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Band I: Grundlagen - Allgemeine Erziehungswissenschaft
Das Handbuch der Erziehungswissenschaft will im Rahmen disziplinbezogener Bände Übersichten über Einzelbereiche verschaffen, wobei die übergreifenden Zusammenhänge sichtbar bleiben. Es will die relevanten erziehungswissenschaftlichen Problemstellungen, Standpunkte und Tendenzen in integrativer Sicht auf Lösungsansätze und zukunftweisende Perspektiven hin befragen. Die einzelnen Artikel werden in leicht verständlicher Sprache verfasst und sind als Erstinformation für Studierende und interessierte Laien gedacht.
Dem Handbuch liegen folgende Leitgesichtspunkte zugrunde: Gegenstand sind Erziehungs- und Bildungsprozesse von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im Kontext unserer modernen Welt mit ihren erhöhten Anforderungen an Lernprozesse – ein Leben lang. Entsprechend versteht sich Erziehungswissenschaft als praxisbezogene Disziplin, in der es stets auch um die Frage nach dem »guten«, lebenswerten Leben geht. Sie weiß sich verankert in Philosophie und historisch- systematischem Denken und abgestützt durch das reichhaltige Potential der Human- und Sozialwissenschaften.
Gegenüber einer in der Pädagogik häufig anzutreffenden ideologischen Verfestigung soll der Modellcharakter und die Perspektivität einer jeden Theorie aufgewiesen werden. Im Einzelnen bedeutet dies: Offenheit für Pluralität und diverstheoretische Positionen.
Wege zum Wissen
Author: Lutz Koch
Das Buch handelt vom Lehren. Es geht aus von der Überzeugung, dass der beste Lehrer nichts bewirkt, wenn seine Schüler nicht lernen. Daher bedeutet Lehren: Veranlassung des Lernens. Dieser Begriff des Lehrens wird entwickelt zu einer elementaren Theorie des Lehrens, die auf Unterricht und Lehre an Schulen und Universitäten gleichermaßen zutrifft. Lehren und Lernen werden in dieser Theorie, die selbst eine »Lehre« ist, als Wege zum Wissen aufgefasst. Es handelt sich um die Wege, die der Lehrer einschlägt, wenn er die Lernenden zum Wissen führt. Vom Wissen ist in umfassendem Sinne die Rede, nicht nur in Einschränkung auf das instrumentelle Problemlösungswissen. Enthalten ist auch das Wissen um unsere wichtigsten Absichten und Zwecke. Die Wege (»Methoden«) zum Wissen sind in der didaktisch-philosophischen Überlieferung zwar vielfach angesprochen, aber auch versteckt worden. Sie werden hier in der Absicht freigelegt, die in ihnen liegenden Chancen und Möglichkeiten aufzuspüren, nicht nur zu »belehren«, sondern auch zu »interessieren«, d.h. das Lernen zu veranlassen.
Über die pädagogische Bedeutung von Krisen, Konflikten und Katastrophen
Pädagogische Prozesse sollen möglichst reibungslos funktionieren, damit Kinder effektiv lernen – nur droht die humane Bildung dabei auf der Strecke zu bleiben …
Es ist die durchgängige Überzeugung der in dem vorliegenden Band abgedruckten Beiträge, dass Krisen, Konflikte und Katastrophen einen nicht zu unterschätzenden Bildungsimpuls zu setzen vermögen. Sie mit didaktisch-technischer Präzision schnell und gründlich vermeiden zu wollen, wäre dann nicht immer von Vorteil.
Sind es nicht gerade die krisenhaften Situationen des Zweifelns und der Irritation, die uns für neue Lernerfahrungen öffnen? Und zeigen sich neue Lebensperspektiven zumeist nicht erst dann, wenn Konflikte in unseren gewohnten Alltag einbrechen? In welchem Maße aber dürfen wir dann umgekehrt auch Momente von ›Negativität‹ zulassen – oder gar bewusst herbeiführen? Es sind solche und ähnliche Fragen, die dazu einladen, sich – im besten Sinne des Wortes – irritieren zu lassen.
