partnerschaftlichem Zusammenwirken mit dem Pfarrer als ihrem Hirten sowie mit den übrigen pastoralen Diensten beitragen zur Verwirklichung der pfarrlichen Hirtensorge. Dieses Handbuch zeichnet zunächst die rechtsgeschichtliche Entwicklung der Pfarrei von ihren ersten Anfängen bis hin zu den entscheidenden Reformimpulsen des II. Vatikanischen Konzils nach. Das zweite Kapitel wendet sich den Rechtsbestimmungen über die Pfarrei im geltenden Recht zu. Das dritte Kapitel erörtert die Normen über den Dienst des Pfarrers und das vierte Kapitel widmet sich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Pfarrers sowie den pfarrlichen Gremien der Mitverantwortung. Ein abschließender Ausblick geht der Frage nach, wie sich das Rechtsinstitut der Pfarrei in einer Zeit des zunehmenden Priestermangels verändern muss.
Übersetzung und Kommentar
Das II. Vat. Konzil hat den Dienst der Bischöfe als „Hirtendienst“ charakterisiert. Das verweist auf das biblische Bild von Jesus, dem Guten Hirten, der durch die Bischöfe in besonderer Weise repräsentiert werden soll. Zudem wird in dieser Bezeichnung die komplexe und vielfältige Aufgabe der Bischöfe gebündelt: Sie müssen in umfassendem Sinn die Aufgabenbereiche der Verkündigung, Heiligung und Leitung für alle Gläubigen verwirklichen, die ihrer Sorge anvertraut sind. Die 10. Ordentliche Vollversammlung der Bischofssynode 2001 hat sich mit dem Dienst der Bischöfe befasst. Johannes Paul II. hat in dem Nachsynodalen Apostolischen Schreiben „Pastores Gregis“ von 2003 wesentliche Ergebnisse dieser Bischofssynode zusammengefasst. Das Direktorium für den Hirtendienst der Bischöfe versucht, der praktischen Seite des bischöflichen Dienstes gerecht zu werden, und fasst die geltenden kirchlichen Normen und Vorgaben für diesen Dienst izusammen. Das Direktorium ist 2004 in italienischer Sprache erschienen. Die vorliegende deutsche Übersetzung wurde von der Bischofskongregation autorisiert und macht das Dokument für den deutschen Sprachbereich leichter zugänglich. Neben dem Text enthält das Buch einen in Fußnoten gesetzten weiterführenden Kommentar, der einzelne Anweisungen vor dem Hintergrund des geltenden Kirchenrechts erläutert. Das ausführliche Sachregister hilft, den umfangreichen Text zu erschließen.
Die Beratung des Diözesanbischofs und die bischöflichen Beratungsorgane
»Wird in der Kirche nur noch geraten und nicht mehr geleitet?« Die Vielzahl von Räten und Beratungsgremien in einer Diözese ist weder ein Garant für qualitätvolle Beratung des Diözesanbischofs noch wird dadurch eine wirkliche Mitverantwortung der Gläubigen sichergestellt. Das Problem der »vielen Räte« ist beinahe sprichwörtlich geworden. Manche sehen durch die vielen Beratungsgremien die Autorität der bischöflichen Leitung beeinträchtigt, aber auch Bischöfe empfinden die Vielzahl der Ratsgremien oft eher als Last denn als Hilfe und Unterstützung in ihrem Dienst. Ein theologisch begründetes Konzept von Beratung in der Kirche fehlt bislang. Durch die mangelnde Kompetenzabgrenzung verliert der Rat der einzelnen Räte und Gremien an Wert und wird beliebig austauschbar. Die Suche nach einer Lösung dieses Problems muss über die jeweilige diözesane Praxis hinausgreifen; sie kann nicht nach rein pragmatischen Gesichtspunkten vorgehen, sondern muss theologisch und rechtlich begründet sein. Es geht darum, die Reformanliegen des II. Vatikanischen Konzils aufzugreifen und ihnen Geltung zu verschaffen, damit die Kirche immer stärker als Communio erfahren werden kann – mit der Eigenart der bischöflichen Leitung ebenso wie mit der effektiven Mitverantwortung der Gläubigen.
Kanonistische Nachfragen und Perspektiven zum Verbot der “Laienpredigt“
Sind die Bestimmungen zur Laienpredigt eine Anleitung zur Schizophrenie? Das jedenfalls meint ein Autor, der sich zu einer entsprechenden Neuregelung dieser Frage in der Schweiz im Jahr 2015 äußert. Das offizielle Verbot der Laienpredigt sorgt immer noch für Aufregung.
