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John Henry Newmans conversion narratives und die Rolle von Luther und Augustinus in seiner Rechtfertigungslehre
Newmans Lectures on the Doctrine of Justification sind vor dem Hintergrund seiner Apologia pro vita sua sowie seiner fiktiven conversion narratives Callista und Loss and Gain zu interpretieren, will man dem ökumenischen Potential seiner Rechtfertigungslehre in der Entgegensetzung von Luther und Augustinus gerecht werden.
John Henry Newmans berühmte Lectures on the Doctrine of Justification sind nicht nur eine Darstellung der Rechtfertigungslehre, wie sie im Neuen Testament zu finden und in der anglikanischen Kirche gelehrt worden ist. Sie gilt auch für die römisch-katholische Kirche, da Newman sie nach seiner Konversion fast unverändert wieder veröffentlichen konnte. Die zentrale Intention, die Newman in ihr verfolgt, und die in der Forschung kontrovers diskutierte Rolle, die Martin Luther und Aurelius Augustinus in ihr spielen, hängen eng mit Newmans Vorstellung der christlichen Bekehrungserfahrung zusammen. Das wird deutlich, wenn man seine drei conversion narratives, die Apologia pro vita sua sowie seine zwei Romane Callista und Loss and Gain bei der Interpretation der Rechtfertigungslehre berücksichtigt.
C.S. Lewis und Josef Pieper über den Menschen
Früher hatte der Geist darin sein höchstes Interesse, von Gott zu wissen. Heute ist die letzte Stufe der Erniedrigung des Menschen erreicht, weil er die Erniedrigung als das Höchste und als seine wahre Bestimmung erwiesen zu haben glaubt.
Hegels Bild der Moderne hat auch heute nichts von seiner Aktualität verloren. Josef Pieper und C.S. Lewis gehören zu den bedeutenden Philosophen und Schriftstellern des 20. Jahrhunderts, die versucht haben, die Selbsterniedrigung des Menschen zu überwinden. Sie tun dies in einer Sprache, welche ebenso ansteckend wirkt, wie die Krankheit, die sie bekämpfen. Vor allem aber ist es die Sache selbst, die sich als stärker erweist, wenn Pieper und Lewis die Selbsterfahrung des Menschen zum Sprechen bringen. Für den Liebenden und den Hoffenden gibt es nie Wahrheit genug. Es erweist sich dann, dass die großen Überlieferungen über Ursprung und Ziel der menschlichen Existenz uns mehr zu sagen haben, als der Glaube an Wissenschaft und Fortschritt dies zugestehen will.
Die Beiträge dieses Bandes nehmen Antworten von Pieper und Lewis auf und fragen nach ihrer Geltung im Kontext der Gegenwart. Die erstmals gedruckten Briefe und Piepers Rede 'Mutterwitz. Über die Sprache bei C.S. Lewis' lassen Pieper und Lewis auch selbst zu Wort kommen.
Zum metaphysischen Anknüpfungspunkt der Theologie mit Rahner, von Balthasar und Duns Scotus
Wenn Theologie mehr sein will als ein Glasperlenspiel mit Offenbarungsworten dann kann sie nicht ohne Metaphysik auskommen. Denn in dieser philosophischen Disziplin wird untersucht, wie der Mensch hingeordnet ist auf die Erfahrung der Wirklichkeit, die mehr ist als bloße Natur. Die nachkantische Krise der Metaphysik ist dabei nicht zu übersehen.
Sowohl Karl Rahner als auch Hans Urs von Balthasar versuchen, den Anknüpfungspunkt der Theologie im Menschen als eine Erfahrung zu bestimmen, die als Fundament des desiderium naturale ad visionem Dei verstanden werden kann. Angeregt durch Thomas Pröpper, untersucht diese Arbeit, wie die Metaphysik als scientia transcendens bei Johannes Duns Scotus Raum gibt für ein neues Verständnis des desiderium naturale vor dem Hintergrund der Entdeckung des emphatischen Freiheitsbegriffs.
Eine notwendige Klärung mit C.S. Lewis und Josef Pieper
Ein Schuldiger wird immer gesucht, wenn etwas geschehen ist, was nicht sein sollte. Warum ist von Sünde und vom Sünder hingegen kaum die Rede? Hier besteht Klärungsbedarf.
In allen Kulturen waren die Menschen mit dem Faktum eigener und fremder Schuld konfrontiert. Das Wissen darum wird greifbar in der Praxis der Strafe. Bestrafung setzt Schuld voraus, und Schuld die Freiheit des Handelns. Sünde scheint dagegen kein Phänomen der inneren Erfahrung zu sein. Und doch wäre das eigentlich Schlimme der Schuld erst mit dem Ausdruck »Sünde« benannt. Schuld gegen Menschen wäre dann zugleich Verfehlung gegen Gott. Ist das so, ist alle Schuld auch Sünde, weil uns die Erfahrung von Schuld nötigt, von Gott zu sprechen? Diese und weitere Fragen im Umkreis von Schuld und Sünde werden heute kaum gestellt – Anlass genug, eine notwendige Klärung mit C. S. Lewis und Josef Pieper zu versuchen.
