In: Streitfall Erlösung
In: Wirtschaftsethik interreligiös
In: Geld, Gott und Glaubwürdigkeit
Wirtschaftsethik will ethische Leitlinien und Normen für wirtschaftlich Handelnde entwickeln. Hier werden allgemein-verständliche Impulse der Religionen für eine gerechtere und nachhaltige Wirtschaftsordnung vorgestellt, denn die Weltwirtschaft funktioniert nicht in zufriedenstellender Weise. Immer noch verbrauchen wir Ressourcen dieses Planeten in einem Ausmaß, das unserer Umwelt bleibenden Schaden zufügt. Immer noch verhungern Millionen von Menschen im Süden, während der Norden im Überfluss lebt. Hier braucht es dringend ethische Leitlinien, die sicherstellen, dass unsere Wirtschaftsweise nachhaltig die Interessen und Überlebenschancen aller Menschen zu sichern vermag. Führende Gelehrte aus den großen Weltreligionen zeichnen in dem Band Impulse ihrer Religionen für eine ethische Neuorientierung angesichts von Wirtschafts- und Finanzkrise nach und bringen sie miteinander und mit religionsexternen Sichtweisen ins Gespräch.
Kaum ein Feld ist zwischen Christen und Muslimen so umstritten wie die Erlösungslehre. Übereinstimmungen scheinen weder im Hinblick auf die menschliche Bedürftigkeit der Erlösung noch auf die Frage ihrer Wirklichkeit oder ihrer Vermittlung zu bestehen. Die Streitsache Erlösung vereint alle dogmatischen Brennpunkte des christlich-islamischen Gesprächs in einer Thematik, da in islamischer Perspektive weder die christlich-anthropologische Position der Erlösungsbedürftigkeit, geschweige denn die christologischen und trinitätstheologischen Konsequenzen des konkreten Erlösungsdenkens Raum zu finden scheinen. Insofern sich die christliche Soteriologie aber zusehends für eine moderne Anthropologie öffnet, sind die klassisch angenommenen Trennungslinien zwischen den Traditionen neu zu prüfen. Diesem Versuch widmet sich der vorliegende Band, der prominente Vertreter christlicher und muslimischer Theologie miteinander ins Gespräch bringt und Chancen sowie Grenzen des soteriologisch-interreligiösen Dialogs innovativ reflektiert und darin neue Annäherungsmöglichkeiten von Christen und Muslimen eröffnet.