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  • Author or Editor: Jörg Schenuit x
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Im kalten Neonlicht der Städte wächst die Angst des Menschen vor der Dunkelheit. Doch auch das gleißende Licht der kulturellen und selbstgezimmerten Bühnen der Moderne lässt ihn nicht zur Ruhe kommen: Zu verlassen fühlt er sich im Rampenlicht, zu komplex gerät der Monolog seiner brüchigen Stimme. Deshalb sehnen sich die Menschen weiterhin nach einem Zeichen, nach jenem plötzlich aufblitzenden Stern, an dem sie ihr Leben ausrichten können. Im Abendland hat man von Epiphanie gesprochen, wenn dieses Zeichen plötzlich sichtbar wird, und es waren besondere, exponierte Persönlichkeiten, die von einem solchen Zeichen berichteten: Moses, die Propheten und die Mystiker. Doch wie fast jedes religiöse Phänomen, so ist auch die Epiphanie unter dem Druck der Moderne alternativen Deutungen ausgesetzt. Skeptische Wissenschaftler, Künstler und Intellektuelle räumen zwar ein, dass es so etwas wie ein plötzlich aufscheinendes Licht gibt, das wie ein Blitz ins Leben einbricht und alles schlagartig verändert, aber sie deuten es nicht als Zeichen Gottes. Die einen sprechen von literarischen Erzählstrategien, andere sehen ästhetische Überwältigung am Werke, wiederum andere wollen Halluzinationen erkannt haben. Die FUGE öffnet sich in Band 4 diesen unterschiedlichen Sichtweisen. Es kommen kunsthistorische, phänomenologische, anthropologische und emphatisch-persönliche Stimmen zu Wort.
Die hohe Wertschätzung, ja der Glaube an Institutionen gehört zu den unverkennbaren Merkmalen der Moderne. Die Vorteile liegen auf der Hand. Wo Institutionen mit festgeschriebenen Regeln die Beziehungen der Menschen untereinander regeln, entstehen Räume, in denen das unkontrollierbare Herrschaftsgebaren Einzelner keinen großen Schaden anrichten kann. Zugleich aber wissen offenherzig Suchende die ausrichtende Empfehlung von Berufenen, die über die sachdienliche Nutzung von Datenbanken hinausreicht, zu schätzen. Wenn sich Bewunderung, Begeisterung, Entzündung an einem Gegenstand der Wissenschaft oder Kunst ereignen, leuchtet ein Versprechen auf und Eros betritt die Bühne. Wo immer er uns begegnet, herrscht Ausnahmezustand: Schönste Erfahrungen des Ergriffenseins und der lebendigen Weitergabe von Gütern des Geistes gehen auf sein Konto. Doch ist ihm deshalb schon zu trauen? Dürfen wir ihm freies Geleit geben? Immerhin steht er nicht ganz zu Unrecht in dem Ruch, sexuelle Versuchungen zu befördern.
In: Öffentliches Schweigen
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In: Die Krone der Schöpfung
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In: Geistige Existenz