3 Bände. Mit einem Geleitwort von Miloslav Cardinal Vlk, Prag
HerausgeberInnen: Friedrich Scholz und Hans Rothe
Nach der Niederlage der evangelischen Stände am Weißen Berg 1620 wurde das Land weitgehend wieder katholisch. Der anhaltenden Wirkung der Kralitzer Bibel, vor allem bei einfachen Lesern, sollte mit einer neuen katholischen Übersetzung begegnet werden. Diese Übersetzung gab Erzbischof Matthias Sobek von Bilenberk (1618-1675) bald nach seinem Amtsantritt (1668) bei den Prager Jesuiten Georg Konstanc (1607-1673) und Matthias Wenzel Steyer (1630-1692) in Auftrag. An der Übersetzung des Alten Testamentes arbeitete mit Steyer der Jesuit Johann Barner (1643-1708). Übersetzt wurde nach der Vulgata. Für die tschechische Fassung wurde daneben die letzte anerkannte katholische tschechische Übersetzung, Venedig 1506 herangezogen, so dass sie "nicht als eine neue, sondern eher als alte, nämlich aus alten schon gedruckten oder handschriftlichen Bibeln ausgelesen" gelten wollte (Barner). Nicht selten wurde aber auch die Kralitzer Bibel Bibel zu Rate gezogen. Die St. Wenzels Bibel wurde der maßgebliche katholische Bibeltext bis ins 19. Jahrhundert hinein. Mit Kommentaren von Jirí Bíly, Milan Kopecky, Josef Vintr, Hedvika Kucharová, Pavel R. Pokorný.
Erstellt unter dem Patronat von Fürst Nikolaus Radiziwill dem Scharzen nach Originalsprachen
HerausgeberInnen: Friedrich Scholz und Hans Rothe
Faksimile der Handschrift, Band 2 und 3, Königsberg i. Pr. 1590. Die Geschichtsbücher. Die Lehrbücher
HerausgeberInnen: Friedrich Scholz und Jochen Dieter Range
Im Ordensland Preußen, seit 1526 polnische Lehen und weltliches evangelisches Herzogtum, lebten im nordöstlichen Teil Litauer. Viele Evangelische wanderten aus dem Großfürstentum Litauen in das evengelische Herzogtum ein. Für sie wie für die landsässigen Prußen und für Polen war der erste Herzog Albrecht wie für Deutsche besorgt. Der litauische evangelische Pfarrer Johann Bretke/Bretkun (ca. 1532-1602) unternahm nach 1580 eine Übersetzung der ganzen Bibel. Das Lucas-Evangelium ist nach der Vulgata, das Übrige nach dem deutschen Text Luthers übersetzt. Die Übersetzung war 1590 abgeschlossen, konnte aber nicht im Druck erscheinen. Die Gründe sind nicht genau auszumachen. Einwände des Konsistoriums und Kosten können eine Rolle gespielt haben. Im Druck erschienen ist aber 1625 der Psalter. Jetzt liegen in neun Bänden fast alle Teile dieser Übersetzung als Facsimile-Druck der Handschrift vor, der Psalter in einer kritischen Ausgabe.
Faksimile der Handschrift, Band 1, Königsberg i. Pr. 1590. Die Bücher Mose 1-5
Im Ordensland Preußen, seit 1526 polnische Lehen und weltliches evangelisches Herzogtum, lebten im nordöstlichen Teil Litauer. Viele Evangelische wanderten aus dem Großfürstentum Litauen in das evengelische Herzogtum ein. Für sie wie für die landsässigen Prußen und für Polen war der erste Herzog Albrecht wie für Deutsche besorgt. Der litauische evangelische Pfarrer Johann Bretke/Bretkun (ca. 1532-1602) unternahm nach 1580 eine Übersetzung der ganzen Bibel. Das Lucas-Evangelium ist nach der Vulgata, das Übrige nach dem deutschen Text Luthers übersetzt. Die Übersetzung war 1590 abgeschlossen, konnte aber nicht im Druck erscheinen. Die Gründe sind nicht genau auszumachen. Einwände des Konsistoriums und Kosten können eine Rolle gespielt haben. Im Druck erschienen ist aber 1625 der Psalter. Jetzt liegen in neun Bänden fast alle Teile dieser Übersetzung als Facsimile-Druck der Handschrift vor, der Psalter in einer kritischen Ausgabe.
in Des Neuen Testamentes