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Sechzehn Kirchenvätereinführungen von Hippolyt bis Cassiodor
Wie brachten die Kirchenväter den Gläubigen ihrer Zeit den Psalter als ureigenstes Gebet der Kirche nahe? Antwort gibt der vorliegende Band mit seinen 16 Kirchenvätereinführungen in das Psalmgebet vom 3. bis zum 6. Jahrhundert.
Wie vieles andere vom Gottesvolk Israel Übernommene betrachtete die Kirche auch den Psalter von Anfang an als ihr eigenes Gebetbuch. Wie brachten die Kirchenväter den Gläubigen ihrer Zeit den Psalter als ureigenstes Gebet der Kirche nahe? Antwort gibt der vorliegende Band mit seinen 16 Kirchenvätereinführungen in das Psalmgebet. Darunter sind weniger bekannte Namen, aber auch große wie Origenes und Augustinus. In der Mehrzahl der Fälle handelt es sich dabei um Vorworte, Proömien zu Psalterauslegungen. Daneben sind aber auch Einführungen in die Sammlung integriert, z. B. der berühmte Brief des Athanasius von Alexandrien an Marcellinus. Eine ausführliche Einleitung stellt die Textsammlung vor, außerdem wird in die einzelnen Texte durch eine Einführung eingeleitet, die dem neuesten Stand der Forschung entspricht.
Wider einen Gegner des Gesetzes und der Propheten. Zweisprachige Ausgabe. Eingeleitet, übersetzt und herausgegeben von Hermann-Josef Sieben
Editor / Translator:
Dieses Werk Augustins erscheint hier erstmals in deutscher Übersetzung. Sein Hauptziel ist der Nachweis, dass der Gott des Alten Testamentes derselbe ist wie der Gott des Neuen Testamentes.
Diese kleinere Arbeit Augustins ist in letzter Zeit zu Unrecht in den Hintergrund getreten. Sie wird hier neu präsentiert und erschlossen. Auf klare und prägnante Weise behandelt sie zentrale Themen christlicher Theologie: die Erschaffung der Welt und des Menschen, den Sündenfall und die Frage nach dem Ursprung des Bösen (Theodizee). Neben diesen klassischen Themen bietet sie aber auch Erörterungen etwa über den Zusammenhang zwischen dem jüdischen und dem christlichen Opferkult. Insgesamt eröffnet dieses Werk einen Einblick in die ausgereifte Theologie des späteren Augustinus.
Unter den zahlreichen Werken Augustins zur Überwindung des donatistischen Schismas ist sein »Contra Cresconium« das vollendetste. Nach Paul Monceaux bietet es »gleichzeitig die Substanz, die Synthese und die Blüte der ganzen antidonatistischen Kontroverse«.
Augustinus behandelt in »Contra Cresconium« zwar auch die üblichen Themen der donatistischen Kontroverse wie Tauf- und Kirchenlehre, historische Fragen über Beginn und Ursache des Schismas, die Autorität Cyprians usw. Seiner Auseinandersetzung mit dem Grammaticus aber gibt er eine besondere Note, die den Reiz des Werkes ausmacht. Weil zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen auch der gehört, er sei ein Rhetor und Dialektiker und deswegen absolut nicht vertrauenswürdig, nimmt der Bischof von Hippo einerseits diese Kritik zum Anlass einer ausführlichen Rechtfertigung beider Künste, der Rhetorik und der Dialektik, wie sie in dieser Form sonst kaum in patristischer Literatur zu finden ist. Andererseits gestaltet er seine Replik ganz offensichtlich als eine rhetorische und dialektische Lektion an die Adresse seines Kritikers.
Untersuchungen zu ihrer Geschichte
Der Band thematisiert die autonome Entwicklung des Papsttums und der Konzilien, die Durchsetzung der vier ersten ökumenischen Synoden durch die Päpste, die Bedeutung der Überlieferung für das frühe Papsttum und die Konzilsidee des Erasmus von Rotterdam.
Der Band enthält fünf Studien zur Geschichte der Konzils- und Papstidee. Die erste Untersuchung hat die eigenständige Entwicklung und Autonomie beider zentraler Institutionen der Kirche, des Papsttums und der Konzilien im ersten Jahrtausend zum Gegenstand, die zweite zeigt, welchen Anteil die frühen Päpste an der Durchsetzung der vier ersten ökumenischen Synoden und damit an der Entstehung des Begriffs eines ökumenischen Konzils hatten. Die dritte arbeitet die zentrale Bedeutung des Begriffs der Überlieferung für das frühe Papsttum heraus. Die vierte ergänzt frühere Studien durch einen wichtigen Aspekt der griechischen Konzilsidee, den sog. Synopsen der ökumenischen Konzilien. Die fünfte widmet sich der Konzilsidee eines Kirchen- und Institutionskritikers, nämlich des Humanistenpapstes Erasmus von Rotterdam, für den die Konzilien so etwas wie himmlische Orakel darstellen.