Search Results

In: Alter und Gesellschaft

Gegenstand des Beitrags ist der Einsatz von Geschichte bzw. „Erinnerung“ in den politischen Reden des demokratischen Athen der Epoche der Klassik (5./4. Jh. v. Chr.). Die Redner vor der Volksversammlung und den Geschworenengerichten verwendeten Vergangenheitsbezüge, um damit ihre Argumentation zu unterstützen. Die Instrumentalisierung dieser Exempla war dabei nicht auf bloße Topoi ohne tiefere Bedeutung beschränkt, vielmehr wird deutlich, rückt man den Wissens- bzw. Erwartungshorizont der Zuhörerschaft in den Mittelpunkt, dass die Argumentation nur funktionieren konnte, wenn sie vom Publikum auch verstanden und akzeptiert wurde. Im Mittelpunkt steht damit das überaus dynamische soziale bzw. kommunikative Gedächtnis und dessen Bedeutung im klassischen Athen, das, wie die neuere Forschung betont hat, noch wesentliche Eigenschaften einer „oral society“ aufwies. Besonderes Interesse gilt dabei der Frage, zu welchen Umdeutungen der Geschichte es nach der Katastrophe des Peloponnesischen Kriegs kam, welche Zielsetzungen mit diesen verbunden waren und inwieweit dies Rückschlüsse auf die Wahrnehmung der Gegenwart im Verhältnis zur ‚glorreichen‘ Vergangenheit erlaubt.

In: Erinnerung
In: Erinnerung
In: Erinnerung
In: Erinnerung
Studien zu Konstruktionen, Persistenzen und gesellschaftlichem Wandel
„Erinnerung“ ist ebenso unverzichtbarer Bestandteil des individuellen Lebens wie kollektives Erinnern eng mit Entstehung und Zusammenhalt von Gruppen und Gemeinwesen verbunden ist. Erinnerung ist zum einen eine gesellschaftliche Herausforderung und hat sich zum anderen als lohnendes Beschäftigungsfeld für Wissenschaft und Kunst erwiesen. Im vorliegenden Band widmen sich Mitglieder des Jungen Kollegs dem Phänomen aus der Perspektive ihrer jeweiligen Disziplinen, nehmen dabei aber Bezug auf einen gemeinsam erarbeiteten Fragenkatalog. Im Mittelpunkt steht die Interdependenz von Erinnerung und gesellschaftlichem Wandel.
Anschlüsse an Günther Buck
Günther Buck (1925-1983) kann als stillschweigend anerkannter Klassiker der philosophisch orientierten Pädagogik des 20. Jahrhunderts bezeichnet werden.
Die Rezeption seines Werkes konzentriert sich bislang auf ausgewählte Aspekte und Schriften und schlug sich auch nicht in den Monographien, Sammelbänden oder Aufsätzen nieder, die für gewöhnlich den Status eines Klassikers anzeigen. Anerkannt ist Buck dennoch, denn seine Leistungen für die Lern- und Bildungstheorie gelten als unbestritten. Auf seine Werke wird noch in aktuellen Veröffentlichungen verwiesen obwohl sie zumeist nur schwer erhältlich sind. Trotz vierzig Jahren kontinuierlichen Interesses am Werk Günther Bucks stehen dessen Aufarbeitung, produktive Weiterentwicklung und grundsätzliche Kritik sowie wissenschaftsgeschichtliche Verortung bis dato noch aus. Dieser Band macht nun den Anfang.
Piraterie, Korsarentum und maritime Gewalt von der Antike bis zur Neuzeit
Über Jahrtausende gehörte der Seeraub zu den prägenden Faktoren der Geschichte des Mittelmeerraums. Die Akteure wurden als Bedrohung wahrgenommen, bewirkten aber auch vielfältige Verbindungen über das Mittelmeer hinweg. Die Bekämpfung maritimer Gewalt diente antiken Imperien und mittelalterlichen Seerepubliken als Legitimationsgrundlage. Überfälle auf Küsten, Sklaverei und Freikaufgeschäfte spielten eine wichtige Rolle in den Konfrontationen zwischen islamischer und christlicher Welt. Der Band vereinigt Studien zu diesem Themenfeld erstmals in epochenübergreifender Perspektive.
Personen – Positionen – Perspektiven. Festschrift für Bischof Dr. Konrad Zdarsa zum 70. Geburtstag
Ein Schlagwort der jüngeren Vergangenheit zum Thema Kirche, das keine negativen Assoziationen aufruft? Gibt es: Neue Evangelisierung!
Damit keine falschen Vorstellungen aufkommen: Mitnichten geht es darum, wem auch immer in unserer westlichen Zivilgesellschaft das Evangelium Jesu Christi – womöglich noch gegen dessen (oder deren) Willen – anzubieten oder aufzudrängen! Wer könnte den Relevanzverlust des Christentums hierzulande leugnen wollen? Aber muss man ihn deshalb akzeptieren – einfach hinnehmen? Nein!
Es gilt, die Herausforderung anzunehmen, und zwar hier und heute. »Neue Evangelisierung« bedeutet deshalb zuvorderst »Selbstevangelisierung« des mündigen Christen und zwar in allen drei Bereichen kirchlichen und persönlichen Glaubenslebens: Glauben authentisch bezeugen, Glauben ergreifend feiern, Glauben diakonisch leben – so vielstimmig wie möglich!
So werden im vorliegenden Band mit Blick auf konkretes kirchliches Handeln Perspektiven eröffnet, Positionen erläutert und Persönliches kommuniziert.