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  • Author or Editor: Dierk Walter x
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Militärische Innovationen und der Mythos der "Roonschen Reform"
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Der preußische Sieg in den Einigungskriegen gilt als fast automatisches Ergebnis der „Roonschen Reformen“ von 1859/60, die über Nacht das preußische Heer in eine hocheffiziente Kampfmaschine verwandelt haben sollen. Durch die Einordnung in die Entwicklung des preußischen Heerwesens seit 1807 widerlegt der Autor diese These und zeichnet ein differenzierteres Bild der preußischen Armee dieser Ära. Die Untersuchung verschiedener Reformprozesse macht deutlich, dass das preußische Militärwesen vor 1859 keineswegs von Schlendrian und Ausruhen auf den Lorbeeren der Einigungskriege geprägt war. Vielmehr hatte das preußische Heer die stetige Professionalisierung und die behutsame Aneignung von technischen und organisatorischen Neuerungen institutionalisiert und damit auch nach 1814 einen vorderen Platz unter den europäischen Armeen behauptet. Das Bild einer Stagnationsphase im mittleren 19. Jahrhundert verdanken wir, so der Autor, einer Historiographie, die zu lange damit zufrieden war, die Gründungsmythen des Kaiserreiches nachzuerzählen.
In: Globale Machtkonflikte und Kriege
In: Imperialkriege von 1500 bis heute
In: Imperialkriege von 1500 bis heute
In: Imperialkriege von 1500 bis heute
In: Imperialkriege von 1500 bis heute
Strukturen - Akteure - Lernprozesse
Seit über 500 Jahren führen Staaten der westlichen Welt Kriege, die der Eroberung von peripheren Gebieten dienen. Der dafür geläufige Begriff »Kolonialkriege« verengt mit seiner Fixierung auf die Epoche formeller Kolonialherrschaft den Blick und ignoriert die Kontinuitäten sowie die verblüffende strukturelle Konsistenz solcher Konflikte über die Jahrhunderte hinweg. Der vorliegende Band operiert stattdessen mit dem neuen Begriff »Imperialkriege«. Er erweitert damit deutlich den Blick, räumlich, zeitlich und inhaltlich: Er umfasst die Gesamtgeschichte der europäischen Expansion seit 1500, erlaubt aber auch die Einbeziehung außereuropäischer Mächte in die vergleichende Untersuchung einer Konfliktform, die nicht nur die in der Moderne häufigste gewesen ist, sondern auch die heutige Welt entscheidend geprägt hat. Dass sie es immer noch tut, zeigt die Gegenwart.
Funktion und Gestalt militärischer Fremdherrschaft von der Antike bis zum 20. Jahrhundert. Herausgegeben in Verbindung mit dem Arbeitskreis Militärgeschichte e.V.
Besatzung – d. h. militärische Fremdherrschaft auf Zeit – hat den Verlauf von Kriegen und die Erinnerung an sie stets mitbestimmt. 15 inter-nationale Historiker untersuchen hier erstmals epochenübergreifend die Geschichte von Okkupationen von der Antike über das Mittelalter bis in die jüngste Vergangenheit. Die Beiträge des mehrheitlich auf den Ergebnissen einer Tagung des Arbeitskreises Militärgeschichte beruhenden Bandes ordnen das Phänomen Besatzung in den Gesamtzusammenhang von Staat und Krieg ein. Sie untersuchen Besatzung über das Kriegsgeschehen hinaus als eine erzwungene Kulturbegegnung, die die politischen, kulturellen, Alltags- und Geschlechterverhältnisse zwischen Besatzern und Besetzten nachhaltig verändern konnte. Besonderes Augenmerk fällt hierbei auf die Großthemen Kollaboration und Widerstand. Bei allen Unterschieden der historischen Epochen zeigt sich so militärische Fremdherrschaft als eine spezifische Zwischenzeit zwischen Krieg und Frieden, deren gesellschaftsprägende Kraft in traditionellen politik- und militärgeschichtlichen Darstellungen oftmals unterbewertet bleibt.
In: Imperialkriege von 1500 bis heute
In: Imperialkriege von 1500 bis heute