In: Reading the Body of Christ
In: Verwundete Gewissheit
Eine geschlechtertheologische Relecture
Die Leib-Christi-Metaphorik ist in Christologie und Ekklesiologie besonders wirkmächtig – bis heute. Das zeigt sich an den einflussreichen Körperbildern und vielschichtigen Konstruktionen von Geschlecht, die mit dem »Leib Christi« verbunden werden.
Die Rede vom »Leib Christi« ist nicht »unschuldig«, denn durch sie werden auch Vorstellungen von Körperlichkeit und Geschlecht in der Theologie verankert und legitimiert. Expert(inn)en aus den USA, Großbritannien und Deutschland gehen den Funktionen und Implikationen der Leib-Christi-Metapher nach, und sie sensibilisieren dafür, sowohl die Potenziale als auch die Probleme der Leib Christi-Metaphorik wahrzunehmen. In den christlich-theologischen und religionswissenschaftlichen Analysen, u. a. der Theologien Karl Rahners, Joseph Ratzingers, Hans Urs von Balthasars und Jon Sobrinos, wird gefragt, wie tragfähig die Leib-Christi-Metapher heute noch sein kann.
Strategien zum Umgang mit Verunsicherung in Islam und Christentum
Das Gewaltpotential monotheistischer Religionen wird in unseren Tagen wie kaum ein anderes Thema diskutiert. Wie wirkt das Gefühl der Verunsicherung im eigenen Glauben und in der Begegnung mit dem Anderen? Wie kann ich noch der Gewissheit des eigenen Glaubens trauen, wenn andere Menschen ganz selbstverständlich anderen Gewissheiten folgen? Durch die Pluralität der religiösen und nicht religiösen Gewissheiten ist Gewissheit fraglich geworden, sie ist gewissermaßen verwundet. Was ist die Folge dieser Verwundung? Wie reagieren Menschen auf Gewissheitsdefizite in ihrer Religion und wie kann es gelingen, dass ihre Verunsicherung nicht gewaltförmige Züge annimmt?