Zum Ur-Grund der Moral mit Josef Pieper und C.S. Lewis
Ohne Gott ist alles erlaubt – so heißt es sinngemäß bei Dostojewski. Doch ist das Begründungsproblem der Moral durch den Gottesbezug schon gelöst? Kann nicht der Mensch das Maß aller Dinge sein oder vielleicht die Natur? Oder ist gar kein Maß erforderlich, sind letzte Gründe in Fragen der Moral überflüssig?
Für christliche Intellektuelle wie Josef Pieper und C.S. Lewis sind theistische wie naturalistische Denkansätze gleichermaßen ungeeignet, das Problem moralischer Begründung zu lösen. Gott, Mensch und Natur als sich ausschließende Prinzipien des Moralischen zu verstehen, widerspricht dem Begriff des Guten. Die Kernfrage ist, wie das moralisch Gesollte als das Gute für den Menschen gedacht werden kann. Von verschiedenen Seiten her befassen sich die Beiträge des vorliegenden Bandes mit dem Zusammenhang elementarer Beziehungen zwischen dem Sollen und dem Sein des Menschen, der Wirklichkeit und dem Guten.
Erkundungen mit C.S. Lewis und Josef Pieper
„Philosophieren heißt, Sterben lernen!“ – Das antike Ideal des Weisen von Sokrates und Seneca bis hin zu Montaigne stellt uns vor die Frage, ob in der Sterblichkeit des Menschen ein Anlass zur Hoffnung liegt oder nicht eher zur Resignation. Mit der Geburt ist alles Lebendige unterwegs zu seinem Tod. Der Tod scheint daher auch für den Menschen sein natürliches Ende zu sein. Die Rede vom „natürlichen Ende“ lässt allerdings noch ungeklärt, ob das „Ende“ als Aufhören oder als Vollendung zu denken ist, und ob ein bloßes Aufhören des Lebens für den Menschen schon die Vollendung als Person sein kann. Bezeichnend für das besondere Verhältnis des Menschen zu seinem Tod ist seit den Anfängen der Philosophie die Frage nach der Unsterblichkeit der Geistseele. Josef Pieper hat ihr sein Buch „Tod und Unsterblichkeit“ gewidmet. Die vorliegenden Beiträge nehmen den 50. Todestag von C. S. Lewis zum Anlass, die philosophische Frage nach Leid und Tod neu zu durchdenken.
Denkwege mit C.S. Lewis und Josef Pieper
»Christliche Philosophie« steht in dem Verdacht, weder Philosophie noch christlich zu sein. Ob dieser Vorbehalt zurecht besteht, entscheidet sich an der Frage nach der Weite der Vernunft. Wo nur das als vernünftig anerkannt wird, was die Naturwissenschaften von der Wirklichkeit erfassen, bleibt die Vernunft hinter ihren Möglichkeiten zurück.
Auf jeden Fall bleibt das Bedürfnis der Vernunft, Sinn und Ziel des Ganzen als Zusammenhang von Gott, Welt und Mensch zu verstehen, unerfüllt. Aber welche Möglichkeiten hat die Vernunft, ihrem Erkenntnisbedürfnis zu folgen? Eine Leitthese des Buches wird sein, dass die philosophische Einsicht im gleichen Maße zunimmt, wie sie im Hören auf die christliche Offenbarung vom Anfang und Ende aller Dinge mitbegründet ist. Pieper und Lewis waren überzeugt, dass im verstehenden Nachvollzug des Gehörten mehr Licht auf die großen Lebensfragen des Menschen fällt, als dies im modernitätstypischen Kontext einer selbstreferentiellen Vernunft der Fall sein kann. Ihre Denkwege sind eine für jeden nachvollziehbare Herausforderung, seine Grundoptionen angesichts der Wirklichkeit im Ganzen zu überprüfen.
Annäherungen mit C.S. Lewis und Josef Pieper
Glück und Liebe gehören zusammen. Alles Glück ist Liebesglück. Wer könnte glücklich sein, ohne sich geliebt zu wissen und selber zu lieben?
Doch schon bei Platon finden wir den Streit um den Vorrang des Liebens vor dem Geliebt-werden-wollen. Und bis heute gehen die Meinungen darüber auseinander, wie sich bedürfende Liebe und selbstlose Liebe zueinander verhalten.
Josef Pieper und C.S. Lewis sind diesen Fragen im Rahmen der Debatte um das Verhältnis von Eros und Agape nachgegangen. Ihre Antworten verbinden die Einsichten der christlichen Überlieferung mit dem Erfahrungsbezug des heutigen Menschen und vermeiden naheliegende Vereinfachungen. Sie werfen zudem ein Licht auf die aktuellen Diskussionen um den Zusammenhang von Liebe und Leiblichkeit mit dem Glück des Menschen.