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In: Jahrbuch für Europäische Ethnologie Dritte Folge 11–2016
In: Jahrbuch für Europäische Ethnologie Dritte Folge 13–2018
In: Jahrbuch für Europäische Ethnologie Dritte Folge 13–2018
In: Jahrbuch für Europäische Ethnologie. Dritte Folge 10 – 2015
In: Jahrbuch für Europäische Ethnologie Dritte Folge 12–2017
In: Jahrbuch für Europäische Ethnologie. Dritte Folge 6- 2011
In: Jahrbuch für Europäische Ethnologie. Dritte Folge 7 - 2012
Das Jahrbuch für Europäische Ethnologie sieht sich in der Tradition der Disziplin Volkskunde. Im Sinne einer historischen Kulturforschung werden auch Gegenwartsfragen im Kontinuum der Geschichte diskutiert. Schwerpunkte bilden u.a. die Frömmigkeitskulturen beider Großkonfessionen in Europa, Grundsatzfragen der Sachkulturforschung, Studien zu den Theoriediskursen über Religion, Magie, Ritual, historische und gegenwärtige Alltagskulturen.
Griechenland. Fragile Ordnungen und die Politik der Kultur
Griechenlands jüngste Vergangenheit ist von tiefgreifenden Veränderungen in der Wirtschaft, der Gesellschaft und der politischen Kultur gekennzeichnet.
Finanzkrise, Staatsverschuldung, hohe Arbeitslosigkeit und die schlechten wirtschaftlichen Bedingungen unter denen ein Großteil der griechischen Bevölkerung seit mehr als einem Jahrzehnt lebt, nicht zuletzt die drastischen Probleme der Fluchtmigration drängen die einst dominante Wahrnehmung in Bildern von mediterranen „Küsten des Lichts“, der Folklore und des antiken Griechenlands und seiner Architektur zurück.
Es ist vor allem Kroatiens Küstenlandschaft mit ihren über 1.000 vorgelagerten Inseln, die sich bei Reisenden seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einer hohen Beliebtheit erfreut. Aber jenseits aller stereotypisierten Urlaubs- und Werbebilder, die meist auf einen schmalen Küstenstreifen in den Sommermonaten fokussieren, wohingegen das Landesinnere − vor allem Mittelkroatien − weitgehend ausgeblendet bleiben, hat das Land mit seinen gegenwärtig rund 4,2 Millionen Einwohnern seit seiner staatlichen Souveränität im Jahre 1991 ein tiefgreifender soziokultureller Wandel erfasst. In diesem Zusammenhang spielt das für die Identität Kroatiens bedeutsame materielle und immaterielle Kulturerbe, das es in seiner sowohl historischen als auch gegenwartsbezogenen Perspektive zu bewahren und kritisch reflexiv zu erforschen gilt, eine große Herausforderung dar. Das vorliegende Jahrbuch legt beredtes Zeugnis von der kroatischen Alltagskulturforschung in den letzten Jahrzehnten ab.