Search Results

In: Zweite Naturen
Epiphanien werden von Christen als Zeichen gedeutet, mit denen sich Gott in der Geschichte der Menschen bemerkbar macht. Im Moment der Erscheinung öffnet sich die Enge des verzweifelten irdischen Lebens, in dem die Sehnsucht nach Geborgenheit schon allen Lebensmut erstickt hat und die Erfahrung eigener Fehlerhaftigkeit nur noch die erdrückenden Grenzen des Selbst erkennen lässt. Die lebenswendende Kraft der Epiphanie ist eine Gnade. Wie aber bereiten wir uns auf das Wunder der Verwandlung vor? In der FUGE bekennen Autoren, dass wir in diesem Leben verwandelt werden können und suchen nach Möglichkeiten entschiedener Bereitschaft.
In: Verwandlung
In: Verwandlung
In: Verwandlung
In: Verwandlung
Das Journal FUGE befasst sich undogmatisch mit der Rolle der Religion in der Moderne. Es rangiert zwischen Wissenschaft und Feuilleton und verfolgt das Ziel, den religiösen Eros der Nachdenklichen zu wecken. Intellektuelle unterschiedlicher weltanschaulicher Couleur kommen zu Wort, darunter Theologen und Philosophen, Wissenschaftler und Künstler, Gläubige und Atheisten. Dabei geht es darum, die widerstrebenden Neigungen in der Brust des modernen Menschen einer schonungslosen Analyse zu unterziehen, um dem Rätsel auf die Spur zu kommen, ob ein gedeihliches religiöses Leben unter den aufgeklärten Bedingungen möglich ist oder ob Religion, wie die jüngst erstarkte gegenaufklärerische Tradition behauptet, in einer unversöhnlichen Spannung zur Moderne steht. Der erste Band fragt, was es mit der neuerdings so viel beschworenen Rückkehr der Religionen auf sich hat. Hierbei zeigt sich, dass diese Frage nicht beantwortet werden kann, wenn man nicht zurückgeht auf das westliche Dilemma zwischen Religion und Politik, das am Anfang der Moderne steht. Die neue Sichtbarkeit der Religion ist kein Indiz dafür, dass der Glaube in der Moderne angekommen ist. Im Gegenteil, sie fordert dazu heraus, darüber nachzudenken, ob der Religion nicht das Schicksal droht, ihrer Ernsthaftigkeit beraubt und auf dem Altar der alles absorbierenden Öffentlichkeit geopfert zu werden.
In: Profane Zumutungen
Humanismus und Anti-Humanismus (II)
Der Glaube an den Menschen hat im 20. Jahrhundert empfindliche Schläge erlitten. Wer heute in alten Texten Hymnen auf den Menschen liest, als schönen, starken und zärtlichen Sieger, als selbstlos Liebenden, als Mitleidenden, der allen Menschen der Welt ein Bruder und Helfer sein möchte, den werden, je nach Neigung, entweder nostalgische Gefühle überkommen oder zynische Bitterkeiten überfallen. Mindestens werden sich ihm jedoch Zweifel auftun. Das obsessive öffentliche Gerede von der menschlichen Würde, dem bezeichnenderweise kaum ein angemessenes Bild vom Menschen gelingen will, steht dabei meist unverbunden und abstrakt neben der Sehnsucht, den Sinn der menschlichen Existenz zu verstehen und ihr etwas Erhabenes abzugewinnen. Und so drohen zuletzt selbst die zarten Erfahrungen mit menschlicher Hinwendung vernutzt zu werden. Vielleicht lässt sich jedoch die wie verschleiert scheinende »imago dei« lüften, wenn der Blick auf die tragische und strebsame Größe des Menschen fällt: Der Mensch ist ein Sünder, aber er kann sich, auch wenn er sich ihr nicht endgültig zu entwinden vermag, aus der Verstrickung heraus zu höheren Früchten strecken.
In: Der Anfang