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In: Streit um Jesus
In: Streit um Jesus
In: Moralische Vortrefflichkeit in der pluralen Gesellschaft
In: Gott – jenseits von Monismus und Theismus?
Die vorliegende Reihe leistet einen Beitrag zur historischen und theologischen Koranforschung. Sie will damit Arbeiten fordern, die zu einem tieferen Verständnis des historischen Kontextes der koranischen Verkündigung beitragen und dabei helfen, die koranische Theologie im spätantiken Milieu zu verorten. Im Spannungsfeld religiöser Diskurse der Spätantike wird derart die Genese und Stoßrichtung der koranischen Theologie in den Blick genommen und mit der traditionellen islamischen Exegese und den theologischen Einzeldisziplinen ins Gespräch gebracht. Derart sollen auch neue Impulse für religionstheologische Diskurse im Islam, Christentum und Judentum geschaffen werden. Um diese Ziele zu erreichen, werden insbesondere Forschungen und Studien berücksichtigt, die eine methodische und philologische Expertise aus unterschiedlichen Disziplinen (Arabistik, Byzantinistik, Kirchengeschichte etc.) und Theologien (Islam, Christentum, Judentum) in Anschlag bringen.
Ursprung, Genese und Aktualität des Martyriums in Christentum und Islam
Der Begriff »Märtyrer« erfährt aktuell eine geradezu inflationäre Verwendung: Popstars und Prominente werden ebenso zu Märtyrern stilisiert wie islamistische Selbstmordattentäter. Eine intensive Auseinandersetzung mit der Theologie des Martyriums im Christentum und im Islam hilft dabei, dieses Phänomen zu verstehen und kritisch zu hinterfragen. Das Martyrium rührt an die Grundlagen des Menschseins, denn es gründet wesentlich in der Frage, wofür ein Mensch bereit ist, sein Leben zu geben. In diesem Sinne ist das Martyrium der »Ernstfall« des Glaubens, aber auch eine radikale Infragestellung weltlicher Machtansprüche. Das Buch stellt die wichtigsten Etappen der Entstehung einer Theologie des Martyriums im Christentum und im Islam vor, analysiert die Texte beider Religionen und verfolgt die Differenzierung und Problematisierung des Martyriums. Systematisch-theologische Fragestellungen werden ebenso behandelt wie die Verbindung von Martyrium und Terrorismus. Davon ausgehend versucht das Buch Antworten auf die hochaktuelle Frage zu finden, ob Kämpfer und Selbstmordattentäter tatsächlich als Märtyrer gelten können.
Zur Kriterienfrage in der Leben-Muhammad-Forschung
Wie können wir wissen, wer der historische Muhammad war? Welche Rolle spielt diese historiographische Fragestellung in der islamischen Theologie? Der Autor stellt die Frage nach zuverlässigen Kriterien für eine historische Rekonstruktion von Muhammad.
Zishan Ghaffar stellt dabei die Leben-Muhammad-Forschung der Leben-Jesu-Forschung gegenüber. Dieser vergleichende Ansatz erleichtert die Bestimmung der wichtigsten Kriterien für die historische Frage nach Muhammad. Mit dieser Grundlage hat der Autor eine geschichtshermeneutische Voraussetzung geschaffen, um Muhammed in einen breiten Kontext zu setzen, beispielsweise seine Bedeutung in der urmuslimischen Gemeinde in der spätantiken Umwelt und seine Einbeziehung in die islamische Theologie.
Im Kontext der Krise des Theismus stellt Bernhard Nitsche in diesem Band seine Theorie einer dreifachen Strukturie-rung menschlicher Transzendenzbezüge vor Theologen und Philosophen unterschiedlicher Fachdisziplinen zur Debatte.
Angesichts einer fluiden, fragilen und fragmentarischen Identitätskonstruktion der modernen, selbstermächtigten Subjekte verlieren klassische Containerbegriffe (Theismus versus Deismus, Pantheismus) allein und für sich ge-nommen ihre analytische Kraft. Es bedarf einer veränderten Typologie der spirituellen Strukturmuster, religiösen Formenkreise und der Bezugnahmen auf religiöse Transzendenz. Kann die anthropologische Unterscheidung von Selbstbezug, Sozialbezug und Weltbezug bzw. die Unterscheidung von kosmischen, sozial-relationalen und be-wusstseinsbestimmten Zugängen auch für eine Komparative Theologie fruchtbar sein?
Die vorliegende Reihe möchte das Gespräch der christlichen Theologien mit nichtchristlichem Nachdenken über die letzte Wirklichkeit beflügeln und ein Forum für die sich neu entwickelnde Forschungsrichtung der Komparativen Theologie bieten. Dabei geht es darum, Wege zum Verstehen nichtchristlicher Religionen auszuloten, in denen die Verschiedenheit der je anderen Weltzugänge angemessen gewürdigt wird, ohne die Geltungsansprüche der eigenen Religion in unzulässiger Weise zu relativieren. Zugleich geht es darum, Debatten zwischen christlichen Theologien und nichtchristlichen Weltzugängen nachzuzeichnen und so ein freundschaftlich-solidarisches Ringen um die eine Wahrheit aus der Sicht verschiedener Religionen zu stärken. Und schließlich soll hermeneutisch zu einem besseren Verstehen über Religionsgrenzen hinweg beigetragen werden. Getragen sind diese Bemühungen von der Einsicht, dass das bessere Kennenlernen der anderen immer auch eine Hilfe ist, um sich selbst besser zu verstehen und das eigene Nachdenken über Gott bzw. die letzte Wirklichkeit zu vertiefen.
Um diese Ziele zu erreichen, kommen in den Beiträgen zur Komparativen Theologie Theologen und Theologinnen bzw. Gelehrte verschiedener religiöser Traditionen miteinander und mit Vertreterinnen und Vertretern der Religions- und Kulturwissenschaften ins Gespräch, um so im interdisziplinären Gespräch die religionsbezogene Forschung zu vertiefen und im Methodenspektrum zu erweitern. Dabei werden gesellschaftlich brisante und für das interreligiöse Gespräch zentrale Fragestellungen ausgewählt und theologisch bearbeitet. Der Vergleich über Religionsgrenzen hinweg soll auf diese Weise Orientierungsleistungen für Menschen heute erbringen und das dialogische Profil der Theologien schärfen.
Muslimische und christliche Annäherungen
Die Lehre von Jesus als dem Christus gilt als einer der wichtigsten Streitpunkte zwischen Islam und Christentum. Die Auseinandersetzung mit dieser Frage ist eine zentrale Aufgabe der Theologie der Gegenwart.
Der Band erkundet Annäherungen beider Religionen an Jesus, die die Rückfragen der jeweils anderen Religion im Blick haben und mit ihr in den Dialog treten. Zu Wort kommen vorwiegend systematische Theologinnen und Theologen beider Glaubensrichtungen, die ausgehend von ihrer jeweiligen Heiligen Schrift und der unterschiedlichen Wahrnehmung von Jesus von Nazaret nach Wegen suchen, das Eigene in einer Weise zu sagen, dass es in ein fruchtbares Gespräch mit der je anderen Religion eintreten kann.
Zwischen den beiden Herausgebern und ihren Teams an den Universitäten Paderborn und Münster entwickelte sich in den letzten Jahren ein intensiver Dialog, der hier dokumentiert und durch exemplarische Beiträge von außen bereichert wird.