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  • Author or Editor: August Wilhelm Schlegel x
  • Status (Books): Published x
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Die 'Vorlesungen von 1798–1827' stellen einen zentralen Bestandteil des kritischen Werkes August Wilhelm Schlegels dar. Am berühmtesten und bedeutendsten sind neben den Wiener Vorlesungen die Berliner Vorlesungen von 1802–04 'Über schöne Literatur und Kunst' mit eigenen Sektionen über die klassische und die romantische Literatur, die zusammen mit 'Über Theorie und Geschichte der bildenden Kunst' in den ersten beiden Bänden der Edition publiziert werden sollten. August Wilhelm Schlegel hat diese Vorlesungen meist genau in eigenhändigen Manuskripten ausgearbeitet, die sich in seinem Nachlass erhalten haben. Hiermit werden die Berliner Vorlesungen erstmals als kritische Ausgabe vorgelegt; in die Gesamtausgabe Eduard Böckings von 1846 wurde keine von ihnen aufgenommen. Bereits 1989 legte Ernst Behler (†) den ersten Band vor. Durch den Tod des Herausgebers ist der zweite Band nur bis zur Erstellung des Textteiles gediehen. Nunmehr hat sich der Verlag entschieden, dem Publikum den noch von Behler edierten, korrigierten und zum Druck vorbereiteten Text als ersten Teilband herauszugeben, um zunächst die für die ersten beiden Bände vorgesehenen Vorlesungen als Text zugänglich zu machen. Einleitung und Kommentar folgen als zweiter Teilband in Bälde, herausgegeben von dem neuen Gesamtherausgeber Georg Braungart.
Die Botschaft der deutschen Romantik an Europa hat man die berühmten Vorlesungen August Wilhelm Schlegels genannt, des Mannes, der – wie sein Bruder Friedrich, doch auf andere Weise – zu einem der großen kritischen Köpfe der deutschen Geistesgeschichte wurde. Leider ist in die Böckingsche Gesamtausgabe von 1846 nur ein Bruchteil eingegangen. Hier wird zum erstenmal eine Kritische Gesamtausgabe der Vorlesungen mit Kommentaren und Registern vorgelegt. Das Unternehmen, 1989 von Ernst Behler begonnen und durch seinen Tod unterbrochen, wird jetzt weitergeführt. Die 'Vorlesungen über Enzyklopädie der Wissenschaften' (1803), die hier aus A.W. Schlegels Dresdner Nachlass erstmals im Druck vorgelegt werden, bilden das bedeutsamste Parallelstück zu den fast zeitgleich gehaltenen berühmten Berliner 'Vorlesungen über schöne Literatur und Kunst'.
August Wilhelm Schlegel (1767-1845) ist eine der zentralen Figuren der deutschen Romantik; seine Bedeutung für die deutsche Geistesgeschichte kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Er hat als Kritiker und Theoretiker der deutschen Literatur über die Romantik hinaus wichtige Impulse gegeben. Als Gelehrter steht Schlegel am Beginn der Entwicklung vieler der heute etablierten geisteswissenschaftlichen Disziplinen. Eine der wirkungsmächtigsten Bühnen Schlegels sind seine Vorlesungen, die er zunächst als Privatgelehrter in Berlin, in Wien, schließlich in Bonn als Professor für Literatur und Kunstgeschichte hält.
Gerade die frühen Vorlesungen zur Ästhetik - die Jenaer »Vorlesungen über philosophische Kunstlehre« (1798/99) und die Berliner »Vorlesungen über schöne Literatur und Kunst« (1801-04) - gehören zu den bedeutendsten theoretischen Texten der deutschen Romantik. Schelling lobte darin »die reinen und objectiven Züge, mit denen so viele Ideen gleichsam in einer allgemein gültigen Form auch für die Reflexion ausgesprochen« werden.
Der innerhalb der auf sechs Bände angelegten »Kritischen Ausgabe der Vorlesungen« Schlegels erscheinende Kommentarband II/2 ergänzt die Textbände I und II/1 und er-schließt den Kosmos von Schlegels frühen Vorlesungen. Er enthält bisher zum größten Teil unbekannte Mitschriften und Dokumente, einen gründlichen textkritischen Kommentar und ausführliche Sacherläuterungen. Ein Literaturverzeichnis sowie ein Sach- und ein Namenregister runden den Band ab.
August Wilhelm Schlegels Vorlesungen, 1808 in Wien vor einem illustren Publikum gehalten und zwischen 1809 und 1811 in drei Bänden veröffentlicht, gehören zu den wichtigsten theoretischen Texten der deutschen und europäischen Romantik. Die sogenannten ‚Wiener Vorlesungen‘ August Wilhelm Schlegels bilden ein Scharnier zwischen der deutschen Frühromantik und der europäischen Romantik.
Sie bündeln noch einmal die Erträge aus Schlegels Forschungen zur antiken Theaterpraxis, seiner Kritik des französischen Theaters sowie seinen Übersetzungen Shakespeares und Calderóns, gleichzeitig entstehen sie in Coppet an der Seite Germaine de Staëls in einem internationalen Kontext: Gemeinsam mit de Staëls De l’Allemagne verbreiteten sie die Ideen der deutschen Romantik in der ganzen Welt, ihr Einfluss lässt sich bei Stendhal oder Hugo in Frankreich, Coleridge oder Shelley in England, Manzoni in Italien oder Poe in den USA nachweisen. Der vorliegende Band bringt erstmals den bereinigten Text der Erstausgabe; der zweite Teilband wird eine umfangreiche Textkritik, Sachkommentare und Materialien zur Entstehung und Rezeption enthalten.