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  • Author or Editor: Dr. Karl Gabriel x
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Provokationen, Kontroversen, Perspektiven
Kommt der Prozess einer Verdrängung der Religion aus der Öffentlichkeit moderner Gesellschaften an ein Ende? Muss die Annahme korrigiert werden, dass Modernisierung mit religiöser Erosion einhergeht? Zwar ist Religion in den weitgehend säkularisierten Gesellschaften (West- und Mittel-)Europas vor allem im Bereich individueller Sinnfindung antreffbar. Je unübersichtlicher eine von ständigen Veränderungen geprägte Gesellschaft wird, umso notwendiger werden offenkundig kulturelle Widerlager, die eine Vergewisserung der persönlichen Identität ermöglichen. Ermöglichen. Aber immer öfter gelingt der Religion auch die Rückkehr in die politische und mediale Öffentlichkeit nicht nur als Sache des privaten Erlebens, sondern auch als Medium der Darstellung sozialer Differenzen, des Austragens sozialer Konflikte und des Kampfes um öffentliche Anerkennung religiöser Überzeugungen. In welcher Weise eine liberale Demokratie auf 'postsäkulare' Konstellationen von Religion und Gesellschaft Rücksicht nehmen muss, ist eine Leitfrage des Bandes, der die 'Wiederkehr der Religion' in ihrer politischen Bedeutung diskutiert und nach einem angemessenen begrifflichen und theoretischen Verständnis 'öffentlicher' Religion fragt.
"Der personale Faktor..."
Der spätere Kölner Kardinal Joseph Höffner gilt nicht nur als der einflußreichste katholische 'Soziallehrer' der Bundesrepublik Deutschland. Er hat auch wesentlich zur Grundlegung der 'sozialen Marktwirtschaft' beigetragen. Dieser Band widmet sich den Leben und Werk Höffners vor allem im Hinblick auf seine Beiträge zur Sozialethik und Sozialpolitik und bietet eine repräsentative Auswahl seiner zentralen Texte aus den 1950er und 1960er Jahren. Schon unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg mischt sich Höffner offensiv in die Debatte um die Neuordnung der staatlichen Sozialpolitik ein. Dabei setzt er sich u.a. mit Konzepten und Ideen wie 'soziale Gerechtigkeit', 'Eigenverantwortung' und 'Versorgungsstaat' auseinander, die gerade heute wieder in den Fokus der sozialpolitischen Debatte rücken. Im ersten Teil des Bandes beschäftigen sich fünf Beiträge mit der Biografie und den sozialethischen, sozialpolitischen, menschenrechtlichen und religionssoziologischen Ansätzen und Perspektiven Höffners. Den zweiten Teil liefert eine repräsentative Auswahl der auch heute noch zukunftsweisenden Arbeiten und Forschungsergebnisse aus Höffners Zeit als Sozialwissenschaftler und Soziallehrer.
"Beginnen wir einmal praktisch..."
Franz Hitze ist aus der Geschichte der katholischen Arbeiterbewegung und der deutschen Sozialpolitik nicht wegzudenken. Dieser Band erinnert nicht nur an Leben, Werk und Wirkung dieses aus dem Sauerland stammenden Paderborner Priesters; er präsentiert auch zentrale Originaltexte des großen katholischen Sozialpolitikers, die sich vor dem Hintergrund der aktuellen Debatten um die 'Krise des Sozialstaates' als überraschend aktuell erweisen. Von Bismarck als 'agitierender Kaplan' bezeichnet, hat Hitze sich in der Arbeiterschutzpolitik, aber auch bei der Einführung der Sozialversicherungen hohe Verdienste erworben. Daß die 'soziale Frage' zum zentralen Kernthema der Katholiken im deutschen Kaiserreich avancieren konnte, geht entscheidend auf das jahrelange und ruhelose Engagement Hitzes zurück, der die sozialpolitische Entwicklung Deutschlands bis zum Beginn der Weimarer Republik wesentlich zu beeinflussen vermochte. Der erste Teil des Bandes liefert in fünf Beiträgen einen informativen Einblick in das Leben und Werk Franz Hitzes; er führt zugleich in die Problemlagen der deutschen Sozialpolitik und des sozialen Katholizismus der damaligen Zeit ein. Im zweiten Teil werden zentrale, oft nur schwer zugängliche Texte und Reden aus der Feder Hitzes präsentiert. Damit ist nun erstmals eine repräsentative Auswahl aus dem Werk Franz Hitzes zugänglich.
Religionssoziologische und ethische Analysen
Terrorismus ist eines der prägenden Phänomene vieler Gesellschaften der Gegen wart und der internationalen Beziehungen. Insbesondere der Zusammenhang von Religion und Gewalt gehört zu den umstrittenen Fragen der gegenwärtigen Diskussion. Die Anschläge islamistisch-fundamentalistischer Terroristen oder Terrornetzwerke werden zum Teil sehr eng mit religiösen Motiven in Verbindung gebracht – und zwar nicht zuletzt von den Tätern selbst. Die Beiträge dieses Bandes gehen neben der Frage nach der Verbindung von Religion und Terrorismus auch dem Problem der nationalen und internationalen Terrorbekämpfung nach und diskutieren die Motive für Terrorismus und verschiedene Wege der Terrorismusbekämpfung (sozial-)ethisch. Aus der Verbindung religionswissenschaftlicher, religionssoziologischer und sozialethischer Perspektiven resultiert ein differenziertes Bild der Debatte um den Zusammenhang von Religion, Gewalt und Terrorismus.