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Theologischer Versuch über Camouflage und Hermeneutik
Author: Peter Hofmann
Karl May – einer der skandalumwittertsten und meistgelesenen Schriftsteller des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Sein Werk ist durchzogen mit weltanschaulich-religiösen Tendenzen. Seine Protagonisten – von Winnetou über Old Shatterhand bis hin zu Kara Ben Nemsi – kämpfen für Frieden und Gerechtigkeit. »Einer der besten deutschen Erzähler«, aber ein »armer verwirrter Prolet« (Ernst Bloch), vielleicht sogar »der letzte Großmystiker« der Literatur (Arno Schmidt): Karl May, der Weltanschauungsliterat mit Botschaft, hat ein vielschichtiges und vieldeutiges Werk hinterlassen, das sich von Anfang an in theologischen Kontexten bewegt und daher auch eine theologische Studie verdient. Seine lebenslange Camouflage verhüllt nicht nur das Scheitern in der bürgerlichen Gesellschaft, sondern ermöglicht neue Selbst- und Weltdeutungen, die ihn als reflektierten Dichter an der Schwelle zur Moderne ausweisen.
Einführung mit zentralen Texten
Author: Thomas Mikhail
Zweifellos hat kaum ein Denker die abendländische Philosophie und Geistesgeschichte so maßgebend geprägt wie Immanuel Kant. In der Pädagogik kommt ihm dagegen keine annähernd tragende Bedeutung zu. Im Gegensatz zu Rousseau und Herbart schafft es Kant nur selten, in den Rang eines pädagogischen Klassikers gehoben zu werden. Dies mag mit der Sperrigkeit seiner Texte, dem Gewicht auf philosophischen Fragen oder dem Eigentümlichen seiner Denkungsart zusammenhängen.
Dennoch macht sich der vorliegende Einführungsband zur Aufgabe, die Bedeutung Kants für die Pädagogik herauszuarbeiten. Dazu widmet er sich zentral der Transzendentalphilosophie und versucht, deren Kern anschaulich und verständlich freizulegen, um Bezüge aus Kants theoretischer und praktischer Philosophie für die Pädagogik als Erziehungslehre und Wissenschaft herzustellen.

Die Texte sind so gewählt, dass sie pädagogisch Relevantes aus dem gesamten Werk des Königsberger Denkers bieten und nicht bloß dessen Pädagogikvorlesung entnommen sind.
Zur schöpferischen Genese von Sinn im Vollzug der Erfahrung
Author: Evi Agostini
Ist Lernen ein Finden oder ein Erfinden? In einer theoretisch präzisen und zugleich erfahrungsnahen Analyse legt das Buch Grundlagen für ein neues Verständnis von Lernen.
Evi Agostini widmet sich der Frage, wie das Lernen von Lernenden und Lehrenden verstanden und folglich besser gestützt und angestoßen werden kann, ohne den affektiven Teil des Geschehens aus dem Blick zu verlieren. Dabei wird das Spannungsfeld zwischen Lernen als Finden (des Gegebenen) und Er-Finden (des Neuen) nicht einfach aufgelöst, sondern in seinem eigentümlichen Zusammenspiel von reproduktiven und produktiven Elementen im Zwischenfeld von Subjekt und Objekt gedeutet. Damit legt die Autorin Grundlagen für eine kritische Lerntheorie, die Wirkungen von Schule und Unterricht aufzeigt, und die Frage nach der schöpferischen Genese von neuen Selbst, Fremd- und Weltbildern vor dem Hintergrund der Möglichkeiten gegenwärtigen Bildungsdenkens diskutiert.
Themen - Thesen - Perspektiven
Author: Klaus Demmer
Philosophische und theologische Ethik bearbeiten Lebensfelder, die in der Regel konfl iktgeladen sind. Klaus Demmer greift drei exemplarische Lebensfelder auf, um an ihnen Strukturen ethischen Denkens zu demonstrieren: Geschlechtlichkeit, Lebensbindungen und Umgang mit menschlichem Leben. Dies ist ein Beitrag zur Selbstaufklärung der Ethik. Der Ethiker legt Rechenschaft ab über sein Denken und über die Leistungsfähigkeit seiner eingebrachten philosophischen Denkmittel. Wie weit tragen philosophische Optionen? Sind sie entwicklungsfähig oder ergänzungsbedürftig? Eine Antwort auf diese Fragen ist der Ethiker der Plausibilität seiner Argumente schuldig. Der Gesprächspartner will wissen, mit wem er es zu tun hat. Hier liegt das Einfallstor für die theologische Dimension. Glaube und Vernunft stehen nicht nebeneinander, sondern sind ineinander verschränkt. Glaubensargumente dürfen nicht überfrachtet werden. Sie sind vielmehr eingebettet in ein tragendes Selbstbewusstsein, das den Umschlagplatz für normative Weisungen bildet
Postanalytische Epistemologie und Hermeneutik im Gespräch mit Robert B. Brandom
Der Glaube als existentieller Stabilitätsfaktor – dieses Bild macht dieses Buch zu seinem Thema. Es rekonstruiert, in welcher Weise religiöse Überzeugungen auch fragil und vor allem dynamisch und lernbereit zu denken sind.
