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In: Geheime Netzwerke im Militär 1700–1945
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Netzwerke und Patronage in der preußischen Armee 1713-1786
Die preußischen Offiziere des 18. Jahrhundert gelten als ihrem König treu ergeben, der diese im Gegenzug stark privilegiert und sich um alle ihre Angelegenheiten selbst gekümmert habe. Auf Grundlage von bislang ungedrucktem, weitgehend unbekanntem Quellenmaterial stellt Carmen Winkel dieses idealisierende Bild in Frage. Sie untersucht die persönlichen Netzwerke der Offiziere und deren Einfluss auf Rekrutierung, Beförderungen und Karrierechancen. So wird nicht nur die Bedeutung dieser Netzwerke für die Heeresergänzung und die Rekrutierung des Offiziersnachwuchses beleuchtet, sondern auch die enge Bindung an den Monarchen als ein zentrales Herrschaftsinstrument des Königs dargestellt. Darüber hinaus kann die Autorin erstmals nachweisen, dass sowohl der Soldatenkönig als auch Friedrich der Große die Vergabe von Offizierspatenten gezielt nutzten, um politisch wichtige Fürsten an sich zu binden.
Die Armee ist ein zentraler Machtfaktor im Staat, militärische Informationen sind grundsätzlich gesetzlich geschützt. Das Militär bildet zudem ein soziales System mit eigenen Normen, Ritualen und Symbolen. Die hierarchische Struktur und das starke Berufsethos prägen das Militär bis heute. Innerhalb dieses Rahmens bildeten sich immer wieder geheime Netzwerke von Militärangehörigen mit abweichenden Verhaltenskodizes. Sie erregten häufig den Verdacht, gegen das eigene Militärsystem oder den Staat gerichtet zu sein. Die Autorinnen und Autoren des Bandes erkunden die Wechselwirkungen zwischen Geheimbundorganisationen, Geheimnisträgern, Verschwörern und dem Militär – von Freimaurern und Illuminaten bis zum Stauffenberg-Kreis.
Ehre und Pflichterfüllung waren und sind aufs Engste mit dem Militär verknüpfte Konzepte: Sie gelten als Codes für Tugenden wie Tapferkeit, Mut, Kampfbereitschaft, Gehorsam, Vaterlandsliebe, Ehrlichkeit, Treue.
Aber so selbstverständlich eine derartige Verortung erscheint - hinter Ehre und Pflichterfüllung verbergen sich in historischer Perspektive Konglomerate ganz unterschiedlicher Vorstellungen. Der Band schlägt eine erste Schneise in dieses Themenfeld. Dafür werden Ergebnisse aus aktuellen Forschungen zusammengeführt, die in einem zeitlich und räumlich weiten Zugriff Konstanten und Unterschiede von Ehre und Pflichterfüllung präsentieren.
Probleme - Projekte - Perspektiven. Festschrift für Bernhard R. Kroener zum 65. Geburtstag
Die Militärgeschichte ist in den letzten 20 Jahren zu einer impulsgebenden Disziplin der Geschichtswissenschaft geworden. Der Band gibt Einblick in die Bandbreite der aktuellen Militärgeschichtsforschung. In 24 Aufsätzen diskutieren Autorinnen und Autoren verschiedener Generationen grundlegende Probleme, stellen die Ergebnisse von Forschungsprojekten vor und zeigen Perspektiven für die künftige Arbeit auf. Bewährte politik-, organisations- und operationsgeschichtliche Zugriffe stehen so neben innovativen bildungs-, mentalitäts- und kulturgeschichtlichen wie auch wirtschafts- und sozialgeschichtlichen Ansätzen. Insgesamt zeigen sie, was Militärgeschichte heute in Deutschland ist und was sie zu leisten vermag.