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In: Bildung als protestantisches Modell
In: Pädagogische Kultur des Judentums als moderne Tradition
»Bildung« ist in weiten Teilen ein Modell des menschlichen Lebenslaufs aus dem Geist des Protestantismus. Diese Deutung sieht in Freiheit, Vernunft und Autonomie die wesentlichen Leitmotive von »Bildung«. Zu klären ist dann einerseits, inwieweit das Modell »Bildung« von seinen religiösen Wurzeln aus weit mehr ein »protestantisches« (Kosselleck) als ein »deutsches« Deutungsmuster (Bollenbeck) ist. »Bildung« wird andererseits für Theologie und Kirche zu einem hermeneutischen Schlüssel, mit dem der Protestantismus selbst unter anthropologischen Vorzeichen gelesen werden kann. Dabei enthält »Bildung« gerade in seiner religiösen Grundierung ein kritisches Potential gegen seine eigene Rezeptionsgeschichte. Die Klärungen reichen von Analysen zum Kontext der Aufklärung bis hin zu aktuellen Fragen der Menschenrechte, der Globalen Bildung oder der Popkultur.
Das Judentum ist als pädagogisch wirkender Kulturzusammenhang anzusehen, der global und interkulturell zu betrachten ist. In drei Etappen – von der Binnenperspektive zu transkulturellen Aneignungen – stellt der Band die Frage nach dem Zusammenhang von Bildung und Kultur neu.
Im ersten Teil werden pädagogische Strukturen des kulturell institutionalisierten Judentums aus einer Binnenperspektive historisch begründet. Dabei geraten ihre Einflüsse von Moderne und Aufklärung ebenso in den Blick wie ihre Ursprünge in der Thorah. Der zweite Teil widmet sich verschiedenen Denkansätzen von Pädagogen jüdischer Herkunft und deren zentraler Rolle für die allgemeine, über eine spezifisch jüdische Kultur hinausweisende pädagogische Kultur. Der dritte Teil schließlich folgt den transkulturellen Spuren, wobei sich eine – nur scheinbar – nicht-jüdische Moderne als vom Hebräischen Paradigma geprägt erweisen wird.