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In: Europa 1914
In: Globale Machtkonflikte und Kriege
Juden, Politik und Antisemitismus in Ost- und Südosteuropa 1918-1945
Nach dem Ersten Weltkrieg wurden aus den 'Völkerkerkern' – den multinationalen Imperien des östlichen Europa – Nationalstaaten, die ihrerseits weiterhin zahlreiche ethnisch-nationale, religiöse und kulturelle Minderheiten in ihren Grenzen beherbergten. Spannungen waren vorprogrammiert. Juden wurden dabei häufig zum Feindbild par excellence. Deren Erwartungen und die Politik der „Staatsvölker“ ihnen gegenüber sind das Thema dieses Buches. Es zeigt in großer Klarheit die Praktiken der Ausgrenzung der Juden bei der Durchsetzung des nationalstaatlichen Prinzips in Ost- und Südosteuropa auf. Einerseits nehmen die Autoren die Ebene der politischen Handlungs- und Entscheidungsträger in den Blick, andererseits untersuchen sie den öffentlichen Diskurs zur 'jüdischen Frage' und die Interaktion zwischen Öffentlichkeit und Politik. Die Radikalisierung der Diskussion über die Juden und die Verschärfung der 'Judenpolitik' waren wechselseitige Prozesse, die auch mit Blick auf das Ausland eine eigene Dynamik gewannen.
Vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart
Einer der besten Kenner der Geschichte Sibiriens erzählt in seinem fesselnden neuen Buch die dramatische Geschichte von über 400 Jahren. Sie beginnt mit den Kosaken Jermaks, die im Dienste russischer Kaufleute als Speerspitze der Eroberung in die unbekannten Weiten jenseits des Urals vorstießen, und setzt sich über die Kolonisierung, Erforschung und Erschließung des vielgestaltigen Landes fort bis zur Gegenwart, in der Sibirien immer größeres Interesse auf sich zieht. Sibirien. Das Wort ruft zahlreiche Assoziationen hervor: unberührte, wilde Natur und ungeheure Weite - achteinhalb Tage braucht die Transsibirische Eisenbahn für die 9.298 Kilometer von Moskau bis Wladiwostok. Gleichzeitig verbinden sich mit Sibirien bedrückende Gedanken an Verbannung, Straflager und Zwangsarbeit - nicht ohne Grund ist Sibirien als 'das größte Gefängnis' der Welt bezeichnet worden. Riesig ist auch der Reichtum Sibiriens an Bodenschätzen, vor allem an Erdöl, Erdgas, Steinkohle, Gold und Diamanten. Bevor sie Sibirien zur Schatzkammer des Russischen Reiches und seiner Nachfolgestaaten machten, erwies sich ein anderer Schatz der Natur als Magnet von höchster Anziehungskraft: der Reichtum an Pelztieren. Er war einer der mächtigsten Anreize für die Eroberung Sibiriens durch die Russen. Sie begann im späten 16. Jahrhundert in der Regierungszeit Ivans IV. Seit dem ersten Vordringen gehörten der zivilisatorische Anspruch, die behauptete Überlegenheit der Russen zu den Gründen für die Rechtfertigung der Eroberung. Sibirien galt schon bald nicht mehr als Kolonie, sondern als genuiner Bestandteil des Reiches. Zu den Opfern der Kolonisierung gehörten vor allem die Ureinwohner Sibiriens, die zahlenmäßig zu schwach waren und aus zu vielen unterschiedlichen Völkerschaften bestanden, um sich erfolgreich zur Wehr setzen zu können. Dieses Spannungsverhältnis zwischen russischer Eroberung und den Lebensbedingungen und Überlebensstrategien der indigenen Bevölkerung ist ein zentrales Thema des Buches. Ein weiteres großes Thema ist die industrielle Erschließung und Ausbeutung des Landes, die in der sowjetischen Zeit ohne jede Rücksicht auf Mensch und Natur bis zum Extrem forciert wurde, ein Raubbau, der in seiner bis heute fortwirkenden Gigantomanie eine beeindruckende und reiche natürliche Umwelt an den Rand der völligen Zerstörung getrieben hat. Das bedrohte Naturwunder des Baikalsees ist nur ein Beispiel dafür.
In: Zwischen großen Erwartungen und bösem Erwachen
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