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  • Author or Editor: Antonius Liedhegener x
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In: Katholizismus zwischen Religionsfreiheit und Gewalt
In: Katholizismus in Deutschland
In: Religionsfreiheit und Pluralismus
In: Interdisziplinarität der Christlichen Sozialethik
In: Handbuch der Religionsgeschichte im deutschsprachigen Raum
Begründungen - Voraussetzungen - Formen
Nach dem Vertrauensverlust der Katholischen Kirche durch den Missbrauchsskandal hatte die Deutsche Bischofskonferenz 2010 einen umfassenden interkirchlichen Dialog- bzw. Gesprächsprozess angekündigt. In einer Tagung wurde an der Ruhr-Universität Bochum vor dem Hintergrund des Zweiten Vatikanischen Konzils die theologische Begründung innerkirchlicher Dialogprozesse, verschiedene Formen und die Voraussetzungen für ein Gelingen thematisiert. In diesem Band beziehen sowohl einer der Verant-wortlichen der Deutschen Bischofskonferenz für den Gesprächsprozess (Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck) als auch renommierte Theologen (Manfred Belok, Hermann-Josef Pottmeyer, Thomas Söding) Stellung. Es ist aber auch eine Außensicht aus wirtschafts- und sozialwissenschaftlicher Sicht (u.a. Harald Holzmüller, Antonius Liedhegener) vertreten, die auf die Bedeutung gelinder Dialogprozesse in sozialen Organisationen hinweisen. Zudem wird auf die Bedeutung gelingender innerkirchlicher Dialoge für eine zukunftsweisende Pastoral (Bernhard Spielberg) und die Vermittlung kirchlicher Inhalte in der Öffentlichkeit (Thomas Wienhardt) hingewiesen.
Entwicklungslinien eines katholischen Lernprozesses
Von strikter Ablehnung bis zur entschiedenen Verteidigung der Religionsfreiheit reicht das Spektrum der offiziellen Haltung der katholischen Kirche. Die Position zur Frage der Religionsfreiheit ist durch unterschiedliche Phänomene gekennzeichnet: Einerseits durch eine strikt antimodernistische Haltung, die eine entschiedene Ablehnung der Religionsfreiheit einschloss, andererseits durch eine entschiedene Befürwortung von Menschenrechten und Demokratie im Allgemeinen und der Religionsfreiheit im Besonderen. Als Zeitpunkt der Wende von der Ablehnung zur Befürwortung der Religionsfreiheit wird dabei in der Regel das Zweite Vatikanum betrachtet. Die Frage ist: Wie konnte es zu einer solchen »kopernikanischen Wende« kommen? Welcher »Lernprozess« führte – an der katholischen Basis bzw. im katholischen Milieu, in der wissenschaftlichen Theologie sowie in der Amtskirche – zu einem Umdenken in der Frage der Religionsfreiheit?