In: Menschenwürde und Gerechtigkeit in der Pflege
Das romantische Kritikkonzept – Entstehung, Geschichte und Rezeption – und seine hauptsächlichen Vertreter stehen im Zentrum dieser facettenreichen Darstellung. Die romantische Weiterentwicklung aufklärerischer Kritikvorstellungen, auf welche die Gegner der Romantik wiederum reagierten, ist geprägt durch ironische Selbstreflexion, Bemühen um poetische Reorganisation von Wissen und Gesellschaft und ästhetische Kritik des kongenialen, die Geistesgeschichte überblickenden Subjekts. Insbesondere dadurch, dass Friedrich Schlegel die philologische Textkritik in der Untrennbarkeit von Reflexion und Kunstwerk begründete und eine progressive kritische Universalpoesie forderte, wurde zusammen mit der auf Selbstbegründung gerichteten und darum immer vorläufigen und unabschließbaren Reflexionskette die Kritik zum Kennzeichen der Romantik und die Auseinandersetzung mit ihr unabdingbar für Vertreter und Gegner.
Die Anzahl der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland steigt stetig. Dabei ist die Frage, wie die Pflege zukünftig gesellschaftlich organisiert werden soll, keinesfalls gelöst.
Gibt es eine Antwort auf den Pflegekräftemangel und welche Arbeitsbedingungen sind zumutbar? Worauf muss eine neue Pflegereform reagieren? Wo kann die Technisierung der Pflege Probleme lösen, wo wirft sie neue ethische Fragen auf?
Der Band greift diese vielschichtige Problematik auf und diskutiert Lösungsvorschläge zur Verwirklichung von mehr Gerechtigkeit im Pflegesektor. Dabei wird der spezifische, wissenschaftliche Lösungsbeitrag der christlichen Sozialethik zu dieser politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gestaltungsaufgabe herausgearbeitet.
Im Dialog mit anderen Wissenschaften sollen eine ausgewogene Beurteilung der Thematik erreicht, Vorschläge zur Gestaltung von Reformprozessen und Strukturveränderungen erarbeitet und offene und weiterführende Fragestellungen identifiziert werden.