Beziehungen und Begegnungen 1945–2017
HerausgeberInnen: Ulrike Gilhaus und Andreas Neuwöhner
Der reich bebilderte Band zur gleichnamigen Wanderausstellung widmet sich der gegenseitigen Wahrnehmung von Briten und Westfalen. Denn die Briten haben Westfalen verändert. Sie kamen als Sieger, Befreier, Besatzer. Sie führten demokratische Strukturen ein und gründeten das Land Nordrhein-Westfalen.
Die dauerhafte Anwesenheit der Briten in Westfalen als Stationierungsstreitkräfte der NATO ermöglichte Begegnungen zwischen Deutschen und Briten – im offiziellen und im privaten Rahmen. Aber auch das Alltagsleben in den britischen Garnisonen wird beleuchtet, samt den unvermeidlichen Konflikten zwischen Militär und Zivilgesellschaft. Zudem nehmen die Autoren das zukünftige Erbe denkmalgeschützter Kasernen, Siedlungen sowie die Perspektiven für die ehemaligen Truppenübungsplätze in den Blick, prägen sie doch die Region mit.
in Briten in Westfalen
in Briten in Westfalen
Biografische Skizzen zur Hofkultur einer fürstbischöflichen Residenz
HerausgeberInnen: Andreas Neuwöhner und Lars Wolfram
Die Kulturgeschichte des fürstbischöflichen Hofes in Neuhaus ist ein bislang wenig beachtetes Thema. Zu Unrecht. Vor allem die internationalen Beziehungen des Hofes auch jenseits der konfessionellen Grenzen verdeutlichen, dass Neuhaus in der Frühen Neuzeit ein Zentrum für Künstler und Gelehrte war.
Der biographische Zugriff stellt die Akteure des fürstbischöflichen Hofes in den Mittelpunkt. Ihre personalen Netzwerke verbanden die höfische Kultur in Neuhaus mit den Höfen des Alten Reichs und vor allem mit Italien. Im Zentrum des Bandes stehen die Künstler, Gelehrten und Mitglieder des Hofstaates, die mit ihrer Tätigkeit die Kultur des Hofes prägten. Ihr Bezug zu Neuhaus und ihr Beitrag zur Gestaltung des Neuhäuser Hoflebens werden herausgearbeitet und so ein Einblick in den Alltag der fürstbischöflichen Residenz ermöglicht. Damit ist der Band auch für ein breites Publikum von Interesse. Das Buch ist reich bebildert und über ein Ortsregister erschlossen.
Von der Benediktinerabtei zur evangelischen Kirche Paderborns
Das 1016 gegründete Kloster Abdinghof in Paderborn zählt zu den ältesten und bedeutendsten Benediktinerabteien Westfalens. Vor 150 Jahren übergab der preußische Staat die Kirche des aufgelösten Klosters der evangelischen Gemeinde Paderborn. Aus Anlass dieses Doppeljubiläums nimmt sich ein interdisziplinäres Forscherteam der bislang nur unzureichend aufgearbeiteten Geschichte des Abdinghofs an. Der Bogen wird dabei von der Gründungsgeschichte über Blütezeit und Krisen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit bis zu bau- und kunstgeschichtlichen Aspekten geschlagen.
Besatzer, Verbündete, Freunde?
Der Abzug der britischen Streitkräfte aus Westfalen ist eine Zäsur in der Nachkriegsgeschichte. Der Band bietet erstmals einen vertieften Einblick in die Entwicklung der deutsch-britischen Begegnungen und Beziehungen in Westfalen.
Die Aufsätze untersuchen diesen Wandel von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart. Dabei stehen zunächst die verschiedenen Felder der britischen Besatzungspolitik im Fokus. Der zweite Schwerpunkt befasst sich mit der deutschen und britischen Jugend in der Besatzungszeit, bevor dann diverse deutsch-britische Annäherungen bis in die heutige Zeit untersucht werden. Komplettiert wird das Bild durch zahlreiche interdisziplinäre Beiträge zur westfälisch-britischen Besatzungs- und Stationierungsgeschichte.
in Briten in Westfalen 1945-2017
in Briten in Westfalen 1945-2017
in Briten in Westfalen 1945-2017
in Briten in Westfalen 1945-2017