Das kirchenrechtliche und rechtsgeschichtliche Werk fragt nach der Entstehung und Begründung des Laienpredigtverbots. So untersucht es z.B. Entscheidungen mittelalterlicher Synoden, aber auch Dokumente des II. Vatikanischen Konzils. Dabei stellt sich heraus, dass es im Kern gar nicht um die Predigt geht, sondern um einen Streit um das Kirchenbild. Daher wurde die Frage der Laienpredigt immer mehr zu einem Konflikt um die Kompetenzen von Priestern und Laien hochstilisiert. Tatsächlich muss es aber um die Frage gehen, wer eine Sendung zur Predigt erhalten kann. Das Konzil hat hierfür die Türen für Laien weit geöffnet. Der Impuls von Papst Franziskus, manche Fragen auf teilkirchlicher und nicht auf weltkirchlicher Ebene zu lösen, eröffnet neue Perspektiven.
Mit der Erstveröffentlichung ihrer Dissertation wird posthum eine große Kirchenrechtlerin gewürdigt. Ganz in der Perspektive der von der Apostolischen Konstitution 'Sacrae Disciplinae Leges' normativ vorgegebenen Kirchenrechtshermeneutik und fern von jedem rechtspositivistischen Ansatz geht die Verfasserin der theologischen Grundlegung der drei Initiationssakramente namentlich in den Dokumenten des Zweiten Vatikanischen Konzils nach und untersucht die rechtliche Umsetzung dieser Vorgaben in der nachkonziliaren sowie in der kodikarischen Gesetzgebung von 1983.
Perspektiven des katholischen Kirchenrechts und des deutschen Staatskirchenrechts
Ist der konfessionelle Religionsunterricht an öffentlichen Schulen noch zeitgemäß oder ein Privileg der Kirchen im religionsneutralen Staat?
Ist es in einer immer pluraler werdenden Gesellschaft notwendig, eine staatlich verantwortete Religionskunde für alle einzuführen oder gerade im konfessionell gebundenen Religionsunterricht ein wirksames Mittel zur Verwirklichung der positiven Religionsfreiheit zu sehen? Welche rechtlichen Spielräume gibt es für einen Religionsunterricht, der ökumenischen Belangen Rechnung trägt? Leistet der Ethikunterricht nur Ersatzdienst für Schüler, die sich vom Religionsunterricht abgemeldet haben?
Diese Arbeit bietet aus kirchenrechtlicher und staatskirchenrechtlicher Perspektive Argumente zur Gestalt und Begründung eines schulischen Religionsunterrichts, der an der Zeit ist.
Can. 1739 in der Dynamik der hierarchischen Beschwerde
Der Obere im kirchlichen Verwaltungsbeschwerdeverfahren – zwischen Effizienz der Verwaltung und Rechtsschutz im Verfahren.
Can. 1739 CIC/1983 zählt sieben Entscheidungsmöglichkeiten über die Beschwerde auf. Ist der Spielraum des kirchlichen Oberen damit auf sieben mögliche Maßnahmen beschränkt? Handelt es sich um eine bloß beispielhafte Aufzählung, die dem Oberen völlige Handlungsfreiheit lässt? Welche Kriterien und Orientierungslinien sind dem Oberen zur Hand gegeben? Ekklesiologische und rechtstheoretische Grundlagen der hierarchischen Beschwerde und deren Umsetzung im kirchlichen Verwaltungsrecht (Subsidiaritätsprinzip, Rechtsschutzanliegen, konkrete Verfahrensschritte usw.) werden untersucht. Ebenso die strukturelle Position des hierarchischen Oberen im Gesamtgefüge des kirchlichen Verwaltungsaufbaus: Im Spannungsfeld zwischen bestmöglicher Effektivität der Verwaltung und notwendigem Schutz der Rechte der Gläubigen.
Entstehung, Herausforderungen und Perspektiven
Ist die Ordenspfarre Hemmschuh auf dem Weg zu einer zeitgemäßen Seelsorge oder bringt sie einen Mehrwert ein, auf den nur schwerlich zu verzichten ist?
Die aktuellen Strukturveränderungen der deutschsprachigen Diözesen zielen auf eine Modifizierung der Pfarrorganisation ab, die sich besonders in der Zusammenlegung von Pfarreien zeigt. Sind Pfarreien in irgendeiner Form mit einem Ordensinstitut verbunden, kann diese Modifizierung erschwert werden. Eine zeitgemäße Ordenspfarre muss der Pfarrseelsorge eindeutige Priorität zuweisen und darüber hinaus das Proprium des Ordensinstitutes gleichsam als Mehrwert zum Wohl der Gläubigen einbringen.
Damit die Ordenspfarre nicht zum Hemmschuh wird, gilt es, sich den Herausforderungen der Zeit zu stellen und neue Perspektiven zur Förderung der salus animarum zu eröffnen. Diese Arbeit möchte einen kirchenrechtlichen Beitrag dazu leisten, um die Ordenspfarre als zeitgemäße Form der Seelsorge zu erhalten.