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Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste ist eine Vereinigung der führenden Forscherinnen und Forscher des Landes. Sie wurde 1970 als Nachfolgeeinrichtung der Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen gegründet. Die Akademie ist in drei wissenschaftliche Klassen für Geisteswissenschaften, für Naturwissenschaften und Medizin sowie für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften und in eine Klasse der Künste gegliedert.

Mit Publikationen zu den wissenschaftlichen Vorträgen in den Klassensitzungen, zu öffentlichen Veranstaltungen und Symposien will die Akademie die Fach- und allgemeine Öffentlichkeit über die Arbeiten der Akademie und ihrer Forschungsstellen informieren.
In: "Biblia Slavica"
In: Liturgisches Hymnen nach byzantinischem Ritus bei den Slaven in ältester Zeit
Im montenegrischen Cetinje hatte unter venezianischem Einfluss schon 1493 ein kyrillischer Buchdruck begonnen. Bald mussten die Drucker türkischer Bedrückung weichen. Zu ihnen gehörte ein gelehrter Priester-Mönch Makarije, über den sonst fast nichts bekannt ist. Er wich in die Walachei im heutigen Rumänien aus, wo er als letztes von drei bekannten Drucken das hier wieder abgedruckte Evangeliar nach kirchenslavischer Vorlage herausbrachte. Es erscheint hier zum ersten Mal wieder.
In: Des Neuen Testamentes
Bücher des Alten und des Neuen Testaments. Faksimile-Band und Kommentarband
Editors: Hans Rothe and Irena Kwilecka
Die von dem Priester Jakub Wujek im 16. Jahrhundert angefertigte altpolnische Bibelübersetzung gehört dem goldenen Zeitalter“ der polnischen Literatur an. Sie ist ein höchst originelles Vorhaben künstlerischer Prosa der polnischen Renaissance. Diesem Werk hat Wujek – der „polnische Hieronymus“ – die meiste Zeit seines nicht sehr langen Lebens (1541–1597) gewidmet.
Neben seinen literarischen Werten zeichnet sich das Werk durch seine große theologische Gelehrtheit und die Vertrautheit mit der damaligen Bibelexegese aus. Es ist nicht nur ein Denkmal des polnischen theologischen Denkens, sondern auch ein literarisches Werk von hohem Rang, mit dem ganze Generationen von Polen erzogen worden sind. Diese Übersetzung – vielmals neu aufgelegt, modernisiert und verbessert – erfüllte die Rolle einer katholischen Grundübersetzung und wurde von der katholischen Kirche in Polen 367 Jahre lang benutzt.
Evangelien und Apostelgeschichte. Labiau 1580
Mit dem Erscheinen der kritischen Textedition der Evangelien und der Apostelgeschichte der ersten litauischen Bibelübersetzung (1580/1590) von Johannes Bretke (lit. Jonas Bretkunas) liegt dieser Teil der Bibel erstmals in allen drei Reihen der umfassenden Bretke-Edition vor: Faksimile-Band, Texteditions-Band, Kommentar-Band.
Für die philologische und theologische Forschung ist es ein Glücksfall, dass die Bretke-Bibel bis in unsere Tage nicht gedruckt wurde, so blieb uns das wertvolle Manuskript mit seinen zahlreichen grammatischen, lexikalischen und stilistischen Varianten über Jahrhunderte erhalten. Der Editionsband zeigt nun die teilweise sehr komplizierte Textentwicklung detailliert und fortlaufend kommentierend bis zur Fassung letzter Hand auf, wobei das Ringen des Übersetzers um die Schaffung einer adäquaten litauischen Bibelsprache deutlich wird. Die Handschrift stellt nicht nur eine mächtige Basis für die historische Sprachforschung dar, sondern ist zugleich ein beeindruckender Beitrag zur Geistesgeschichte des Herzogtums Preußen im 16. Jahrhundert.
Faksimile der Handschrift, Band 4 und 5, Königsberg i. Pr. 1590 - Die prophetischen Bücher und die Apokryphen
Die litauische Bibel im Faksimile – jetzt vollständig! Die im Jahre 1590 von Pfarrer Bretke in Königsberg abgeschlossene Übersetzung der Bibel ins Litauische liegt jetzt erstmals komplett als Faksimile vor. Der letzte Band der Faksimile-Ausgabe, der nun erscheint, enthält die prophetischen Bücher des Alten Testaments und die Apokryphen.
Die Gesamtausgabe der litauischsprachigen Bretke-Bibel erscheint als Supplementum zur Reihe »Biblia Slavica«, welche bei der Rheinisch-Westfälischen Akademie der Wissenschaften angesiedelt ist und durch die Professoren Hans Rothe und Friedrich Scholz herausgegeben wird. Der jetzt erscheinende Doppelband 4/5 von Bretkes Übersetzung, die er 1590 in Königsberg vollendete, schließt die Faksimile-Ausgabe dieses einzigartigen kulturhistorischen Denkmals ab. Mit ihr ist erstmals die gesamte Handschrift, die ursprünglich zum Bestand der Universitätsbibliothek Königsberg gehörte und heute im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz verwahrt wird, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.