Der Band wendet sich dem aktuell vernachlässigten Thema des Lehrens zu und fragt, was aus bildungs- und erziehungsphilosophischer Sicht über das Lehren und sein Verhältnis zum Lernen zu sagen ist.
In der Begeisterung für 'selbstgesteuertes‘ oder 'selbstreguliertes‘ Lernen droht das Lehren aus dem Blick zu verschwinden und damit die Einsicht, dass Lernen immer »Lernen von etwas durch jemand bestimmten« ist (Käte Meyer-Drawe). Vor diesem Hintergrund thematisieren die Beiträge das Verhältnis von Lehren und Lernen aus erziehungswissenschaftlicher Sicht. Handelt es sich um eine unauflösliche Einheit oder wäre es angemessener, Lehren und Lernen als deutlich voneinander getrennte Vorgänge zu begreifen? Und welche Bedeutung kommt dem 'etwas‘ (Lerngegenstand) und dem 'jemand‘ (Lehrer) zu, die am Lehr-Lern-Geschehen beteiligt sind? Der Band geht davon aus, dass im Blick auf diese Fragen philosophische Zugänge besonders interessant sind, da Philosophen von Augustinus bis Wittgenstein und Rancière dem Lehren und Lernen Überlegungen gewidmet haben, deren Bedeutung pädagogisch noch lange nicht ausgeschöpft ist.
Ansprüche, Erfahrungen, Perspektiven
Bologna-Beschlüsse, Reform von Studiengängen, Qualitätserwartungen: Über Wissenschaft und Hochschulen wird derzeit viel und kontrovers diskutiert. Eher selten aber stehen diejenigen im Fokus, die die Wissenschaft als Beruf gewählt haben: die Hochschullehrer.
Das Buch lässt Vertreter der Wissenschaftsprofession aus Pädagogik, Sprachwissenschaften und Theologie zu Wort kommen und erlaubt dem Leser einen Blick hinter die Kulissen von Vorlesung und Seminar: Wie stellen sich Forschung, Lehre und Studium aus der Sicht von Dozenten dar? Wie erleben Hochschullehrer die Veränderungen der Hochschulen? Warum und worüber streiten Gelehrte? Wie bewerten Wissenschaftler den Einfluss gesellschafts- und universitätspolitischer Faktoren auf ihre Arbeit an der Universität? Wie verstehen Hochschullehrer ihre Aufgaben in der universitären Lehrerbildung?
Fragen dieser Art behandeln die Autoren vor dem Hintergrund ihres beruflichen Selbstverständnisses und ihrer Erfahrungen. So präsentiert das Buch unterschiedliche Positionen zu Anspruch, Wirklichkeit und Perspektiven der wissenschaftlichen Arbeit an Hochschulen.
Anschlüsse an Günther Buck
Günther Buck (1925-1983) kann als stillschweigend anerkannter Klassiker der philosophisch orientierten Pädagogik des 20. Jahrhunderts bezeichnet werden.
Die Rezeption seines Werkes konzentriert sich bislang auf ausgewählte Aspekte und Schriften und schlug sich auch nicht in den Monographien, Sammelbänden oder Aufsätzen nieder, die für gewöhnlich den Status eines Klassikers anzeigen. Anerkannt ist Buck dennoch, denn seine Leistungen für die Lern- und Bildungstheorie gelten als unbestritten. Auf seine Werke wird noch in aktuellen Veröffentlichungen verwiesen obwohl sie zumeist nur schwer erhältlich sind. Trotz vierzig Jahren kontinuierlichen Interesses am Werk Günther Bucks stehen dessen Aufarbeitung, produktive Weiterentwicklung und grundsätzliche Kritik sowie wissenschaftsgeschichtliche Verortung bis dato noch aus. Dieser Band macht nun den Anfang.