AutorIn: Elisa Hoven

Dieser Beitrag widmet sich dem Umgang mit kollektiven und individuellen Erinnerungen an Massenverbrechen wie Völkermord oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Das Beispiel Kambodschas zeigt das Bedürfnis nach Erinnerung und die Entstehung einer Erinnerungskultur noch Jahrzehnte nach den Taten. Internationale Strafgerichte können zu einem gesellschaftlichen Diskurs über die Vergangenheit beitragen und damit Erinnerungsprozesse in Gang setzen. Ihre Möglichkeiten sind jedoch begrenzt: Verfahren gegen die Täter bieten keine hinreichende Plattform für individuelle Erinnerung und gesellschaftliche Wahrheitsfindung. Die Aufarbeitung völkerstrafrechtlicher Verbrechen sollte daher nicht allein im Gerichtssaal erfolgen, sondern von Wahrheitskommissionen, Dokumentationsprojekten oder Gesprächsforen begleitet werden.

in Erinnerung
in Migration
Migration und Flucht werden in Politik, Wissenschaft und Öffentlichkeit intensiv diskutiert. Ausgehend von den aktuellen Kontroversen untersuchen Mitglieder des Jungen Kollegs Migration aus sechs Fachperspektiven: Anglistik, Architektur, Mathematik, Medizin, Geschichts- und Rechtswissenschaft. Die Beiträge zeigen, dass es bei den Auseinandersetzungen häufig um Fragen der gesellschaftlichen Ordnung und des Zusammenlebens geht. Die Autorinnen denken über funktionierende Lösungen im Umgang mit Migration nach, reflektieren Stereotype und Vorannahmen über Migrantinnen und Migranten und diskutieren neue wissenschaftliche Erkenntniswege.
in Migration
in Migration
in Migration