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In: Globale Machtkonflikte und Kriege
In: Das Deutsche Kaiserreich 1890-1914
Funktion und Gestalt militärischer Fremdherrschaft von der Antike bis zum 20. Jahrhundert. Herausgegeben in Verbindung mit dem Arbeitskreis Militärgeschichte e.V.
Besatzung – d. h. militärische Fremdherrschaft auf Zeit – hat den Verlauf von Kriegen und die Erinnerung an sie stets mitbestimmt. 15 inter-nationale Historiker untersuchen hier erstmals epochenübergreifend die Geschichte von Okkupationen von der Antike über das Mittelalter bis in die jüngste Vergangenheit. Die Beiträge des mehrheitlich auf den Ergebnissen einer Tagung des Arbeitskreises Militärgeschichte beruhenden Bandes ordnen das Phänomen Besatzung in den Gesamtzusammenhang von Staat und Krieg ein. Sie untersuchen Besatzung über das Kriegsgeschehen hinaus als eine erzwungene Kulturbegegnung, die die politischen, kulturellen, Alltags- und Geschlechterverhältnisse zwischen Besatzern und Besetzten nachhaltig verändern konnte. Besonderes Augenmerk fällt hierbei auf die Großthemen Kollaboration und Widerstand. Bei allen Unterschieden der historischen Epochen zeigt sich so militärische Fremdherrschaft als eine spezifische Zwischenzeit zwischen Krieg und Frieden, deren gesellschaftsprägende Kraft in traditionellen politik- und militärgeschichtlichen Darstellungen oftmals unterbewertet bleibt.
Internationale Beziehungen 1648/1659-1713/1714
Band 3 des HGIB behandelt eine Zeit, die weithin noch im Zeichen des bourbonischhabsburgischen Gegensatzes stand. Der Westfälische Frieden und der Pyrenäenfrieden ersetzten das von Habsburg-Spanien dominierte Staatensystem durch ein von Frankreich geführtes multipolares System. Nach den Friedensschlüssen von Nijmegen schien Ludwig XIV. der Verwirklichung der französischen Hegemonie sehr nahe gekommen zu sein. Ihr dauerhafter Ausbau scheiterte jedoch an der wachsenden Solidarität der durch Frankreich bedrohten Staaten, an dem sich unter Führung der Seemächte formierenden Widerstand im Zeichen des Gleichgewichtsprinzips (Tripel-Allianz, Ausbildung des französisch-englischen Gegensatzes) und an der Überforderung der wirtschaftlichfinanziellen Möglichkeiten Frankreichs. Hinzu kamen die politischen Veränderungen durch die »Glorious Revolution«, die sich im Dritten Nordischen Krieg vollzogen.
Geprägt wurde diese Epoche auch durch den Abstieg bisheriger Großmächte (Spanien, Schweden, Osmanisches Reich) und den Aufstieg neuer Mächte wie das Russland Peters des Großen. Die österreichischen Habsburger konnten ihre Positionen nach dem Tiefpunkt von 1648 durch eine geschickte Reichspolitik und durch Erfolge gegen die Osmanen wieder stärken.
Krieg und Militär zwischen staatlichem Monopol und Privatisierung
Spätestens mit dem Krieg der USA im Irak ist die bedeutende Rolle privater Sicherheitsfirmen im modernen Krieg deutlich geworden. Ist die Zeit der großen Armeen zu Ende, kehrt die der privaten 'Unternehmer des Krieges' zurück? Der Band untersucht das historische Spannungsverhältnis zwischen privaten Truppen, Söldnern, Condottieri und Kriegsherren einerseits und der Monopolisierung der bewaffneten Macht, des Krieges und der Kriegführung durch den Staat andererseits, von der Antike bis zur Gegenwart.
Festschrift für Stig Förster zum 65. Geburtstag
Diese Festschrift ist dem Historiker Stig Förster gewidmet, der sich insbesondere in der modernen Militärgeschichte und der Imperialismusforschung einen Namen gemacht hat.
Mit der Betonung globaler Prozesse und dem Einbezug außereuropäischer Akteure nahm Förster bereits zu Beginn der 1990er Jahre einige der Kernelemente der Globalgeschichte vorweg. In diesem Band werden seine beiden Forschungsgebiete durch namhafte Autorinnen und Autoren zusammengebracht. Im Zentrum stehen Kriege und Machtkonflikte in ihren globalen Dimensionen. Diese werden nicht nur als Auseinandersetzungen zwischen Staatsoberhäuptern und ihren Armeen verstanden, sondern in ihrem jeweiligen gesellschaftlichen Umfeld situiert.
Wilhelm II., der letzte deutsche Kaiser ist das Symbol eines Landes im Umbruch. Er prägte Politik und Gesellschaft - wurde aber noch viel mehr selber von diesen beeinflusst.

Das Wilhelminische Reich verkörperte Rückwärtsgewandtheit und Moderne, Aufbruch und Stillstand gleichermaßen. Es hat daher immer wieder zu kontroversen Debatten herausgefordert.
International renommierte Historiker entwerfen auf dem neuesten Forschungsstand ein differenziertes Bild der Außen und Innenpolitik, der Wirtschaft und Kultur des Kaiserreiches. Sie widmen sich ausführlich dem Blick von außen und analysieren wie das Land von den anderen Großmächten - von Großbritannien bis Japan - wahrgenommen wurde.