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  • Author or Editor: Franz-Werner Kersting x
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In: Verhandelte Erinnerungen
In: Gesellschaftlicher Wandel im Jahrhundert der Politik
Die Hypothek des Nationalsozialismus und der Aufbruch der sechziger Jahre
Die Behebung der katastrophalen Missstände insbesondere in der stationären psychiatrischen Versorgung der großen Anstalten, die Beseitigung der rechtlich-sozialen Benachteiligung der psychisch Kranken und geistig Behinderten sowie der Wechsel von der verwahrenden, kustodialen hin zu einer therapeutischen, rehabilitativen und gemeindenahen Psychiatrie – das waren die zentralen Ziele jenes grundlegenden Reformaufbruchs in der Bundesrepublik, für den die Psychiatrie-Enquete von 1971/75 zum Symbol geworden ist. Doch erhielt der Aufbruch auch wichtige Impulse durch die Protestbewegung der „68er“. In einem interdisziplinären Zusammenwirken von Geschichts- und Kulturwissenschaft mit ehemaligen und heutigen Akteuren aus Psychiatrie und Gesundheitsverwaltung bietet der vorliegende Band die erste gesellschaftsgeschichtliche Standortbestimmung dieser Zäsur. Wie gestaltete sich das Wechselverhältnis zwischen „1968“ und Enquete? Welche Bedeutung hatten Praxis und Hypothek der NS-Medizinverbrechen für den spezifischen Reformstau und –prozess der deutschen Nachkriegspsychiatrie? Wie sahen erste Ansätze zur Modernisierung und Humanissierung der Behindertenfürsorge in den fünfziger und sechziger Jahren aus? Welche Fortschritte brachte der Reformaufbruch? Wo stieß er an Grenzen oder brachte selbst neue Problemlagen hervor? Die Beantwortung dieser Fragen lässt sich gerade im laufenden „Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen“ auch als Beitrag zur Wahrnehmung und Diskussion eines gesellschaftspolitisch relevanten Themas verstehen.
Geschichts- und kulturwissenschaftliche Perspektiven
Mittlerweile wohnen weltweit erstmals in der Geschichte mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Gleichzeitig wird vielfach der »Untergang des Dorfes« diagnostiziert. Doch sind wir heute tatsächlich am Ende dörflich-ländlicher Gesellschaften angekommen?
Dominieren mittlerweile ausschließlich hybride Strukturen, Lebensstile und Identitäten? Hat nicht auch der urbane Blick auf Land und Dorf als das »Andere« noch Bestand?
Der Band geht diesen Fragen im Kontext einer wechselseitigen Beziehungs- und Erfahrungsgeschichte der Menschen auf dem Land und in der Stadt nach. Er überwindet die Schwachstellen bisheriger Zentralitätsforschung, macht mit bislang kaum beachteten Lebensentwürfen und Bewegungen von Landbewohnern bekannt und regt zum Dialog zwischen der mehr aktualitäts- und anwendungsbezogenen (Geographie, Stadt- und Regionalplanung, Soziologie) und der kulturgeschichtlich orientierten Stadt-Land-Forschung an.
In: Stadt-Land-Beziehungen im 20. Jahrhundert
In: Stadt-Land-Beziehungen im 20. Jahrhundert
In: Stadt-Land-Beziehungen im 20. Jahrhundert
In: Stadt-Land-Beziehungen im 20. Jahrhundert
In: Stadt-Land-Beziehungen im 20. Jahrhundert