Glaube ist nicht selten mit Ideologieverdacht konfrontiert: Er liefert ein geschlossenes Weltbild, das determiniert, was wir wie beurteilen und für andere Standpunkte und Wahrnehmungen unsensibel macht. Dürnberger bringt dagegen die prinzipielle Dynamik des Glaubens ins Spiel; er legt (offenbarungs-)theologische und v. a. (sprach-)philosophische Möglichkeitsbedingungen eines lernenden Glaubens frei und fragt, wie sich Glaube in der Erforschung der Zeichen der Zeit legitim zu dynamisieren vermag. Wichtigster Referenzdenker dafür ist der US-amerikanische Philosoph Robert B. Brandom, dessen inferentialistischer Pragmatismus zu den prominentesten Positionen der Gegenwartsphilosophie zählt.
2. Auflage
Author: Josef Wohlmuth
Theologie als Zeit-Ansage: Welcher Zeit geht die Christenheit entgegen? Welcher Verantwortung muss sie sich neu stellen? Wie viel Zeit bleibt uns noch? Das Buch wirbt für ein tieferes Verständnis von Gottesdienst und Liturgie, die in der nachwachsenden Generation Europas vielfach als „uncool“ empfunden wird. Aus theologischer Leidenschaft steht es für einen Glauben, in dem eine neue Sehnsucht nach Gott wie eine Gabe des Himmels aufscheint. Der Glaube an Jesus Christus konfrontiert uns damit, dass unsere Welt in ihrer heutigen Erscheinungsform massiv bedroht ist. Aber gerade deshalb sind wir aufgefordert, Verantwortung für sie zu übernehmen. Die Zeit dazu drängt und ruft die Christenheit auf, neue, mutige Schritte im Glauben zu wagen und für die Welt, in der wir leben, theologisch und politisch Verantwortung zu übernehmen.
Zur Bedeutsamkeit des Sich-Einlassens im Erfahrungsvollzug
Author: Stephanie Mian
Lernen zwischen Gewohnheit und Leidenschaft Zur Bedeutsamkeit des Sich-Einlassens im Erfahrungsvollzug. Welche Bedeutung kommt dem Sich-Einlassen im Lernen zu? Ist das Sich-Einlassen in der Schule, welche mit institutionalisierten Rahmenbedingungen, Anforderungen und Pflichten verbunden ist, überhaupt möglich? Welche Rolle spielt dabei das Lehren? Diese Fragen beleuchtet Stephanie Mian aus einer umfassenden theoretischen und empirischen Perspektive, wobei sie das Lernen als responsives Geschehen in den Blick nimmt: Einen fremden Anstoß aufnehmend, verlassen Lernende Gewohntes und lassen sich auf Unbekanntes ein, wodurch sie sich auf dem Weg zu Neuem befinden: ein Weg, der mit Neugier, Interesse, Begehren sowie Scham, Zweifel und Leidenschaft verbunden ist.
Author: Alfred Schäfer
Die Protestbewegungen der 1960er Jahre kritisierten ein umfassendes, alles durchdringendes autoritäres und repressives System: Dieses System bewirke eine Entfremdung der Individuen von ihren Bedürfnissen und Interessen, welche den Widerstand gegen soziale Herrschaft und kapitalistische Ausbeutung nahezu unmöglich mache. Eine solche Annahme macht jedoch den Standpunkt des Kritikers selbst prekär. Es ist nicht auszuschließen, dass er selbst noch den von ihm kritisierten Bedingungen unterliegt. Dieses Problem der Begründbarkeit einer gesellschaftskritischen Position scheint gerade für die deutsche Protestbewegung zentral geworden zu sein: Im Mittelpunkt ihrer Diskussionen stand die Frage nach dem Zusammenhang von notwendiger Selbstveränderung und sozialer oder politischer Veränderung. Die Auseinandersetzung lässt die Kontroversen der »68er« auch aus einer bildungsanalytischen Perspektive interessant werden, da sich in ihnen der problematische Zusammenhang von Prozessen der Selbst- und Weltveränderung entfaltet.
Arzt – Politiker – Gründer des Missionswerks missio
Author: Judith Rosen
Der Aachener Arzt, Lokalpolitiker und Visionär Heinrich Hahn gründete nach französischem Vorbild ein Missionswerk, heute missio. Sein Leben spiegelt die politischen, sozialen und religiösen Ereignisse des 19. Jahrhunderts wider.
Wer sich mit Heinrich Hahn beschäftigt, staunt über die Bandbreite seiner Aktivitäten. Neben seinem Franziskus-Xaverius-Missionsverein gründete er weitere Vereine, die das politische und religiöse Leben Aachens prägten und über die Stadtgrenzen hinaus wirkten. Trotz seiner vielen Verpflichtungen fand er noch Zeit, eine preisgekrönte medizinische Abhandlung über die Hirnhautentzündung, eine Schrift über die christliche Liebe und eine fünfbändige Missionsgeschichte zu verfassen.
Hahn starb im Ruf der Heiligkeit. Seit 2000 betreibt die Diözese Aachen seinen Seligsprechungsprozess. 2015 erklärte Papst Franziskus per Dekret Heinrich Hahn zu einem »verehrungswürdigen Menschen«.